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Digitale Karten: Apple schickt Kameraautos auf deutsche Straßen

Apple will Ende Juli erstmals seine Kameraautos auch auf Straßen deutscher Städte schicken. Damit soll das Kartenmaterial verbessert werden. Die Aufnahmen könnten auch in eine Alternative zu Googles Street View integriert werden.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Apple hat im Juni 2019 eine Street-View-Alternative vorgestellt.
Apple hat im Juni 2019 eine Street-View-Alternative vorgestellt. (Bild: Mason Trinca/Reuters)

Von Ende Juli 2019 bis Mitte September 2019 sollen gut 80 Fahrzeuge Aufnahmen für den Kartendienst des iPhone-Herstellers machen. Die Daten sollen in erster Linie das Kartenmaterial verbessern, wie Apple erläuterte. Die Bilder könnten in Zukunft aber auch im neuen Panorama-Dienst Look Around zum Einsatz kommen - Apples Konkurrenzangebot zu Google Street View.

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Apple informiert auf einer Webseite, in welchen Gegenden die Fahrzeuge demnächst unterwegs sein werden. Zu Deutschland liefert die Seite aber noch keine Angaben. Bisher fuhren die Kamerawagen bereits in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Kroatien und Slowenien. Vor dem Start in Deutschland war Apple mit dem bayerischen Datenschutzbeauftragten in Kontakt. Die Daten aus den Fahrzeugen werden auf Apples Server in den USA geladen.

Bei Look Around können Nutzer sich auf dem Bildschirm durch dreidimensionale Darstellungen von Straßenzügen bewegen. Die Funktion soll im Herbst zunächst für einige ausgewählte Gebiete wie die Umgebung von San Francisco verfügbar sein. Nutzer können auch die Löschung von Rohdaten mit der Abbildung von Personen oder Häusern beantragen. Diese Möglichkeit bietet das Unternehmen vor einer möglichen Einführung in Deutschland und direkt zum Start der Kamerawagen-Fahrten an.

Gesichter werden verpixelt

Gesichter und Autokennzeichen werden bei Look Around - wie etwa auch bei Googles Street View - automatisch verpixelt. Die Software kam nach Angaben von Apple im ersten Look-Around-Material aus der Umgebung von San Francisco auf eine fast 100-prozentige Trefferquote. Es gibt bisher keine Informationen dazu, wann Look Around in Deutschland verfügbar sein könnte.

Wer vermutet, von der Kamera eines Apple-Autos aufgenommen worden zu sein und das Bild einsehen oder löschen lassen will, kann das beim Hersteller unter anderem per E-Mail unter der Adresse "mapsimagecollection@apple.com" beantragen. Dabei muss man den Ort und den ungefähren Zeitpunkt der Aufnahme angeben. Die Fahrzeuge meiden zudem Zeiten, an denen man davon ausgehen kann, viele Passanten ins Bild zu bekommen - etwa Samstagnachmittage in der Innenstadt.

Apple kann aus Fotos der Fahrzeuge unter anderem Informationen wie Namen von Straßen oder Geschäften sowie zu Verkehrszeichen und Straßenführung herausziehen. Die Fahrzeuge sind neben den Foto-Kameras mit Laser-Radaren ausgestattet, die ihre Umgebung in 3D abtasten. Die auch unter dem Namen Lidar bekannten Geräte werden unter anderem in selbstfahrenden Autos eingesetzt. Die Fahrzeuge zeichnen zudem per GPS ihren Aufenthaltsort auf.

Google Street View löste eine Debatte aus

Andere Daten werden laut Apple nicht erhoben. Bei Google hatten die Kamera-Fahrzeuge seinerzeit zur präziseren Orientierung auch die Kennungen und Signalstärken von Wi-Fi-Netzwerken registrieren sollen, speicherten aber auch Fragmente unverschlüsselter WLAN-Übertragungen. Das wurde vom Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar aufgedeckt, Google sprach von einem Fehler.

Der Start von Googles Street View vor einigen Jahren wurde von der Debatte um das Recht auf Verpixelung nicht nur der Gesichter, sondern auch der Wohnhäuser überschattet. Die Straßenzüge deutscher Städte in dem Dienst weisen seitdem zahlreiche Lücken auf. Google schickte seitdem zwar mehrfach wieder Kamerawagen nach Deutschland, nutzte die Bilder aber nur, um das Kartenmaterial zu verbessern. Die veröffentlichten Street-View-Fotos wurden nicht aktualisiert, und es wurden bisher auch keine Pläne dafür bekannt.

Nachtrag vom 24. Juli 2019, 8:30 Uhr

Apple hat seine Webseite zu den Kamerafahrten aktualisiert und listet auf, in welchen Regionen Deutschlands die Kameraautos unterwegs sein werden. Dabei wird für alle Regionen nur der Zeitraum Juli bis September dieses Jahres angegeben. Die Webseite konkretisiert diese Daten nicht weiter.

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ChMu 24. Jul 2019

In Deutschland kommt Google am einfachsten an Deine Daten. Man faehrt Durch die Strasse...

Flyns 24. Jul 2019

Eher ganz komische Rechnung. Wenn ich also an Deinem Haus vorbeigehe und es mir dabei...

jake 24. Jul 2019

bei uns (mittlere grossstadt) gibt es streetview auch weiterhin gar nicht, im ausland ist...

dura 24. Jul 2019

Es fahren immer wieder Streetview-Autos umher. Soweit mir bekannt für Maps und eben WLAN.


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