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Digitale Zombies: Wie Perry Rhodan vor exzessivem Medienkonsum warnte

Mediensüchtige Außerirdische, sinnlose Spielereien: Was in den sechziger Jahren bei Perry Rhodan Fernsehkritik war, klingt heute wie Kritik an unserem Medienkonsum.
/ Marius Pieruschka
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Die Medienkritik der 60er Jahre gilt auch heute noch. (Bild: Pixabay)
Die Medienkritik der 60er Jahre gilt auch heute noch. Bild: Pixabay / Pixabay-Lizenz

Am Beginn der erfolgreichen Perry-Rhodan-Reihe trifft Perry Rhodan auf das technisch hoch entwickelte Volk der Arkoniden mit der arroganten Anführerin Thora und dem Wissenschaftler Crest. Doch von dem intelligenten Volk ist nicht viel geblieben: Rhodan begegnet digitalen Zombies, die einem Simulatorspiel verfallen sind. Sie verbringen Stunden damit, über ihre Gedanken abstrakte Formen auf den Bildschirm zu bringen.

Als das erste Perry-Rhodan-Heft herauskam, war es September 1961, die Reihe wurde zu einem unerwartet großen Erfolg und wird bis heute fortgeführt. Im August 2025 erschien Heft 3340(öffnet im neuen Fenster). In den 60ern dienten Simulatorspiele und "Fiktiv-Bildschirme" den Autoren wie K. H. Scheer und Kurt Mahr als Kritik an der immer weiteren Verbreitung des Fernsehens in Deutschland. Aus heutiger Sicht denkt man bei vielen ihrer Beschreibungen an die Folgen heutiger exzessiver Mediennutzung.

Wie prophetisch waren die Autoren der frühen Perry-Rhodan-Hefte bei ihrer Kritik am Medienkonsum? Und wie kritisch ist unser heutiger Umgang mit dem Smartphone wirklich?

Arkoniden, die auf Bildschirme starren

Perry Rhodan stößt bei einer Mondmission (Silberband 1) auf ein havariertes Raumschiff der Arkoniden. Das Kugelschiff ist bereits seit vier Monaten gestrandet. Es fehlt der menschenähnlichen Rasse aber nicht an technischen Mitteln, das Raumschiff wieder flugfähig zu machen, sondern an Entschlusskraft.

Perry Rhodan und sein Begleiter Reginald Bull nehmen Kontakt mit den Arkoniden auf und betreten das Raumschiff. Sofort fallen ihnen die teilnahmslosen Besatzungsmitglieder in der Kommandozentrale auf:

"Niemals zuvor hatte Rhodan ein derart lethargisches Benehmen beobachtet. Die Leute waren so interesselos und apathisch, (...). Sie lagen auf ihren breiten, flachen Liegen und stierten verklärt auf die ovalen Bildschirme irgendwelcher Geräte."

Auf die Frage, was die Arkoniden da machten, antwortet der Wissenschaftler Crest: "Das übliche Simulatorspiel. Es ist an unserem geistigen Untergang maßgeblich beteiligt. Milliarden Arkoniden liegen täglich vor den Schirmen." Dieser beständige Konsum führe zum "einem allmählichen Erschlaffen der Willenskraft. Man wird gleichgültig gegen alles. Nichts regt auf, nichts interessiert."

Immer neue Inhalte – die Rolle der Content-Produzenten

Dabei befindet sich das gestrandete Raumschiff eigentlich auf einer wissenschaftlichen Mission und soll ein Heilmittel gegen Crests Krankheit finden. An Mitteln fehlt es den Arkoniden dabei nicht:"Wir haben genügend Medikamente an Bord (...). Es wären Untersuchungen und Forschungen notwendig. Da sie aber Zeit und intensive Arbeit erfordern, geht es einfach nicht. Es sind bedeutende Künstler an Bord, die laufend neue Fiktiv-Werke erschaffen."

