ADAC setzt auf technische Lösung

Der Automobilclub hält sie für unsicher, weil Kilometerstände vor dem Eintrag technisch nicht auf Richtigkeit geprüft würden. Zudem seien Datenbanken lückenhaft: Viele würden erst mit der ersten Hauptuntersuchung nach drei Jahren beginnen. Leasing-Fahrzeuge seien da oft längst manipuliert.

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"Wir sind der Ansicht, dass nur die technische Lösung gegen Tachomanipulation eine sichere und nachhaltige Lösung ist", sagt ADAC-Experte Markus Sippl. Die Automobilhersteller müssten ihre Kilometerzähler - wie es seit einigen Jahren durch die Typgenehmigung für neue Fahrzeuge gefordert werde - endlich manipulationssicher gestalten. "Entsprechende Hardware ist längst verfügbar und kostengünstig einsetzbar", sagt Schuster.

Integrierte Cryptohardware

Wie wirksam elektronischer Schutz sein kann, zeigt ein anderer stark geschrumpfter Kriminalitätsbereich: Durch den Einbau elektronischer Wegfahrsperren ging die Zahl der Fahrzeugdiebstähle in Deutschland seit 1994 um fast 90 Prozent zurück.

Auch gegen Tachomanipulation will die Automobilindustrie einen "Security-Standard" schon vor Jahren geschaffen haben. "Hierbei handelt es sich jedoch nicht - wie häufig angenommen wird - um einen extra Chip, sondern um eine in Prozessoren integrierte Cryptohardware", erklärt ein Sprecher des Branchenverbands VDA.

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HSM als Alternative

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Cryptohardware: Das klingt bombensicher. Diese verschlüsselte Ablage des Kilometerstands könne "Ad-Hoc-Manipulationen" verhindern, erklärt der VDA. "Sie hilft jedoch nicht zwingend und generell gegen gezielte Manipulationsversuche, die mit hoher krimineller Energie ausgeführt werden."

Dabei gäbe es laut ADAC eine wirksame Alternative: Durch den Einbau serienmäßiger Computerchips mit HSM (Hardware Secure Module) werde Betrug so aufwendig, dass er sich nicht mehr lohne. Die Kosten für solche HSM-Chips wären überschaubar. Sie liegen pro Stück bei wenigen Cent.

Zudem verfügten viele moderne Computerchips im Automotive-Bereich bereits heute serienmäßig über ein integriertes HSM, so dass gar kein extra Chip mehr nötig sei. Wenn in einem HSM in kurzen Abständen - etwa einige zig oder hundert Kilometer - die aktuelle Gesamtlaufleistung gespeichert würde, könnte sie anschließend sicher ausgelesen werden, erläutert der ADAC-Experte für Fahrzeugtechnik, Arnulf Thiemel.

Doch auch dieses Verfahren lässt sich umgehen.

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