Digitale Souveränität: Airbus bereitet Wechsel zu europäischer Cloud vor

Der europäische Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern Airbus SE will mit seinen unternehmenskritischen Anwendungen zu einem souveränen europäischen Cloudanbieter wechseln.
Was ist passiert? – Zugang zu neuer Software
Wie The Register exklusiv berichtet(öffnet im neuen Fenster) , möchte Airbus wichtige On-Premise-Anwendungen wie ERP-Systeme (Enterprise Ressource Planning), Manufacturing-Execution-Systeme (MES), CRM-Systeme (Customer Relationship Management) und PLM-Systeme (Product Lifecycle Management) in die Cloud verlagern.
Catherine Jestin, Executive Vice President Digital bei Airbus, sagte The Register: "Ich benötige eine souveräne Cloud, da ein Teil der Informationen aus nationaler und europäischer Sicht äußerst sensibel ist." Der Hauptgrund für die Entscheidung sei die Verfügbarkeit neuer Software, heißt es weiter.
Wie geht es weiter? – Ausschreibung startet im Januar 2026
Die Ausschreibung von Airbus soll im Januar 2026 beginnen und eine Entscheidung bis zum Sommer 2026 getroffen werden. Der Wert des Auftrags wird auf 50 Millionen Euro geschätzt und die Ausführung auf einen Zeitraum von zehn Jahren angelegt.
Jestin bezweifelt The Register zufolge allerdings, dass europäische Cloudanbieter über ausreichend Kapazitäten verfügen.
Warum ist das wichtig? – US-Cloudanbieter gelten zunehmend als unsicher
US-amerikanische Anbieter wie Google, AWS und Microsoft gelten zunehmend als unsicher, da sie nicht gewährleisten können, dass US-Behörden keinen Zugriff auf Daten europäischer Kunden erlangen .
Wie schwer es ist, sich von US-Konzernen zu lösen, musste Airbus bereits mit der Umstellung von Microsoft Office auf Google Workspace feststellen, die nach sieben Jahren immer noch nicht abgeschlossen ist.
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