Digitale Identitäten: DID-Core-Spezifikation darf W3C-Recommendation werden

Der Direktor des W3C genehmigt Recommendation-Status für die Decentralized-Identifier-Core-Spezifikation.

Artikel veröffentlicht am ,
Tim Berners-Lee muss selbst entscheiden
Tim Berners-Lee muss selbst entscheiden (Bild: MANDEL NGAN/AFP via Getty Images)

Der Direktor des W3C hat den Aufstieg der Decentralized Identifier (DID, Dezentralisierte Identifikatoren) 1.0 Proposed Recommendation zu einer 3C-Recommendation genehmigt, nachdem das W3C Member Review mit formalen Einwänden von Google, Mozilla und einem anonym gebliebenen Mitglied geendet hatte.

Stellenmarkt
  1. Product Information Management Specialist (m/w/d)
    SICK AG, Waldkirch
  2. System-Specialist (m/w/d) Software Portfolio- / Lizenzmanagement
    Allianz Technology SE, Unterföhring bei München
Detailsuche

Die drei Mitglieder sprachen sich für einen Verbleib der Spezifikation im Proposed-Recommendation-Status aus, weil die DID-Methoden noch nicht ausreichend definiert seien. Dies aber sei nötig, um deren Auswirkungen auf DID-Core auch ausreichend berücksichtigen zu können. Dabei zogen sie einen Vergleich, dass die DID-URI Recommendation aus Core dem Präzedenzfall der URL-Spezifikation folgen solle, die "mehrere spezifische Schemata enthielt, die einigen damals gängigen Protokollen zugeordnet waren."

Einwände berechtigt, aber Zeit ist ein wichtiger Faktor

Die Einwände wurden als durchaus berechtigt wahrgenommen: "Aus architektonischer Sicht ist die Analogie zwischen URL/URI-Schemata und DID-Methoden sinnvoll", hieß es in der Entscheidung. Doch "obwohl diese Analogie auf architektonischer Ebene erfolgreich ist, scheitert sie im zeitlichen Kontext", wurde sie aber auch wieder eingeschränkt. Und da "es eine Vielzahl von Methodenimplementierungen gibt, die die Kernspezifikation verwenden und ihr entsprechen", während "die Geschichte vieler Internetstandards zeigt, dass zukünftige Arbeit zu Verbesserungen eines anfänglichen Standards führen kann - und dies oft auch macht", müsse eine andere Frage entschieden werden, um zu einer Entscheidung zu kommen.

Die Frage, die es sich zu stellen gelte, laute, welche Entscheidung "den geringsten potenziellen Schaden für die Community, die dezentrale Identifikatoren benötigt, und für die Web-Community im Allgemeinen hat."

Der Schaden zu warten ist größer

Golem Karrierewelt
  1. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    26.-28.09.2022, Virtuell
  2. Java EE 8 Komplettkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    22.-26.08.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Den Recommendation-Status der DID-Core-Spezifikation aufzuhalten würde bedeuten, "die Motivation für andere Designer von dezentralen Identifikatorsystemen zu verringern", der Empfehlung zu folgen. "Man kann leicht den unnötigen Einsatz anderer URI-Schemata vorhersehen, was die Interoperabilitätsherausforderung verschärft, an deren Bewältigung die Community gearbeitet hat." Die Einwände werden deshalb zurückgewiesen, der Aufstieg in den Recommendation-Status ist genehmigt.

Die Entscheidung wurde von Ralph Swick für Tim Berners-Lee verfasst.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Garmin Edge Explore 2 im Test
Fahrradnavigation als verkehrsberuhigtes Abenteuer

Tour mit wenig Autos gesucht? Das Fahrrad-Navigationsgerät Garmin Edge Explore 2 kann uns das verschaffen - mit teils unerwarteten Folgen.
Ein Test von Peter Steinlechner

Garmin Edge Explore 2 im Test: Fahrradnavigation als verkehrsberuhigtes Abenteuer
Artikel
  1. Eichrechtsverstoß: Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal
    Eichrechtsverstoß
    Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal

    Teslas Supercharger in Deutschland sind wie viele andere Ladesäulen nicht gesetzeskonform. Der Staat lässt die Anbieter gewähren.

  2. THQ Nordic: Alone in the Dark bietet neuen Horror
    THQ Nordic
    Alone in the Dark bietet neuen Horror

    Rund 30 Jahre nach dem ersten Alone in the Dark soll es frischen Grusel im Herrenhaus Derceto Manor geben - und altbekannte Hauptfiguren.

  3. Quartalsbericht: Huawei steigert den Umsatz trotz US-Sanktionen wieder
    Quartalsbericht
    Huawei steigert den Umsatz trotz US-Sanktionen wieder

    Besonders im Bereich Cloud erzielt Huawei wieder Zuwächse.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Palit RTX 3080 Ti 1.099€, Samsung SSD 2TB m. Kühlkörper (PS5) 219,99€, Samsung Neo QLED TV (2022) 50" 1.139€, AVM Fritz-Box • Asus: Bis 840€ Cashback • MindStar (MSI RTX 3090 Ti 1.299€, AMD Ryzen 7 5800X 288€) • Microsoft Controller (Xbox&PC) 48,99€ [Werbung]
    •  /