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Erreichbarkeit im Job: "Meine Notfallnummer stand im firmenweiten Mitarbeiterverzeichnis"

Von "Ich bin ständig erreichbar" bis zur strikten Kein-Diensthandy-nach-Feierabend-Policy ist bei euren Erzählungen alles dabei.
/ Mike Faust
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"Chef, wozu brauche ich ein Diensthandy?" - Chef: "Ich frage nicht ob, sondern welches." (Bild: Pexels / Gylfi Gylfason)
"Chef, wozu brauche ich ein Diensthandy?" - Chef: "Ich frage nicht ob, sondern welches." Bild: Pexels / Gylfi Gylfason
Inhalt
  1. Erreichbarkeit im Job: "Meine Notfallnummer stand im firmenweiten Mitarbeiterverzeichnis"
  2. Festnetztelefone einsparen und nur noch mit Handys arbeiten
  3. Benachrichtigungen, Pop-ups und Sounds müssen deaktiviert werden
  4. Irgendwann wurde der externe Webzugriff gesperrt
  5. Ich antworte auch außerhalb der Arbeitszeit
  6. Man muss die Extrameile gehen
  7. Distanz hilft, Lebensfreude aufrechtzuerhalten

Der Druck durch ständige Erreichbarkeit fällt bei euch sehr unterschiedlich aus. Während die einen überhaupt keine Probleme damit haben, mussten sich andere ihre ungestörten Feierabende, Wochenenden und Urlaube hart erkämpfen.

Spannend ist auch, wie vielfältig die Umstände sind, denen ihr in eurem Berufsalltag ausgesetzt seid. Einige haben weder ein Diensthandy noch die Verpflichtung, ständig erreichbar zu sein.

Andere konfigurieren ihr Smartphone so, dass zu bestimmten Tageszeiten entweder nur die beruflichen oder nur die privaten Anwendungen aktiv sind – ein schöner Trick, um das Diensthandy, das auch privat genutzt werden darf, optimal auszunutzen. Am besten lest ihr aber selbst.

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Wir wünschen euch viel Spaß lesen!

➤ Handynummer mit 2 von 20 direkten Kollegen getauscht. Arbeit ist Arbeit und Feierabend ist Feierabend. Ich bin nach der Arbeit nicht erreichbar. Habe das lernen müssen, nachdem mein 1. Arbeitgeber mich um 19 Uhr anrief und zu einem Kunden schickte, obwohl ich von 7 bis 16 Uhr bereits unterwegs gewesen war. Nach 3 Monaten und weiteren ähnlichen Vorfällen habe ich gekündigt und mache so etwas nicht mehr.

Privat bin ich auch nur nach Lust und Laune erreichbar. 1x am Tag in Facebook, Antworten auf Whatsapp dauern bis zu 1 Tag und Telefon (Handy) liegt oft nicht bei mir und wird überhört und ggf. nach bis zu 4-5 Stunden zurückgerufen. Bin übrigens Millennial und ohne Handy über Schwarz-Weiß-Siemens-Handy bis jetzt zu Smartphones aufgewachsen. Was früher ging (nicht dauerhaft erreichbar sein), muss heute auch noch gehen.

➤ Ich bin seit 25 Jahren bei einem großen Telekommunikationskonzern in Deutschland tätig. Ich trenne private und dienstliche Erreichbarkeit sehr strikt. Ein Beispiel: Über die Jahre bilden sich Bekanntschaften/Freundschaften unter Kollegen, so dass untereinander dienstliche und private Kontaktdaten ausgetauscht werden; so natürlich auch bei mir.

Ich händle das so, dass ich in meinem Adressbuch immer kennzeichne, welche Rufnummer privat und welche dienstlich ist. Ich würde niemals einen Kollegen ohne dessen ausdrückliche Erlaubnis auf seiner privaten Nummer wegen eines dienstlichen Themas anrufen. Auch nicht, wenn ich dessen Vorgesetzter bin (was auch schon vorkam). Ebenso gebe ich private Rufnummern niemals ohne Erlaubnis weiter. Das erwarte ich im Umkehrschluss auch von den Kollegen mir gegenüber. Da verstehe ich keinen Spaß und erwarte, dass sich alle daran halten.

Warum mache ich das so? Der Druck nimmt immer mehr zu. Die Leute stehen permanent unter Strom. Es ist wichtig, nach Feierabend und im Urlaub gedanklich abschalten zu können, um neue Kraft zu sammeln. Das klappt nicht, wenn man ständig befürchten muss, dass die Arbeit anruft. In meinem direkten Umfeld klappt das beschriebene Vorgehen tatsächlich sehr gut.

Generell bin ich nach Feierabend und im Urlaub dienstlich nicht erreichbar. Diensthandy und Dienstlaptop verbleiben in meinem Arbeitszimmer. Das soll aber nicht heißen, dass ich nicht bereit bin, länger oder auch mal außer der Reihe zu arbeiten. Das kommt gelegentlich vor und ist auch ok, solange es im Rahmen bleibt. Habe ich aber offiziell Feierabend gemacht, war es das dann für den Tag und mit der Erreichbarkeit.


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