Diese Werke gehen vor, das macht Crest an einer anderen Stelle in Silberband 1 klar. Denn die Arkoniden verlangen nach immer neuen Inhalten.

Wenn Medien langweilen

Der Fiktiv-Bildschirm wird auch in einem anderen Band thematisiert: In Silberband 5 wird Sergh von Teffron als dekadenter Administrator eines Kolonialplaneten charakterisiert, der auf seinem Luxuslager träge vor einem solchen Gerät liegt. Er zeigt sich verärgert, dass er mit seinen gelangweilten Gedanken nur erbärmliche Formen auf den Bildschirm zaubert: "Langeweile und mangelnde Konzentration erzeugten zusammen ein eintöniges, stumpfes Grün."

Am liebsten diskutiert Sergh mit seinem Untergebenen Gorn über belanglose Fragen wie die, welche Formen wohl auf dem Bildschirm erschienen, wenn man eine Blume oder ein exotisches Tier mit dem Simulator-Spiel verbinden würde.

Lange Bildschirmzeiten, das Verlangen nach immer neuen Content und die Langweile über Inhalte, die Konsumenten nicht mehr reizen können, erinnern an die heutige Diskussion um eine ausufernde Nutzung digitaler Medien – auch wenn es damals um das Fernsehen ging.

Frühe Fernsehkritik – der Mensch als Masseneremit

In den 1960er Jahren gab es in immer mehr deutschen Haushalten Fernsehapparate(öffnet im neuen Fenster). Ende 1960 wurden 3,4 Millionen angemeldete Fernsehteilnehmer registriert. Der Großteil der Bundesbürger erwarb einen Apparat zur Unterhaltung, nur ein kleiner Teil wollte über das Programm am Zeitgeschehen teilhaben.

In der sechsstündigen Sendezeit in den Jahren 1959 und 1960 dominierten Fernsehspiel, Unterhaltungs- und Sportsendungen, Informationsformate nahmen ein Fünftel des Programms ein. Für Sendungen mit populären Schauspielern und Moderatoren wie Hans-Joachim Kulenkampff wurden in den Abendstunden besonders hohe Einschaltquoten vermeldet.

Kritik am Fernseher wurde aber schon in den fünfziger Jahren laut. Der Philosoph Günther Anders(öffnet im neuen Fenster) sprach davon, dass der Fernsehapparat den Menschen zum "Masseneremiten" mache.

Er sah es kritisch, dass durch den Rundfunk die Welt zu uns komme statt wir zur Welt. Fernsehbilder beschrieb er als Phantome, sie schienen gegenwärtig und seien doch abwesend. In den sechziger Jahren gab es im Spiegel eine Rubrik Abendgrauen(öffnet im neuen Fenster) für TV-Kritik und Kritik an Programmdirektoren.

1963 zeigte der Süddeutsche Rundfunk die Dokumentation Fernsehfieber(öffnet im neuen Fenster). Zu dieser Zeit verbrachten zwischen 13 und 14 Millionen Bundesbürgern ihre Abende vor dem Fernseher. Einzelne Unterhaltungsprogramme wie Krimis waren so beliebt, dass sie Einschaltquoten von fast 90 Prozent erreichten. Auch Fernsehfieber sprach von Illusionen durch das Fernsehen, wenn Zuschauer etwa bei einer Fußballübertragung das Gefühl bekämen, dabei zu sein.

Der Fernseher als weites Ödland

Eine der schärfsten Kritiken am Fernsehen lieferte Newton N. Minow, Chef der Federal Communications Commission (FCC), vor der National Association of Broadcasters in Washington, D.C. am 9. Mai 1961. In seiner Vast-Wasteland-Rede(öffnet im neuen Fenster) beklagte er die mangelnde Qualität des Rundfunks, bei dem Unterhaltung und Sensationsnachrichten im Vordergrund stünden.

