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Jede Bitcoin ist im Netz verzeichnet

Bitcoins wirken manchem daher tatsächlich wie ein rettender Halm. Das Magazin Wired beobachtete, dass das Interesse an Apps und Programmen, mit denen Bitcoins gehandelt und verwaltet werden können, in Spanien und Zypern in der letzten Zeit heftig gestiegen ist. Die Menschen dort sind auf der Suche nach einer sichereren Geldanlage.

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Als solche sind Bitcoins eigentlich nicht gedacht. Nicht direkt zumindest. Der oder die Erfinder wollten mit ihnen ein fälschungssicheres und transparentes Handelssystem aufbauen, das funktioniert, ohne dass Nutzer ihm vertrauen müssen. Im Whitepaper, in dem die Ursprungsidee formuliert ist, heißt es dazu: "What is needed is an electronic payment system based on cryptographic proof instead of trust, allowing any two willing parties to transact directly with each other without the need for a trusted third party." Kryptographische Verfahren sollen also das Vertrauen in Währungen und Banken ersetzen und ein Weg sein, damit zwei Seiten direkt miteinander handeln können, ohne dass sie sich auf eine dritte Partei wie eine Bank verlassen müssen. Die Entwickler sehen das Ganze jedoch als Experiment, nicht als bewährtes System.

Kryptographie

Basis sind die Rechner der Nutzer. Sie bilden ein dezentrales Netz, das sich alle wichtigen Informationen merkt. Das Geld besteht aus einem kryptographischen Schlüssel. Jede Münze ist ein einzigartiger Block Daten, der mit einem Algorithmus einmal errechnet wird und dann nicht mehr nachgemacht werden kann. So etwas wie die Seriennummer der Münze wird im Netz hinterlegt, um Fälschungen zu verhindern.

Auch die persönliche Geldtruhe - Wallet genannt - wird mit Kryptographie geschützt. Ähnlich wie bei der Verschlüsselung von E-Mails mit PGP hat jeder Nutzer einen privaten und einen öffentlichen Schlüssel, um Daten mit anderen zu tauschen, also um zu handeln.

Jede Bitcoin und auch jede Überweisung wird im für alle transparenten weltweiten Bitcoin-Netzwerk verzeichnet. Überweist Nutzer A an Nutzer B zehn Bitcoins, können alle übrigen Nutzer sehen, dass genau diese zehn einzigartigen Bitcoins von A nach B geflossen sind. Das Geld kann dadurch von A nicht noch einmal ausgegeben und zum Beispiel an Nutzer C überwiesen werden.

Nur eine Machbarkeitsstudie

Das alles klingt ausreichend interessant, um in begrenztem Umfang zu funktionieren. Der derzeitige Wertanstieg ist auch nicht der erste der Bitcoin-Geschichte. Im Juni 2011 gab es schon einmal einen heftigen Ausschlag. Der Wert einer Münze stieg auf mehr als dreißig Dollar. Gleichzeitig war das Interesse für die Währung messbar gestiegen, wie Google-Suchanfragen dazu zeigten. Kurz darauf ließ das Interesse nach und auch der Wert fiel schnell wieder auf ungefähr zwei Dollar.

Was letztlich nur belegt, dass eine Reihe Menschen bereit ist, eine Wette auf den künftigen Wert abzuschließen und sich ein paar Bitcoins zuzulegen. Grundlage für ein Handelssystem ist eine solche Spekulation aber nicht. Dazu braucht es viele, die sie zum Bezahlen nutzen.

Das ist inzwischen möglich, manche Firmen akzeptieren die Währung, an speziellen Börsen wie Mt.Gox können sie in Dollar, Euro oder Yen getauscht werden. Doch wirklich verbreitet sind Bitcoins nicht. Dazu taugen sie auch gar nicht. Denn Bitcoins sind nicht mehr als ein proof of concept, eine Machbarkeitsstudie. Längst nicht die einzige, aber derzeit die größte. Die maximal 21 Millionen Bitcoins sind zwar transparent und hinreichend fälschungssicher, aber es sind zu wenige, um ein weltweit funktionierendes Handelssystem bauen zu können.

Ganz ohne Vertrauen geht es nicht

Douglas Adams beschrieb das Problem in seinem Anhalter durch die Galaxis. Eine der drei konvertierbaren Währungen im Adamsschen Anhalter-Universum ist der Ningi. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt acht Ningi für einen triganischen Pu. Leider ist der Ningi eine dreieckige Gummimünze mit einer Kantenlänge von 6.800 Meilen und es hat noch niemand genug Ningi zusammenbekommen, um sie in einen Pu zu wechseln.

Außerdem geht es auch bei Bitcoins nicht ganz ohne Vertrauen - Vertrauen in die Verschlüsselungsalgorithmen und in den Code und somit in die Entwickler. Ohne Vertrauen ist kein Warentausch möglich. Wie sich auch bei Bitcoins zeigt. Denn absolut sicher sind sie nicht, sie können gestohlen werden. Immer wieder gibt es Versuche, Konten zu knacken, um an die darin gespeicherten kryptographischen Codes und also an die Bitcoins zu kommen.

Ist die derzeitige Wertsteigerung also nur Spekulation? Bestimmt. Aber sie ist auch ein Beleg dafür, dass mehr Menschen bereit sind, sich an der Suche nach alternativen Handelskonzepten zu beteiligen.

 Digitales Geld: Warum sind Bitcoins plötzlich 100 Dollar wert?
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pangu 14. Jul 2013

Das ist nicht mehr und nicht weniger problematisch als das verschwenderische Schürfen von...

almase 02. Jul 2013

Kann es nun bitte jemand nochmal auf den Punkt bringen wie es nun steuerlich gehandhabt...

pholem 17. Apr 2013

Schau mal was ich geschrieben hatte: Naja, genauer gesagt nicht in Bitcoins selbst...

frontloop 09. Apr 2013

Es würde dich interessieren???!!! :D Dann schau dir das heutige Finanzsystem an, da...

mattle 07. Apr 2013

Hier gibts bald einen interessanten Dokumentationsfilm...die Leute brauchen noch spenden!!


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