Abo
  • Services:

Digitale Musik: Taylor Swift und Spotify streiten um Streaming

Auf Wunsch der Sängerin stellt Spotify seit kurzem keine Musik von Taylor Swift zur Verfügung. Der Streaming-Anbieter wirbt weiter um die Künstlerin, die vor kurzem ein neues Album veröffentlicht hat. Dies sollte Spotify aber nicht in den USA anbieten, worauf man sich nicht einigen konnte.

Artikel veröffentlicht am ,
Taylor Swift bei einem Auftritt auf der CES 2010
Taylor Swift bei einem Auftritt auf der CES 2010 (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Seit dem 3. November 2014 ist bei dem Musikstreamingdienst Spotify keine Musik von Taylor Swift mehr zu finden. Das Unternehmen bestätigte in einem Blogeintrag, dass die Sängerin den Dienst nicht mehr unterstütze. Der Hintergrund des Disputs reicht aber offenbar viel weiter, wie das Wall Street Journal aus eigenen Quellen berichtet.

Stellenmarkt
  1. PSI Software AG Geschäftsbereich PSI Energie EE, Aschaffenburg
  2. BEKO TECHNOLOGIES GMBH, Neuss

Demnach hatte Swifts Plattenfirma verlangt, dass ihr am 27. Oktober erschienenes Album mit dem Namen "1989" - dem Geburtsjahr der Sängerin - von Spotify nur außerhalb der USA angeboten werden solle. Dies soll schon vor einigen Monaten geschehen sein, offenbar konnte man sich bis zur Veröffentlichung des Albums aber nicht einigen. Für Spotify hätte das eine grundlegende Änderung seines Angebots bedeutet, denn das Unternehmen bietet seine gesamte Bibliothek stets in allen Ländern an, in denen der Dienst offiziell verfügbar ist.

Als "1989" dann auf den Markt kam, erschien das Album generell nicht auf legalen Streaming-Plattformen, kurz darauf entfernte Spotify auch frühere Aufnahmen von Taylor Swift. Die Künstlerin hatte sich bereits im Juli 2014, ebenfalls beim Wall Street Journal, in einem in den USA viel beachteten Gastbeitrag für eine erneute Veränderung der Musikindustrie ausgesprochen.

Musik soll nicht verschenkt werden

Ohne Spotify dabei ausdrücklich zu nennen, bedauerte Swift darin, dass manche Künstler ihre Musik "praktisch verschenken" würden und das Album als Ganzes einen viel zu geringen Stellenwert habe. Schon früher hatten andere Künstler beklagt, dass sie für Streams pro Abruf nur einen winzigen Bruchteil eines Cents als Vergütung erhielten. Spotify hält dagegen, dass das Unternehmen 70 Prozent seiner Einnahmen als Lizenzzahlungen zurück in die Musikindustrie leite.

Swift lässt sich in ihrem Gastbeitrag und auch in einem Porträt der Printausgabe des Kulturspiegels aus der vergangenen Woche aber nicht ausschließlich vor den Karren der Musikindustrie mit ihren vermeintlich alten Geschäftsmodellen spannen.

In ihren Veröffentlichungen spricht sich die Sängerin vor allem für mehr Engagement für die Fans aus, die durch digitale Medien schnell gelangweilt seien. So habe sie auf ihrer letzten Tournee jeden Abend andere Gastmusiker auf die Bühne geholt und auch an Selfies statt Autogramme habe sie sich gewöhnt, berichtet Swift. Ihren Twitter-Account mit über 46 Millionen Followern bestücke sie allein mit Nachrichten, dafür sei keine Agentur zuständig.

Für Swift, die sie vertretenden Unternehmen und Spotify geht es aber auch bei den Musikverkäufen um eine Menge Geld. Jedes der drei letzten Alben der Sängerin verkaufte sich allein in den USA zwischen fünf und acht Millionen Mal, Swift wurde mit acht Grammy-Awards ausgezeichnet. Wohl auch daher umwirbt Spotify die Künstlerin in seinem Blog, unter anderem mit einer Playlist, deren Songtitel in Reihenfolge gelesen geradezu darum betteln, dass Swift ihre Musik wieder für Streaming anbietet. Laut Spotify haben in den vergangenen 30 Tagen 16 Millionen der 40 Millionen Nutzer des Dienstes Musik von Swift gehört, und sie soll sich auf 19 Millionen Playlists befinden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 39,99€ (Release 14.11.)
  2. 44,98€ + USK-18-Versand
  3. 15,49€
  4. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 14.11.)

__destruct() 04. Nov 2014

Klar, die Band, von denen die Musik auf YT zu finden ist, nichts gelöscht wird, und die...

Spaghetticode 04. Nov 2014

Tja, liebe Taylor Swift: Die Leute wollen aber die Musik kostenlos hören. Zumindestens...

Korashen 04. Nov 2014

Ich hab auch Spotify Premium und bin damit voll und ganz zufrieden, darum gehts mir auch...

SelfEsteem 04. Nov 2014

Dachte ich mir auch. Ausserdem fange ich immer mehr an, mich alt zu fuehlen. Bin zwar...

tibrob 04. Nov 2014

Es gibt schlimmeres als Popmusik, nämlich deutsche Popmusik. Was soll ich mit Oper? Da...


Folgen Sie uns
       


Infiltrator Demo mit DLSS und TAA

Wir haben die Infiltrator Demo auf einer Nvidia Geforce RTX 2080 Ti mit DLSS und TAA ablaufen lassen.

Infiltrator Demo mit DLSS und TAA Video aufrufen
Künstliche Intelligenz: Wie Computer lernen
Künstliche Intelligenz
Wie Computer lernen

Künstliche Intelligenz, Machine Learning und neuronale Netze zählen zu den wichtigen Buzzwords dieses Jahres. Oft wird der Eindruck vermittelt, dass Computer bald wie Menschen denken können. Allerdings wird bei dem Thema viel durcheinandergeworfen. Wir sortieren.
Von Miroslav Stimac

  1. Innotrans KI-System identifiziert Schwarzfahrer
  2. USA Pentagon fordert KI-Strategie fürs Militär
  3. KI Deepmind-System diagnostiziert Augenkrankheiten

Shine 3: Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort
Shine 3
Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort

Die Tolino-Allianz bringt das Nachfolgemodell des Shine 2 HD auf den Markt. Das Shine 3 erhält mehr Ausstattungsdetails aus der E-Book-Reader-Oberklasse. Vor allem beim Lesen macht sich das positiv bemerkbar.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. E-Book-Reader Update macht Tolino-Geräte unbrauchbar

Apple Watch im Test: Auch ohne EKG die beste Smartwatch
Apple Watch im Test
Auch ohne EKG die beste Smartwatch

Apples vierte Watch verändert das Display-Design leicht - zum Wohle des Nutzers. Die Uhr bietet immer noch mit die beste Smartwatch-Erfahrung, auch wenn eine der neuen Funktionen in Deutschland noch nicht funktioniert.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartwatch Apple Watch Series 4 mit EKG und Sturzerkennung
  2. Smartwatch Apple Watch Series 4 nur mit sechs Modellen
  3. Handelskrieg Apple Watch und anderen Gadgets drohen Strafzölle

    •  /