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Distanz hilft, Lebensfreude aufrechtzuerhalten

➤ Ich bin letztes Jahr knapp am Burn-out vorbeigeschrammt. Eine 10-tägige Krankschreibung hat mir zum Glück Zeit zur Reflexion gegeben. Seither bin ich explizit nur noch erreichbar, wenn das Arbeitsgerät eingeschaltet ist. Diese Distanzierung hilft mir sehr, meine Lebensfreude aufrechtzuerhalten.

➤ Bei mir ist es recht einfach. Ich bin über dienstliche Kanäle außerhalb der Arbeit nicht zu erreichen, und da führt auch kein Weg rein.

➤ Ich bin ständig erreichbar.

➤ Die Kollegen wünschen sich Whatsapp für die private Kommunikation. Da mir die Firma ein Diensthandy stellt, ist das da installiert. Für die Firma ist das ok. Umgekehrt wünscht die Firma für seltene Alarmierungen eine App auch auf meinem privaten Gerät. Dafür muss ich das Diensthandy nicht immer mitführen. Das ist für mich ok. Ich denke, die Kommunikation ist gut getrennt und die Lösung ist fair.

➤ Ziemlich angenehm und praktisch alles. Haben Geschäftsapps auf dem Smartphone (freiwillige Basis). Android unterteilt schön in privat und geschäftlich, und mit definierten Geschäftszeiten erhalte ich nur dann Benachrichtigungen, wenn ich auch wirklich will. Die Apps sind praktisch, um mal schnell was beantworten zu können. Kann mich mental aber auch gut abgrenzen. Für mich eine sehr positive Entwicklung. Social Media hingegen nutze ich gar nicht mehr (außer Youtube).

➤ Hab das nie in großem Umfang gemacht und werde das auch weiter so handhaben. Für den absoluten Notfall wäre ich per privatem Telefon erreichbar. Das ist in den letzten 5 Jahren nie vorgekommen. Alles andere kann warten, bis ich morgens den Laptop anmache. Wenn ich wirklich für den Job ein Telefon benutzen müsste, wäre es definitiv ein Zweithandy mit eigener Nummer, das auch abends ausgemacht wird. Und ich empfehle allen anderen, es genauso zu machen.

➤ In meinem vorherigen Job war das leider an der Tagesordnung. Zwar nicht ganz 24/7, aber es war auch nicht so weit weg davon. Wenn ein Kunde akut was hatte, dauerte es nicht lange, bis mein Telefon klingelte. Egal ob ich gerade im Urlaub, Wochenende oder dem Badezimmer war. Seit Kurzem in einem neuen Job, selbe Tätigkeit, keinerlei Erreichbarkeit gefordert. Feierabend ist Feierabend.

➤ Ich trenne grundsätzlich dienstlich und privat strikt. Habe glücklicherweise sogar die Möglichkeit, mit zwei Schreibtischen zu arbeiten. Dienstliche Mails auf dem privaten Gerät sind vorhanden, aber in einer separaten App (ohne Notifications usw.) und somit verfügbar, aber nur in Notfällen.

Mein Chef weiß das und er meldet sich auf der privaten Nummer auch wirklich nur, wenn die Hütte wirklich brennt. Wenn ich durchgehend erreichbar sein soll, muss die Firma das auch bezahlen. Ansonsten gilt der Tarifvertrag. Mache ich seit fast 15 Jahren so und fahre gut damit. Mein Chef hält sich dran und alle sind glücklich ...

➤ Kommune, wir beiden ITler haben ein eigenes Geschäftshandy, mit Nummer, auf dem das Softphone mit drauf installiert ist. Das schließe ich im Büro ein, wenn ich gehe. Wir beiden ITler haben privat Kontakt, ansonsten bleibt die Arbeit, wo sie ist. Mein AL hat meine private Nummer, wenn doch mal die Stadt gehackt wird oder sonst was ist. Das klappt ganz gut, war aber harte Arbeit, das so zu etablieren. Im vorigen Job wurde mir ein Geschäftshandy mit privater Nutzung gestellt, durchgehende Erreichbarkeit und auch im Urlaub immer die Versuchung, zu sehen, was so passiert. Das wurde mir zu viel.


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