Er forderte die Verbraucher auf, mal einen ganzen Tag fernzusehen: "Sie werden Spielshows, ähnlich gestrickte Komödien über total unglaubwürdige Familien, Blut und Donner, Chaos, Gewalt, Sadismus, Morde, gute Cowboys, schlechte Cowboys, Privatdetektive, Gangster, noch mehr Gewalt und Trickfilme sehen." (Zitiert über Journal 21(öffnet im neuen Fenster))

Der Großteil des Programms würde die Zuschauer langweilen und sie würden bereits nach einem Tag merken, dass Fernsehen ein "weites Ödland" ("vast wasteland") sei. Zugleich beklagte Minow in seiner Rede, dass das US-amerikanische Fernsehen es verpasse, ein Bildungsprogramm für Kinder anzubieten.

Sechs bis sieben Stunden Mediennutzung täglich

Es gibt eine Vielzahl von Studien zu Bildschirmzeiten und Mediennutzung. Um verlässliche Zahlen zu gewinnen, wie häufig Verbraucher Medien konsumieren, ist es sinnvoll, mehrere Studien zu vergleichen. In der ARD/ZDF-Medienstudie von 2024(öffnet im neuen Fenster) wurden 2.500 deutschsprachige Bürger ab 14 Jahren zu ihrer Mediennutzung befragt.

2024 lag der Medienkonsum der Bundesbürger demnach bei durchschnittlich 384 Minuten pro Tag, dazu gehören lineare (zum Beispiel Fernseher oder Radio) und non-lineare Nutzung (zum Beispiel Streaming). 384 Minuten sind etwa 6,5 Stunden, 2023 waren es noch 28 Minuten mehr. Die Studie untersuchte den Konsum von Video-, Audio- und Printmedien – Verbraucher blicken also nicht zwangsläufig sechseinhalb Stunden auf einen Bildschirm.

Die OECD-Studie How's Life for Children in Digital Age? aus dem Jahr 2025 wirft einen Blick auf das Konsumverhalten von Jugendlichen in verschiedenen Ländern. Fast drei Viertel der deutschen Jugendlichen im Alter von 15 Jahren verbringen etwa 48 Stunden in der Woche, also knapp sieben Stunden pro Tag,(öffnet im neuen Fenster) mit digitalen Medien – um zu lernen und sich zu unterhalten. Mehr als zwei Stunden dienen dem Vergnügen. Deutsche Jugendliche befinden sich damit über dem OECD-Durchschnitt(öffnet im neuen Fenster).

Smartphones beliebter als TV

Eine aktuelle Studie von Touchpoints Survey mit 6.414 Befragten über 15 Jahren(öffnet im neuen Fenster) zeigt, dass Verbraucher in Großbritannien auf eine tägliche Bildschirmzeit von 7,5 Stunden kommen (Smartphones, Laptops, Tablets, Konsolen und TV-Geräte). Der Großteil der Bildschirmzeit entfällt auf Smartphone (3 Stunden, 21 Minuten) und Fernseher (3 Stunden, 16 Minuten).

Mobile Geräte werden vor allem für Social Media und das Versenden von Nachrichten genutzt (49 Prozent). Nachrichten (3 Prozent) und die Suche nach Informationen (2 Prozent) spielen nur eine untergeordnete Rolle. Dazu zeigt die Studie, dass Smartphones die Menschen von etwa 5 Uhr morgens bis nach 20 Uhr begleiten. Verbraucher in Großbritannien nutzen ihr Smartphone wenigstens einmal in einem Zeitraum von 30 Minuten.

So unterschiedlich die Studien sind: Sie zeigen die Realität mit einer täglichen Mediennutzung zwischen 6 und 7 Stunden täglich, wobei sich bei der Smartphone-Nutzung die Tendenz zeigt, ständig online sein zu wollen.

