Digitale Landkarten: Mit Drohnen gegen weiße Flecken in Openstreetmap

Das US-Softwareunternehmen Mapbox hat ein größeres Gelände in den USA mit einer Drohne kartiert. Die Daten wurden dann in Openstreetmap integriert.

Artikel veröffentlicht am ,
Mit Drohne kartiertes Gebiet: 225 Fotos mit einer Auflösung von 4 Zentimetern
Mit Drohne kartiertes Gebiet: 225 Fotos mit einer Auflösung von 4 Zentimetern (Bild: Mapbox/Screenshot: Golem.de)

Kartieren im Überflug ist einfacher und schneller, als ein Gebiet zu Fuß mit GPS-Gerät in der Hand abzulaufen. Mitarbeiter des US-Unternehmens Mapbox haben für die Community-Karte Openstreetmap ein größeres Gelände mit einer Drohne vermessen - und dafür nicht einmal eine Dreiviertelstunde benötigt. Mapbox entwickelt digitale Landkarten auf der Basis von Openstreetmap.

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Die Mapbox-Mitarbeiter haben ein rund 40,5 Hektar großes Gebiet des Weingutes Lost Creek Winery kartiert. Dazu setzten sie eine Drohne vom Typ E-Bee ein. Diese überflog das Weingut in einer Höhe von 120 Metern und fotografierte es aus der Luft. Lost Creek Winery liegt im US-Bundesstaat Virginia, nordwestlich der Hauptstadt Washington, wo Mapbox eine Niederlassung hat.

Route programmiert

Das Team um Bobby Sudekum hatte zuerst eine Route für die Drohne programmiert und diese abfliegen lassen. Die Drohne sei also "weniger wie ein ferngesteuertes Flugzeug als vielmehr wie ein Roomba", der Staubsaugerroboter des US-Unternehmens iRobot, unterwegs gewesen, schreibt Sudekum im Unternehmensblog von Mapbox. Dabei nahm das unbemannte Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) 225 Fotos mit einer Auflösung von 4 Zentimetern auf. Das habe gerade mal 40 Minuten gedauert.

Nach der Landung wurden die Bilder zunächst mit der Luftbildphotogrammetrie-Software des Schweizer Unternehmens Pix4D bearbeitet. Anschließend hätten sie die Bilder mit den Mapbox-eigenen Programmen Tilemill und iD-Editor für Openstreetmap aufbereitet, sagt Sudekum.

Nurflügeldrohne

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Die E-Bees sind Nurflügelflugzeuge mit einer Spannweite von 96 Zentimetern. Sie bestehen aus Schaumstoff und wiegen inklusive Bordelektronik und einer 16-Megapixel-Kamera weniger als 700 Gramm. Als Antrieb dient ein Propeller auf der Rückseite, der von einem Lithium-Ionen-Akku mit Energie versorgt wird. Mit einer Akkuladung kann das UAV 45 Minuten in der Luft bleiben. Die Fluggeschwindigkeit liegt zwischen 36 und 57 Kilometern pro Stunde.

Entwickelt wurde die Drohne vom Schweizer Unternehmen Sensefly, wie Pix4D eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule (EPFL) in Lausanne. Die Drohnen sind für Kartierung aus der Luft konzipiert und sollen dabei als Schwarm eingesetzt werden. Die Schweizer haben mit vier E-Bees eine hochaufgelöste 3D-Karte des Matterhorns erstellt.

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Peter Brülls 21. Nov 2013

Weil es absolut nicht missverständlich ist. Wenn die kleinste Einheit 4 cm entspricht...

juls 21. Nov 2013

Unabhängig davon wird auf einem Weingut mit 40ha nicht allzuviel interessantes in den...



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