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Was Forensik nicht kann

Alle Nachweismöglichkeiten stehen und fallen mit der Qualität des Ausgangsmaterials. Solange er ein großes Bild in ausreichend hoher Auflösung vorliegen habe, lasse sich etwas machen. Aber schon bei einem JPG, das mit einer Qualität von 80 Prozent abgespeichert werde, lasse sich beispielsweise das CFA-Verfahren nicht mehr anwenden, sagt Kriese.

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Schwierigkeiten bereiten den Forensikern auch die immer weiter verbreiteten Mobilgeräte mit Kameras. Beispielsweise verwendet Android nur eine weit verbreitete Standard DQT-Tabelle. In der Datei steht dann, dass eine JPG-Standardtabelle für Android verwendet wurde, so dass dieses Merkmal an Trennschärfe gegenüber der Ära der Kompaktkameras eingebüßt hat.

Praktisch machtlos ist die Forensik bei Bildern aus Facebook, Twitter und anderen sozialen Netzen. "Im Bereich der sozialen Medien werden Bilder sehr häufig vergrößert, verkleinert, illustriert, immer wieder neu abgespeichert", sagt Kriese. "Die JPG-Kompression erzeugt sehr schnell derartige Impulsausschläge, dass da sehr viel Statistisches verschwindet. Deshalb sind diese Social-Media-Daten so wunderbar unauffällig, weil sie ja durch JPG-Qualität 60 sehr viel kaputtmachen und durch Transformationen - das Vergrößern oder Verkleinern - statistisch geradezu unbrauchbar werden." Laut einer Studie aus dem Jahr 2016 liegt die Erkennungsrate von Digitaldaten im Web oder in sozialen Medien bei 16 Prozent. Zum Vergleich: Beim Rauschen von Sensordaten beträgt sie 99 Prozent.

Antiforensiker täuschen Forensiker

Schließlich gibt es auch das Bestreben, Bilder unanalysierbar zu machen. Die Antiforensik untersucht die Robustheit einzelner Methoden und zeigt spezifische Angriffe auf. Manipulierte Bilder werden gezielt so verändert, dass forensische Werkzeuge dem nicht auf die Spur kommen. So können beispielsweise PRNU-basierte Fingerabdrücke entfernt (Remove Attack) oder kopiert (Copy Attack) werden.

Es ist sogar möglich, eine Collage aus mehreren Bildern zusammenzusetzen oder ein Bild vollständig am Computer zu generieren und es am Ende wie ein Original aussehen zu lassen. "Die Bildforensik kann nur Fehler finden, also sagen, dass eine Sache implausibel ist", sagt Kriese. "Sie kann aber nie den umgekehrten Beweis antreten. Wenn eine Datei absolut unauffällig ist, heißt es ja nicht, dass sie echt sein muss. Es kann auch eine perfekte Manipulation sein. Das ist dann leider nicht auszuschließen."

 Betrug erkennen per Forensik
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berritorre 20. Apr 2018

Wozu sollte man mehr als ein JPEG verwenden? Ich beschwere mich ja auch, wenn Logos, etc...

Gamma Ray Burst 18. Apr 2018

Lese ich jedesmal bei dem Titel...

kendon 17. Apr 2018

Nichts. Aber dann hast Du eben kein Originalfoto vorzuweisen, sondern nur ein...

superdachs 17. Apr 2018

Von besonders wertvollen Sachen (Fahrrad etc) hat man normalerweise ein Foto in den...

chefin 17. Apr 2018

Dafür brauchst keinen hex-Editor. Jede Bildbearbeitung kann dir das extrahieren und...


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