Das Smartphone als Produktivitätskiller

In den frühen Perry-Rhodan-Bänden wird die Mediennutzung überspitzt. Die Arkoniden sind den Fiktiv-Bildschirmen so verfallen, dass sie ihre Arbeit vernachlässigen. Crest stellt Rhodan zu Beginn die aktiven Mitglieder der Schiffsbesatzung vor: "Rhodan hatte allerdings mehr den Eindruck, als sehnten sie sich nach dem nächsten Fiktiv-Programm. Sie schienen nur an die Simulator-Schirme zu denken."

Die Autoren deuten hier eine Entwicklung an: Schon seit Längerem wird die Frage untersucht, wie sich immer griffbereite Smartphones auf die Produktivität auswirken. Eine Studie der Universität Ulm(öffnet im neuen Fenster) aus dem Jahr 2016 mit 262 Teilnehmern analysierte den Umgang mit dem Smartphone am Arbeitsplatz.

Die Teilnehmer sollten anhand eines Fragebogens erläutern, wie hoch ihre Affinität zum Smartphone war und wie sich die Nutzung des Handys auf ihre Produktivität am Arbeitsplatz auswirkte. Es zeigte sich, dass Studienteilnehmer mit einem hohen SAS-Wert (Smartphone Addiction Scale) negative Folgen bei der Tagesleistung zeigten.

Die längste Periode ohne Arbeitsunterbrechung durch das Handy lag laut Studie im Durchschnitt bei fast zweieinhalb Stunden. Der Verlust an Arbeitszeit durch das Smartphone wurde von den Teilnehmern auf etwas weniger als zwei Stunden pro Arbeitswoche geschätzt.

Problematik von Studien zur Handynutzung

Die Studie der Universität Ulm zeigt zugleich die Problematik solcher Untersuchungen: Die Teilnehmer mussten selbst angeben, wie häufig sie täglich zum Smartphone greifen. Nutzer neigen dabei dazu, ihre Smartphone-Nutzung als geringer einzustufen, als sie in Wirklichkeit ist.

Eine weitere Studie, Private Smartphone Use During Worktime, von Derks et al.(öffnet im neuen Fenster) aus dem Jahr 2021 mit 67 Teilnehmern zeigt, dass Unterbrechungen mit dem Handy dazu führen, dass Menschen ihre Tagesziele nicht erreichen und sich am Ende des Tages durch die Handynutzung erschöpft zeigten. Auch hier machten die Nutzer eigene Angaben.

Es ist schwierig, verlässliche Zahlen zu finden, wie oft Nutzer ihr Smartphone am Tag entsperren. Die Welt(öffnet im neuen Fenster) beruft sich zum Beispiel auf eine Studie der Universität Bonn aus dem Jahr 2015, die von 88 Entsperrungen am Tag spricht. Im Internet kursieren Zahlen zwischen 40 bis 110 Entsperrungen am Tag, im Regelfall basieren diese Statistiken auf Umfragen unter Nutzern.

Unterbrechungen sind fatal für die Konzentration

Dabei wirken sich schon kurze Unterbrechungen mit dem Smartphone auf die Konzentration aus. Im Sage Journal(öffnet im neuen Fenster) wurde im August 2023 eine Studie von Siebers et al. veröffentlicht, die Auswirkungen einer fragmentierten und anhaltenden Smartphone-Nutzung untersuchte. 160 Jugendliche sollten ihre Smartphone-Nutzung über eine Woche protokollieren.

77 Prozent der Jugendlichen zeigten eine erhöhte Ablenkung durch Smartphone-Nutzung mit vielen kurzen Unterbrechungen; diejenigen, die lange am Smartphone verweilten, schoben vermehrt Aufgaben auf.

Viele der Erkenntnisse sind nicht neu. Der Bereich der Interruption Science untersucht bereits länger, wie sich Unterbrechungen wie ein Anruf oder eine E-Mail auf den Arbeitsfluss auswirken. Jede Unterbrechung bringt Menschen bei der Arbeit aus dem Fluss und reduziert die Effektivität. Mit dem Smartphone gewinnt das eine neue Qualität.

