Digitale Währung: Mehrere Kryptominer verlassen China

Die chinesische Regierung will das Kryptomining in China regulieren. Erste Unternehmen haben daraus Konsequenzen gezogen.

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Große Halle des Volkes in Peking (Symbolbild):  Sorgen um Klimaziele, Anlegerschutz und Geldwäsche
Große Halle des Volkes in Peking (Symbolbild): Sorgen um Klimaziele, Anlegerschutz und Geldwäsche (Bild: Feng Li/Getty Images)

Mehrere Krytomining-Unternehmen stellen ihre Tätigkeit in China zum Teil oder vollständig ein. Damit reagieren sie auf Maßnahmen der chinesischen Regierung gegen Kryptowährungen, wie die britische Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Das Unternehmen Huobi Mall, das Kryptowährungen erzeugt und die Kryptowährungsbörse Huobi betreibt, sowie das Mining-Unternehmen BTC.TOP haben angekündigt, ihre Aktivitäten in China zu beenden. Der Kryptominer Hashcow will laut dem Reutersbericht keine neue Mining-Hardware in China mehr anschaffen.

Grund ist die Ankündigung der Regierung, härter gegen die Herstellung von Kryptowährungen vorzugehen. Am 21. Mai 2021 hatte ein Ausschuss des Staatsrates dieses Vorhaben noch einmal bekräftigt. Das löste einen starken Kursrutsch der Kryptowährung Bitcoin aus.

Das meiste Kryptogeld wird in China erzeugt

Ein Großteil der digitalen Währungen wird derzeit in China erzeugt. Die Rechenoperationen, die für das Erzeugen von Bitcoins und für Transaktionen benötigt werden, sind sehr aufwendig. Aktuell liegt der Energieaufwand für Bitcoin laut dem Bitcoin Electricity Consumption Index der Universität Cambridge bei gut 113 Terawattstunden im Jahr, mehr als die Niederlande im ganzen Jahr verbrauchen.

Das Kryptomining hat laut einer aktuellen Studie starke Auswirkungen auf die Umwelt, da Strom in China oft noch durch die Verbrennung von Kohle erzeugt wird. China will bis zum Jahr 2060 Kohlendioxid-neutral werden. Dieses Ziel werde sich kaum, erreichen lassen, wenn die Regierung keine Vorschriften zur Reduzierung der Emissionen aus dem Bitcoin-Mining erlasse, sagte einer der Autoren der Studie.

Es geht der Regierung in Peking aber nicht nur um den Umweltschutz. Sie will zudem den spekulativen Handel mit den Kryptowährungen eindämmen. Regierungen und Aufsichtsbehörden machen sich zunehmend Sorgen um Anlegerschutz und Geldwäsche.

BTC.TOP geht davon aus, dass sich das Kryptomining künftig nach Europa und in die USA verlagern wird. Allerdings gibt es auch dort schon Bemühungen zu Regulierung.

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