CCC: Luca-App ist irreparabel kaputt

Auf die Anfrage von Golem.de, ob die Community neidisch auf die Lizenzzahlungen für das System sei, antwortete der CCC: "Über 20 Millionen Euro für eine nach Mehrheitsmeinung der Sicherheitsforschung irreparabel kaputte App sind zweifelsohne sehr großzügig und wären besser in der Impfung von benachteiligten und marginalisierten Bevölkerungsgruppen aufgehoben gewesen."

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Angesichts der Tatsache, dass das Bundesgesundheitsministerium ohne großes Zögern 2 Milliarden Euro ausgegeben hat, damit Apotheken FFP2-Masken zum Preis von 6 Euro pro Stück verschenken durften, erscheinen die Lizenzgebühren für die App wie die berühmten Peanuts. Und den Nachweis, dass die App "irreparabel kaputt" ist, hat bislang noch kein Sicherheitsexperte geführt. Selbst das Problem der gefälschten Check-ins soll demnach behoben werden.

Kritik teils unberechtigt

Politik und Nexenio haben daher gemeinsam den Zorn auf sich gezogen, weil sie sich erdreistet haben, ein Konzept umzusetzen, das nach Ansicht von Sicherheitsexperten nicht funktionieren darf. Daher scheint das Ziel der Community zu sein, den Misserfolg der Luca-App um jeden Preis herbeizuführen oder zumindest herbeizureden.

Nexenio-Chef Hennig sagte dazu: "Wir waren in den letzten Wochen sehr in der Kritik. Das bindet bei uns natürlich viel Energie und auch viele Kapazitäten." Ärgerlich findet er unberechtigte Kritik wie im Falle eines Schlüssels, der zum Testen des Codes hochgeladen worden war.

Lohnt sich das Risiko noch?

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Die vier Forderungen der mehr als 70 Sicherheitsforscher an eine Kontaktnachverfolgung stehen nach Ansicht Hennigs überhaupt nicht zur Diskussion. "Die Punkte unterstreichen wir 100-prozentig", sagte er Golem.de. Zu diesen Prinzipien zählen Zweckbindung, Offenheit und Transparenz, Freiwilligkeit und Risikoabwägung. In einem eigenen Blogbeitrag hat Luca versucht, die Kritik zu widerlegen.

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Am schwierigsten ist dabei die Frage zu beantworten, ob der Nutzen digitaler Gästelisten in der Pandemiebekämpfung das Risiko rechtfertig, die Daten an zentraler Stelle verschlüsselt zu speichern. Da die Corona-Warn-App nun ebenfalls über eine Funktion zur Eventregistrierung verfüge, sei die Luca-App überflüssig, sagen Kritiker wie der CCC. Denn das Konzept der Corona-Warn-App sei besser, weil es dezentral und anonym funktioniere und schneller informiere.

Doch das ignoriert einige Nachteile des Konzeptes.

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 Hennig: Noch keine Sicherheitslücke bei Luca gefundenAuch die Corona-Warn-App hat Nachteile 
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L3tt3nsepp 29. Mai 2021

Mit diesem Artikel am 12.5. wurde gut belegt wie eine fragwürdige Wortwahl und eine...

p h o s m o 27. Mai 2021

https://heise.de/-6054744 Vielleicht liegt es auch daran? Auch gerne mal dort im Forum...

zampata 20. Mai 2021

Ich frage mich wieso die Golem Authorenschaft so dermaßen versucht diese Smodo App zu...

p h o s m o 15. Mai 2021

Hallo allerseits, ich habe die letzten Tage einen Bericht im Fernsehen gesehen, ich meine...



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