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Digitaler Assistent und KI: Kostenpflichtige Alexa-Funktionen kommen nicht ins Prime-Abo

Dieses Jahr soll es tatsächlich passieren: Eine verbesserte Variante von Alexa wird es nur als kostenpflichtiges Abo geben.
/ Ingo Pakalski
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Amazon will sich Premium-Funktionen in Alexa bezahlen lassen. (Bild: Jakub Porzycki via Reuters Connect)
Amazon will sich Premium-Funktionen in Alexa bezahlen lassen. Bild: Jakub Porzycki via Reuters Connect

Bei Amazon wird intern weiter daran gearbeitet, für Alexa Geld zu verlangen. In diesem Jahr soll Alexa bessere KI-Funktionen erhalten und das will sich Amazon von den Kunden bezahlen lassen. Für die verbesserte Alexa-Version soll eine monatliche Abogebühr anfallen. Die Höhe der Abogebühr sei noch unklar, aber es sei bereits entschieden, die Premium-Alexa-Funktionen nicht in das Prime-Abo (g+) zu integrieren. Das berichtet CNBC(öffnet im neuen Fenster) mit Verweis auf Personen, die mit den Plänen Amazons vertraut sind, aber anonym bleiben wollen.

Bei Alexa Premium würde jede Anfrage von Kunden Kosten in Höhe von 2 US-Cent verursachen, schätzt eine der Quellen. Daher sei intern ein Abopreis von 20 US-Dollar im Gespräch. Eine andere Quelle geht davon aus, dass die monatlichen Abokosten im einstelligen Bereich liegen werden, um andere Angebote preislich zu unterbieten. OpenAI verlangt für die Premiumfunktionen von ChatGPT 20 US-Dollar pro Monat. Amazon lehnte es ab, sich zu den aktuellen Plänen für Alexa zu äußern.

Anfang 2023 erklärte Amazon erstmals offiziell, dass ein Abomodell für Alexa geplant sei. Kurz davor wurden 20.000 Menschen bei Amazon entlassen - auch aus der Alexa-Sparte - es folgten weitere Entlassungen .

Amazon-CEO war von Alexa-Leistung enttäuscht

Alexa war eines der wichtigsten Projekte für Amazon-Gründer Jeff Bezos, der als CEO dafür gesorgt habe, dass die Unternehmenssparte weniger Druck in Bezug auf Umsatz und Gewinn erhalten habe, berichten mehrere Quellen. Das änderte sich sofort, als Andy Jassy zum Amazon-CEO wurde, denn seitdem unterliege Alexa strengen Gewinnvorgaben.

Jassy war von Alexa enttäuscht, als er sich von Alexa die Ergebnisse eines Sportspiels ansagen lassen wollte und keine Antwort erhielt, obwohl die Ergebnisse online zur Verfügung standen. Seit Jahren gibt es bei Alexa keine wesentlichen Verbesserungen - die Zuverlässigkeit bei Antworten und bei der Ausführung von Befehlen lässt noch immer zu wünschen übrig. Noch immer müssen Kunden immer wieder Anfragen anpassen, um die gewünschten Antworten oder Reaktionen zu erhalten.

Viele Millionen verkaufte Alexa-Geräte

Mitarbeiter aus der Alexa-Abteilung halten die Umsetzung der neuen Ausrichtung für schwierig. Sie beschreiben Alexa als tolle Idee, die vielleicht einfach zu früh kam. Denn Amazon kann die Pläne nur umsetzen, wenn das Unternehmen das passende Personal findet. Auch viele andere Firmen sind im KI-Bereich aktiv und könnten Amazon die besten Talente bereits weggeschnappt haben.

Amazon hat nach eigenen Angaben bis 2023 weltweit über 500 Millionen Alexa-fähige Geräte verkauft. Wie viele davon aktiv im Einsatz sind und wie viele Geräte aufgrund der Alexa-Qualität nicht mehr verwendet werden, ist nicht bekannt. Intern setzt Amazon aber darauf, dass die vielen verkauften Alexa-Geräte eine Chance seien, sich im Markt behaupten zu können.


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