Digitale Unabhängigkeit: Die Nextcloud für den Rest von uns?
Inhalt
Diesen Artikel wollte ich eigentlich schon im Jahr 2024 schreiben – bevor die digitale Unabhängigkeit zu einem allerseits relevanten Thema wurde. Jetzt scheint es mir umso wichtiger, von meinen Erfahrungen zu berichten und vielleicht einen Anstoß zu geben, es besser zu machen.
Zunächst: Ich bin kein ITler, ich habe lediglich etwas Ahnung von Technik. Die Cloud war bei mir jahrelang aufgespalten: Google Photos und Drive für private Bilder, Dokumente, Kalender und Mail, Adobe Creative Cloud für meine Arbeit.
Beides ist einfach zu handhaben und komfortabel. Bis Adobe beschloss, seinen Cloudspeicher abzuschalten. Ich sprach auf einer Veranstaltung mit einem Konzernmitarbeiter über die Gründe für diese Entscheidung. Er sagte mir, dass ich einer von sehr wenigen Nutzern sei, die diese Dienstleistung überhaupt noch in Anspruch nähmen. Es sei wirtschaftlich nicht sinnvoll, den Cloudspeicher auf diese Weise weiterzubetreiben.
Weg von Adobe und Google – aber wohin?
Na gut, dachte ich mir, dann schaue ich mich eben woanders um. Und weil ich nun schon einmal dabei war, kam mir die Idee, mich auch von Google unabhängiger zu machen. Dort konnte ich nur noch kleinere Versionen meiner Fotos hochladen, wenn ich mich nicht ganz und gar dem Ökosystem – und damit einem Abo – verschreiben wollte.
Mein Vorteil: Ich habe Webspace bei einem dänischen Anbieter, den ich bezahle, aber nicht nutze: 100 GB sind noch frei. Mein Nachteil: Ich habe keinen blassen Schimmer von Administration. Abgesehen von einem eher halbherzigen Versuch, Daten automatisiert per FTP zu einer an meiner Fritzbox angeschlossenen SSD hochzuladen, habe ich so was noch nie gemacht.
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