Digitaler Gegenschlag: Mehrheit befürwortet Hackbacks im Cyberkrieg

Die Mehrheit der Internetnutzer hat Angst vor den Folgen eines Cyberkriegs. Nicht nur Innenminister Seehofer findet daher Gegenangriffe bei Hackerattacken gut.

Artikel veröffentlicht am ,
Die meisten Nutzer befürchten Cyberattacken auf kritische Infrastrukturen.
Die meisten Nutzer befürchten Cyberattacken auf kritische Infrastrukturen. (Bild: Ikar.us/CC-BY 3.0)

Die Mehrheit der Internetnutzer in Deutschland hält im Falle von Cyberattacken sogenannte Hackbacks für sinnvoll. In einer Umfrage im Auftrag des IT-Branchenverbands Bitkom befürworteten 55 Prozent der Befragten, dass Deutschland selbst aktiv mit Cyberattacken zurückschlagen solle. Fast sechs von zehn befragten Nutzern (58 Prozent) haben demnach Angst vor den möglichen Folgen eines Cyberangriffs auf Infrastrukturen und Regierungsnetze. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) der 1.010 befragten Internetnutzer ab 16 Jahren glaubt demnach, dass staatliche Konflikte künftig zunehmend in Form von Cyberattacken ausgetragen werden.

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Bislang gibt es in Deutschland keine rechtliche Grundlage für Gegenangriffe auf Hacker. Politiker wie Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) oder Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) setzen sich jedoch für eine solche Grundlage ein. So ist Seehofer "entschieden dafür", dass auf Basis einer rechtlichen Grundlage auch im zivilen Bereich Gegenangriffe gegen Hacker erlaubt sein sollten.

Die im August 2018 ins Leben gerufene Agentur für Innovationen in der Cybersicherheit könnte solche Fähigkeiten entwickeln. Der Bundesnachrichtendienst (BND) könne möglicherweise schon vorab Hackernetzwerke infiltrieren und Angriffe verhindern, bevor diese ausgeführt würden, hatte BND-Präsident Bruno Kahl im November 2018 im Bundestag gesagt.

Der Umfrage zufolge fordern zwei Drittel (67 Prozent) der Befragten Investitionen in die Sicherheit kritischer Infrastrukturen, beispielsweise bei Krankenhäusern, der Energieversorgung oder dem öffentlichen Verkehr. Ähnlich viele Nutzer (66 Prozent) befürworten die Gründung eines digitalen Katastrophenschutzes. Fast die Hälfte (44 Prozent) wünscht sich Cyber-Bündnisse mit anderen Staaten, etwa in Form einer Cyber-Nato.

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"Deutschland muss über die Fähigkeiten und Ressourcen verfügen, großangelegten Cyberattacken standhalten zu können", sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. Digitale Gegenangriffe seien aber "mit unkalkulierbaren Risiken verbunden". So lasse sich die genaue Herkunft der Attacken meist nicht eindeutig belegen. Wichtig sei, dass Unternehmen und Behörden im Bereich Cybersicherheit noch besser zusammenarbeiteten.

"Hacker im Staatsauftrag sind die Söldner von morgen", sagte Berg weiter. Im Vergleich zu konventionellen Auseinandersetzungen seien digitale Angriffe für Staaten präziser, kosteten weniger Geld und ließen sich leicht aus dem Verborgenen führen. Das Arsenal reiche dabei von Desinformationskampagnen im Internet bis hin zur Sabotage kritischer Infrastrukturen.

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User_x 13. Feb 2019

Nachtrag: https://t3n.de/news/russland-testet-eigenes-internet-1143656/ die Russen...

Anonymer Nutzer 13. Feb 2019

von den sie die Telefonnummer hatten. das ergebnis ist zu ca. 0,001 % real bzw. fürn arsch.

Megusta 12. Feb 2019

Das ist die Frage, wem treffen wir damit? Wenn der Angriff mit einem Botnetz ausgeführt...

Anonymer Nutzer 12. Feb 2019

Im privaten Bereich kann es ja durchaus Sinn machen, die kleinen Scriptkiddys zu...



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