Digitaler Assistent: Amazons Alexa erhält Stimmenerkennung

Alexa kann Nutzer künftig anhand der Stimme erkennen. Abhängig von der Stimme wird automatisch das passende Profil aktiviert, und Alexa verhält sich bei jedem Anwender etwas anders. Einige wichtige Alexa-Funktionen berücksichtigen die Stimmenerkennung leider noch nicht.

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Amazons Alexa kann nun zwischen Stimmen unterscheiden.
Amazons Alexa kann nun zwischen Stimmen unterscheiden. (Bild: Amazon/Screenshot: Golem.de)

Amazon erweitert die Möglichkeiten des digitalen Assistenten Alexa - vorerst jedoch nur in den USA. Künftig kann Alexa zwischen unterschiedlichen Stimmen im Haushalt unterscheiden. Abhängig vom Nutzer gibt Alexa dann andere Antworten. Das manuelle Umschalten zwischen Haushaltsprofilen entfällt damit. Für die neuen Möglichkeiten müsse Alexa zunächst angelernt werden, heißt es in einem Bericht von AFTVNews.

Am Anfang steht das Training

Für eine sinnvolle Nutzung der Stimmenunterscheidung sollte Alexa von allen Mitgliedern im Haushalt das Stimmenprofil lernen. Das Anlernen der Stimme erfolgt über die Alexa-App: Darüber wird der Nutzer aufgefordert, zehn Textpassagen laut vorzulesen. Dafür kann er zuvor einen Echo-Lautsprecher im Haushalt auswählen, mit dem das Training durchgeführt wird.

Sollten sich weitere Echo-Lautsprecher in Hörweite befinden, empfiehlt es sich, deren Mikrofone beim Stimmentraining abzuschalten, denn die Textpassagen bestehen aus typischen Alexa-Befehlen und würden diese dann entsprechend aktivieren, was nicht gewünscht ist. Anhand der gesprochenen Texte wird ein Stimmenprofil angelegt, und Amazon kann den Nutzer künftig daran erkennen.

"Alexa, wer bin ich?"

Nach der Trainingsphase dauert es 15 bis 20 Minuten, bis die Funktion aktiv ist. Ob die Funktion bereit steht, kann erfragt werden: "Alexa, wer bin ich?" liefert dann die passende Antwort. Weitere Stimmen können mit dem Hauptkonto trainiert werden, oder einer anderen Stimme kann ein weiteres Amazon-Konto zugeordnet werden.

Die Stimmenerkennung kommt derzeit nur für einen Teil der Alexa-Funktionen zum Einsatz. Dazu gehören die Anruf- und Benachrichtigungsfunktionen, das Familienabo von Amazon Music Unlimited, die Einkaufsfunktionen und die tägliche Zusammenfassung. Bei den Musikfunktionen werden die Vorlieben des jeweiligen Nutzers berücksichtigt. Beim Einkaufen mit der Sprache verschwindet eine Pin-Abfrage, die Identifizierung des Käufers erfolgt dann über dessen Stimme.

Wichtige Alexa-Funktionen noch ohne Stimmenerkennungen

Amazon wolle schrittweise weitere Funktionen mit der Stimmenerkennung verknüpfen und diese in den kommenden Monaten freischalten, berichtet The Verge. So wären personenbezogene Einkaufs- oder Aufgabenlisten eine Verbesserung. Hilfreich wäre es auch, wenn für jedes Sprachprofil bei Bedarf ein anderer Kalender verwendet würde, dann erführe der Nutzer nur die für ihn relevanten Termine. Ob genau diese Funktionen kommen werden, ist noch nicht bekannt.

Die Stimmenerkennung wird nur für Echo-Lautsprecher angeboten, die per Zuruf mit einem Signalwort aktiviert werden. Nicht unterstützt werden Geräte, bei denen Alexa mit einem Knopfdruck aktiviert wird. Dazu gehören die Fire-TV-Geräte, aber auch ältere Fire-Tablets, sobald das entsprechende Alexa-Update in Deutschland verfügbar ist. Einen Termin hat Amazon dafür noch nicht genannt.

Vorerst wird die neue Funktion wohl nur in den USA verteilt. Noch gibt es keine Information dazu, wann die Neuerung in Deutschland zur Verfügung stehen wird.

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Christian72D 13. Okt 2017

Sorry, aber wenn es dir zu kompliziert ist, dir den NAMEN vom Skill zu merken... wie...

Christian72D 13. Okt 2017

Von nix ne Ahnung, aber davon ganz viel? :( Also: den "Klotz" muß niemand mit schleppen...

amagol 12. Okt 2017

"Hey Google" geht auch. Aber ich verstehe worauf du hinaus willst - jeder andere...

thedesx 12. Okt 2017

Schön wäre es, wenn man für jedes Haushaltsmitglied das jeweilige Spotify-Konto...



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