Digitales Geld vom Staat: Hast du mal nen E-Euro?

Die traditionelle Finanzwirtschaft bekommt zunehmend digitale Konkurrenz, demnächst auch von staatlicher Seite.

Artikel von Dirk Koller veröffentlicht am
EZB-Hauptsitz in Frankfurt am Main: Wann kommt der digitale Euro?
EZB-Hauptsitz in Frankfurt am Main: Wann kommt der digitale Euro? (Bild: Armando Babani / AFP via Getty Images)

Seit etwa zehn Jahren fordern Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum Banken und Zentralbanken heraus und gewinnen dabei zunehmend an Popularität und Marktkapitalisierung. Langsam werden nun aber auch die Staaten aktiv und bringen eigene digitale Währungen heraus - oder planen es zumindest. Wir haben uns den aktuellen Stand angesehen und geben einen Überblick.

Inhalt:
  1. Digitales Geld vom Staat: Hast du mal nen E-Euro?
  2. Diese GovCoins sind in Planung oder gibt es bereits

Die Gründe für den Aufstieg von Kryptowährungen sind vielschichtig. Idealisten lockt die Vision einer unregulierten und, dank Blockchain, unmanipulierbaren Währung, die ohne Banken als Mittelsmann auskommt. Die Zeit sieht darin eine neue politische Bewegung der radikalen Dezentralität.

Einige der Währungen sind im Gegensatz zum Zentralbankgeld technisch limitiert und werden deshalb von Anlegern als Inflationsschutz betrachtet, die Rede vom "digitalen Gold" macht die Runde. Das klingt alles spannend, aber wirklich genutzt werden die Coins derzeit vor allem als Spekulationsobjekt. Die enormen Kurssteigerungen und Geschichten über Bitcoin-Millionäre locken Glücksritter in Scharen an.

Die Kurse schwanken mächtig und werden oft weniger von Fundamentaldaten als von Elon Musks Tweets beeinflusst. Aufgrund dieser extremen Volatilität und der oft hohen Transaktionsgebühren steht die eigentliche Killeranwendung - das Bezahlen von Produkten - immer noch im Hintergrund. Kryptowährungen dienen aber auch als Ersatzwährung in instabilen Regionen oder überhaupt als Eintrittskarte zum Finanzmarkt in Ländern, wo nicht jeder Zugang zu einem Bankkonto hat.

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Die Vorteile der digitalen Währungen bringen Regierungen in aller Welt zum Nachdenken. Sie möchten die Technik ihren Bürgern zur Verfügung stellen und womöglich auch eine Alternative zu der schnell wachsenden, unkontrollierten Konkurrenz an Kryptowährungen und Zahlungsdienstleistern anbieten.

Ein paar der Features der jungen Wilden dürften dabei wohl wegfallen, staatliche Coins werden von den jeweiligen Zentralbanken herausgegeben und sind damit nicht mehr dezentral. Auch auf Anonymität, die in vielen Kryptowährungen zumindest konzeptionell vorgesehen ist, darf man wohl nicht hoffen. Geldströme werden sich nachverfolgen lassen, mit allen Vor- und Nachteilen.

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Dafür würden die GovCoins aber vermutlich keinen großen Schwankungen mehr unterliegen und als Zahlungsmittel funktionieren - also FIAT-Geld ohne Scheine und Münzen, ganz ohne kommerzielle Banken als Zwischenhändler. Das würde Kosten und Zeit sparen. Im Moment sind mehrere dieser digitalen Zentralbankwährungen (CBDC) im Entstehen oder gar schon am Start.

Bahamas' Zentralbank hat im Oktober letzten Jahres den Sand Dollar in digitaler Version herausgebracht. Der ist zwar aufgrund der nur knapp 400.000 Bewohner des Landes international von untergeordneter Bedeutung, erhält aber als technischer Vorreiter einige Aufmerksamkeit.

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Diese GovCoins sind in Planung oder gibt es bereits 
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DerFux 21. Sep 2021 / Themenstart

Ich liebe ja Leute, die direkt nur in Schubladen denken. Hervorragend. Überschriften...

JanZmus 21. Sep 2021 / Themenstart

Womit kann ich denn mal schnell meinem chinesischen Zulieferer 200$ schicken?

FreiGeistler 21. Sep 2021 / Themenstart

Weil eine Währung ohne Staat als zentrale Instanz sonst durch vorherschende Unternehmen...

Gamma Ray Burst 21. Sep 2021 / Themenstart

Also wenn ein digitaler Euro auch Kontrakte abbilden würde dann wird das was. Dann...

AssassinNr1 21. Sep 2021 / Themenstart

Selbst die EU setzt in mehreren Projekten (GAIA X, EBSI, ORCHESTRA Consortium etc.) auf...

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