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Wie bei Amazon: Bewertungssysteme für Darknet-Händler
Wie bei Amazon: Bewertungssysteme für Darknet-Händler (Bild: Eric Feferberg/AFP/Getty Images)

Grenzen durch Produktpolitiken, Einigkeit gegen Kinderpornographie

Jeder Marktplatz hat sich auch eine eigene Produktpolitik gegeben: Die schwarze Liste nicht akzeptierter Geschäfte auf dem Kryptomarkt "Hansa Market" zum Beispiel umfasst unter anderem Kinderpornografie, Waffen, Gift, Auftragsmorde, menschliche Organe und lebende Tiere. Alphabay, der aktuelle Platzhirsch unter den Darknet-Märkten, verbietet neben Kinderpornografie das Inserieren von Auftragsmorden und Prostitution.

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Bei der Frage nach den moralischen Implikationen ihres Geschäfts verweisen die Betreiber auf eine jeweils eigene Ethik. Der Administrator von Alphabay etwa sagt auf Anfrage, dass jeder für sein eigenes Tun verantwortlich sei. Zudem bedeute illegales Handeln nicht immer auch verwerfliches: "Kinderpornografie und Auftragsmorde sind unmoralisch, deswegen gestatten wir sie auf unserem Marktplatz nicht. Bei Drogen ist jeder für seinen eigenen Körper verantwortlich und gibt selbst seine Einwilligung, bevor er sie nutzt. Und bei den meisten Betrugsfällen tragen Banken die Verluste, und Banken zu bestehlen, ist nicht wirklich unmoralisch."

Beim Umgang mit Waffen unterscheiden sich die Produktpolitiken der einzelnen Marktplätze. Auf Alphabay beispielsweise dürfen sie verkauft werden, auf Hansa Market nicht. Bei einem Thema jedoch sind sich Darknet-Unternehmer und -Aktivisten einig: der Ächtung von Kinderpornografie.

Gut und Böse anders verteilt

"Leider bietet die Anonymität des Tor-Netzwerks auch Pädophilen einen sicheren Hafen", beklagt der Betreiber von Hansa Market. Das sei die Schattenseite, aber wie im echten Leben gebe es auch im Darknet Gut und Böse. Auf allen Marktplätzen sind Bilder missbrauchter Kinder tabu. Unter dem Banner von "Anonymous" kommt es immer wieder zu Hacker-Attacken gegen die von Pädophilen genutzten Foren und deren Nutzer.

Wie die Darknet-Bewohner die Grenzen zwischen Gut und Böse, zwischen ehrbar und betrügerisch ziehen, dürfte nicht jedem gefallen. Schaut man genauer hin, zeigt sich aber in jedem Fall, dass es in der digitalen Unterwelt zwar vordergründig rechtsfrei zugeht, aber noch lange nicht ohne Regeln.

 Digitale Schattenwirtschaft: Wie sich das Darknet selbst reguliert

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neocron 19. Jan 2016

richtig, eine gute Frage. Wie waere es dann damit auch Alkohol zu verbieten? 1. ist...

raskani 18. Jan 2016

wo kommt denn dieses wissen her? https://de.wikipedia.org/wiki/Geld https://de.wikipedia...

Stefanos6373 18. Jan 2016

Effektiv ist es sogar so, dass so ein Material gar nicht vertrieben wird. Die Leute mit...

metalheim 17. Jan 2016

Danke. Ohne Bank und Kredit könnten sich die wenigsten Haus oder Auto finanzieren (Auto...

Anonymouse 16. Jan 2016

Weil man sowas auch nicht im normalen Handel bekommt?



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