Digitaler Impfnachweis: Entwicklungskosten für Covpass-App verfünffacht

Die Entwicklung des digitalen Impfnachweises ist deutlich teurer geworden als geplant.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Entwicklung der Covpass-App hat sich deutlich verteuert.
Die Entwicklung der Covpass-App hat sich deutlich verteuert. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Die Bundesregierung hat für die Entwicklung der sogenannten Covpass-App rund 15,4 Millionen Euro ausgegeben. Das geht aus einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union von Mitte August 2021 hervor, über das die Wirtschaftswoche am 10. November 2021 berichtet hat. Ursprünglich wurden die Entwicklungskosten mit 2,7 Millionen Euro veranschlagt. Den Zuschlag hatten im März dieses Jahres die Firmen IBM, Bechtle und Ubirch erhalten.

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Laut Wirtschaftswoche begründete ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums die höheren Entwicklungskosten mit den Worten: "Im Sinne einer agilen Softwareentwicklung und aufgrund der Ergebnisse der Abstimmung mit dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit sowie dem Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik waren zusätzliche Entwicklungsleistungen erforderlich."

Dem Bericht zufolge erhöhten sich die Kosten ebenfalls, weil die europäischen Vorgaben für die App erst verzögert gekommen seien. Die Verknüpfung der App mit Programmen von Arztpraxen, die Integration eines Genesenenzertifikats und der Betrieb eines Callcenters für Bürgeranfragen hätten darüber hinaus zu der Verteuerung beigetragen. Die CovPass-App sei bis Anfang November 23,5 Millionen Mal heruntergeladen worden, berichtete die Wirtschaftswoche unter Berufung auf das Ministerium.

Die beteiligten Firmen haben aber wohl nicht nur durch höhere Entwicklungskosten von dem Auftrag profitiert. Einem Bericht von Business-Insider zufolge erhält IBM pro ausgestelltem Impfzertifikat zusätzlich 50 Cent. Das gehe aus den Ausschreibungsunterlagen hervor.

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Falls das zutrifft, könnte IBM bei bisher 114 Millionen verabreichten Impfungen hohe Millioneneinnahmen verbuchen. Auf Anfrage von Golem.de hat das Bundesgesundheitsministerium bislang nicht bestätigt, ob IBM den Betrag von 50 Cent pro Impfzertifikat tatsächlich erhält und wie hoch die Ausgaben dafür inzwischen sind.

Nachtrag vom 10. November, 16:48 Uhr

Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums bestätigte die Angaben der Wirtschaftswoche. Darüber hinaus teilte sie mit: "Ausweislich der vertraglichen Bestimmungen in dem mit der IBM Deutschland GmbH und deren Unterauftragnehmern geschlossenen Verträge endet die initiale Entwicklungsphase grundsätzlich zum Ende des Monats November." Zudem bestätigte sie die weiteren Zahlungen für den Betrieb des Systems: "Die nach Ende der unmittelbaren Entwicklungstätigkeiten anfallenden Kosten enthalten sowohl fixe als auch flexible Preisbestandteile etwa für den Betrieb der Informationsangebote oder die zur Ausstellung der Covid-19-Zertifikate erforderlichen elektronischen Siegel." Über die Höhe dieser "Preisbestandteile" machte sie keine Angaben.

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George99 13. Nov 2021

Haha, ja die alten Zeiten... Porky's haben wir damals im Kino gesehen, obwohl wir erst...

Cerdo 13. Nov 2021

Oder eben, dass man dir Entwicklung einstellen bzw. umlenken kann, wenn man will...

Cerdo 13. Nov 2021

Schlimmer: sie nennen das dann auch noch agil.

stefan... 13. Nov 2021

weil keine Sau die QR Codes prüft. Mein erzählte mir, dass die Kids in seiner Schule...



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