Smartphone-Verbot? Nutzer weichen auf andere Geräte aus

Angesichts dieser intensiven Nutzung werden auch immer wieder Forderungen nach einem Handyverbot am Arbeitsplatz oder an Schulen laut. Doch ein solches Verbot führt nicht zwangsläufig zu einem Erfolg, solange Nutzer auf andere Geräte ausweichen können. Das Fachjournal Frontiers berichtete im März 2025 über eine Studie mit dem Titel When the phone's away, people use their computer to play(öffnet im neuen Fenster).

Hier wurde 22 Teilnehmern an einem Computerarbeitsplatz das Smartphone entzogen. Es zeigte sich aber, dass die Versuchspersonen den Computer zum Arbeiten, aber auch für nicht arbeitsbezogene Aktivitäten nutzten. Die insgesamt für Arbeit und Freizeit aufgewendete Zeit blieb auch ohne Smartphone gleich.

Diese Untersuchung zeigt, wie problematisch eine Verzahnung von Arbeit und Freizeit sein kann – und auch, dass Menschen den Hang haben, sich von Medien ablenken zu lassen.

Handyverbot an deutschen Schulen

Die Smartphone-Regeln an deutschen Schulen sind je nach Bundesland unterschiedlich. In Bremen sind seit dem 1. Juni 2025 Privathandys an Grundschulen und weiterführenden Schulen verboten.

In Hessen geht man noch einen Schritt weiter: Seit dem Schuljahr 2025/2026 ist nicht nur die private Smartphone-Nutzung verboten, auch der Einsatz von Laptops und Tablets für Unterrichtszwecke ist nur in Ausnahmefällen möglich. Für einige Kritiker wie Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder sind die Regelungen zu streng, digitale Medien gehörten zu einem zeitgemäßen Unterricht.

In Hessen handelten die Verantwortlichen im Sinne der Unesco: Die Organisation warnte schon 2023 politische Entscheidungsträger "vor einer unreflektierten Umarmung der digitalen Technologie". Man solle auf Smartphones, Tablets und Laptops im Klassenzimmer zum Lernen verzichten und die soziale Interaktion in den Vordergrund stellen.

Einzelne Länder wie Schweden und Dänemark vollziehen an den Schulen aktuell einen radikalen Wandel. Im Rahmen einer De-Digitalisierung im skandinavischen Bildungssystem greifen die Lehrer wieder zu traditionellen Lehrmitteln wie gedruckten Büchern und weniger zu Laptops.

Wird der Mensch mit dem Smartphone zum Masseneremiten?

Wenn es um die Einschränkung der Smartphone-Nutzung oder ein generelles Verbot von Smartphones oder weiteren digitalen Geräten geht, sind die Argumente immer gleich: Smartphones lenkten Nutzer ab, was zur Vernachlässigung wichtiger Aufgaben und uneffektivem Arbeiten führen könne. Kinder und Jugendlichen würden im Lernprozess gestört. Besonders häufig wird argumentiert, dass durch eine stetige Handynutzung soziale Kontakte eingeschränkt würden.

Bereits die Autoren der frühen Perry-Rhodan-Hefte haben erkannt, dass eine starke Fixierung auf Unterhaltungsmedien zur Isolation führen kann. Crest deutet gegenüber Rhodan an, dass sich die einzelnen Mitglieder auf dem Raumschiff isolieren. "Es sind nur fünfzig Leute an Bord. Ich sehe sie sehr selten, denn die meiste Zeit liegen sie verzückt vor den Fiktiv-Schirmen." Man fühlt sich an den Begriff des "Masseneremiten" von Günther Anders erinnert.

Die Aussagen von Autoren wie K. H. Scheer und Kurt Mahr können nicht eins zu eins auf das Smartphone übertragen werden. Sie waren eine überspitze Kritik am Fernsehen der sechziger Jahre – jedoch gleichzeitig eine Warnung, wohin exzessive Mediennutzung führen kann.


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