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Digitale Währung: EZB testet digitalen Euro mit Amazon

Unter anderem Amazon ist Teil eines Tests der europäischen Zentralbank, wie ein digitaler Euro im Alltag verwendet werden könnte.
/ Tobias Költzsch
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Den Euro soll es auch als digitale Währung geben. (Bild: Pixabay)
Den Euro soll es auch als digitale Währung geben. Bild: Pixabay / Pixabay-Lizenz

Die Europäische Zentralbank (EZB) untersucht zusammen mit fünf Unternehmen potenzielle Nutzungsszenarien eines digitalen Euros. Seit Oktober 2021 läuft eine zweijährige Untersuchungsphase, in der die EZB herausfinden will, wie der digitale Euro in der Praxis aussehen soll.

Der neue Test läuft in Zusammenarbeit mit Amazon, der spanischen Caixa-Bank, der französischen Bezahlplattform Worldline, der italienischen Bank Nexi und der European Payments Initiative (EPI). Die EPI ist ein Zusammenschluss aus 31 Banken und Kreditinstituten. Wie die EZB in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) erklärte, wird sich jeder Teilnehmer des Tests auf ein bestimmtes Nutzungsszenario konzentrieren.

Bei Amazon sind dies E-Commerce-Zahlungen, die Caixa-Bank beispielsweise soll sich auf Peer-to-Peer-Onlinezahlungen konzentrieren. Die fünf Unternehmen wurden aus insgesamt 54 ausgewählt und sollen konkrete Transaktionen simulieren. Laut der EZB ist nicht konkret geplant, die entwickelten Prototypen, also beispielsweise Apps, anschließend tatsächlich im System des digitalen Euro zu verwenden.

Test ist Teil von zweijähriger Untersuchungsphase

Der Prototyp-Test ist laut EZB ein wichtiger Teil der im Oktober 2021 gestarteten zweijährigen Untersuchungsphase zum digitalen Euro. Der Test soll im ersten Quartal 2023 abgeschlossen sein, anschließend will die EZB die Ergebnisse veröffentlichen.

Die Einführung eines digitalen Euro wurde 2021 bekanntgegeben , allerdings noch ohne konkrete Pläne. Im Rahmen von Untersuchungen und Tests wie dem jetzigen soll die digitale Währung entwickelt werden, die eine Alternative für Zahlungen mit Kryptowährungen sein soll. Im ursprünglichen Bericht wird eine Einführung in frühestens fünf Jahren erwähnt, also ab 2026.


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