Abo
  • Services:

Digitaler Assistent: Microsoft-Patent verlangt besonderes Geflüster

Digitale Assistenten werden bisher kaum in der Öffentlichkeit verwendet. Das will Microsoft mit einem Patent ändern, das spezielles Flüstern erkennt. Das Ziel: Personen in der Nähe sollen die Sprachbefehle nicht belauschen können.

Artikel veröffentlicht am ,
Microsoft will digitale Assistenten in die Öffentlichkeit bringen.
Microsoft will digitale Assistenten in die Öffentlichkeit bringen. (Bild: Josh Edelson/AFP/Getty Images)

Digitale Assistenten werden vor allem in den eigenen vier Wänden oder im Auto verwendet. Hier befindet sich der Nutzer in einem abgeschottetem Bereich. Obwohl viele Kopfhörer und Ohrstöpsel so ausgestattet sind, dass sie die Nutzung eines digitalen Assistenten auf dem Smartphone ermöglichen, werden diese bisher kaum in der Öffentlichkeit genutzt.

Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Microsoft geht davon aus, dass es vielen einfach zu peinlich ist, sich mit digitalen Assistenten in der Öffentlichkeit zu unterhalten. Außerdem gebe es Situationen, in denen der Nutzer eine vorhandene Stille nicht stören möchte. Als Lösung will das Unternehmen Geräte anbieten, mit denen auf besondere Weise gesprochen wird. Microsoft hat ein Patent eingereicht, das am 4. Januar 2019 vom WIPO veröffentlicht wurde. Darin wird beschrieben, wie Geräte eine besondere Art des Flüsterns erkennen sollen.

Das Patent beschreibt, dass der Nutzer mit dem Smartphone, der Smartwatch oder einem anderen tragbaren Geräten flüstert - und zwar auf eine besondere Art und Weise. Beim Flüstern wird nicht aus- sondern eingeatmet. Dadurch soll lautloses Flüstern möglich sein, das von den entsprechenden Geräten trotzdem erkannt wird. Umstehende Personen sollen dieses Flüstern hingegen nicht hören können.

Alles setzt auf das Entgegenkommen des Anwenders

Der Nutzer muss dafür aber den Mund sehr dicht an das betreffende Mikrofon führen. Der Mund darf nur wenige Millimeter vom Mikrofon entfernt sein. Auf größeren Entfernungen würde das Verfahren nicht mehr funktionieren. Für Kopfhörer und Ohrstöpsel ist es also keine Lösung, weil sich die Mikrofone nicht dicht genug am Mund befinden.

Sollte diese Technik in realen Produkten eingesetzt werden, würde es aber bedeuten, dass sich die Nutzer angewöhnen müssen, nicht nur zu flüstern, sondern eben auch auf eine ganz besondere Weise zu flüstern. Jedenfalls dann, wenn das Verfahren ihre Vorzüge ausspielen soll.

Wie üblich bei Patentanmeldungen und auch bei erteilten Patenten, ist auch hier ungewiss, ob das patentierte Verfahren jemals in Produkte oder Dienste integriert wird.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-60%) 7,99€
  2. 36,99€
  3. 32,99€ (erscheint am 15.02.)
  4. 4,99€

daydreamer42 05. Jan 2019 / Themenstart

Nö, sowas mache ich nicht. Ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn ist viel wert. Das macht...

quasides 05. Jan 2019 / Themenstart

und was hindert mich nun daran meinen assitenten zu bitten geflüster niederzuschreiben...

Sander Cohen 05. Jan 2019 / Themenstart

Ob du nun mit deinem Smartphone redest oder mit jemanden telefonierst, macht im Grunde...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Playstation Classic im Vergleichstest - Golem retro_ Spezial

Sonys Mini-Konsole Playstation Classic ist knuffig. In unserem Golem-retro_-Spezial beleuchten wir die Spieleauswahl und Hardware im Detail.

Playstation Classic im Vergleichstest - Golem retro_ Spezial Video aufrufen
Schwerlastverkehr: Oberleitung - aber richtig!
Schwerlastverkehr
Oberleitung - aber richtig!

Der Schwerlast- und Lieferverkehr soll stärker elektrifiziert werden. Dafür sollen kilometerweise Oberleitungen entstehen. Dass Geld auf diese Weise in LKW statt in die Bahn zu stecken, ist aber völlig irrsinnig!
Ein IMHO von Sebastian Grüner

  1. Ducati-Chef Die Zukunft des Motorrads ist elektrisch
  2. Softwarefehler Lime-Tretroller werfen Fahrer ab
  3. Hyundai Das Elektroauto soll automatisiert parken und laden

Datenschutz: Nie da gewesene Kontrollmacht für staatliche Stellen
Datenschutz
"Nie da gewesene Kontrollmacht für staatliche Stellen"

Zur G20-Fahndung nutzt Hamburgs Polizei eine Software, die Gesichter von Hunderttausenden speichert. Schluss damit, sagt der Datenschutzbeauftragte - und wird ignoriert.
Ein Interview von Oliver Hollenstein

  1. Brexit-Abstimmung IT-Wirtschaft warnt vor Datenchaos in Europa
  2. Österreich Post handelt mit politischen Einstellungen
  3. Digitalisierung Bär stößt Debatte um Datenschutz im Gesundheitswesen an

IT-Jobs: Ein Jahr als Freelancer
IT-Jobs
Ein Jahr als Freelancer

Sicher träumen nicht wenige festangestellte Entwickler, Programmierer und andere ITler davon, sich selbstständig zu machen. Unser Autor hat vor einem Jahr den Schritt ins Vollzeit-Freelancertum gewagt und bilanziert: Vieles an der Selbstständigkeit ist gut, aber nicht alles. Und: Die Freiheit des Freelancers ist relativ.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Job-Porträt Cyber-Detektiv "Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"
  2. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp
  3. IT-Jobs "Jedes Unternehmen kann es besser machen"

    •  /