Digitale Dividende: Bundesnetzagentur will GSM-Frequenzen schnell versteigern

Für den Ausbau der Breitbandversorgung sollen GSM-Frequenzen im Umfang von mehr als 160 MHz genutzt werden. Noch in diesem Jahr will die Bundesnetzagentur die Versteigerung einleiten.

Artikel veröffentlicht am ,
Mit der Fusion von O2/E-Plus müssen Frequenzbereiche versteigert werden.
Mit der Fusion von O2/E-Plus müssen Frequenzbereiche versteigert werden. (Bild: Michaela Rehle/Reuters)

Die Bundesnetzagentur will noch im Dezember 2014 mit der Vergabe von Frequenzen aus den Bereichen 900 und 1.800 MHz an Mobilfunkbetreiber beginnen. Das geht aus einem Eckpunktepapier zur "telekommunikationsrechtlichen Bewertung des Zusammenschlussvorhabens Telefónica/E-Plus" hervor, das die Regulierungsbehörde am Dienstag veröffentlichte. Die Frequenzen im Umfang von 160 MHz sowie weitere Frequenzen aus dem 700-MHz-Band sollen "schnellstmöglich nachfragegerecht" für mobiles Breitband bereitgestellt werden, heißt es in dem Papier. Mit Blick auf die geplante Fusion von Telefónica (O2) und E-Plus könne eine "rechtzeitige Reaktionsmöglichkeit der Wettbewerber" nur dann sichergestellt werden, wenn das Spektrum rechtzeitig von den beiden Unternehmen geräumt wird.

Stellenmarkt
  1. IT Business Partner*in (m/w/d)
    SWK Stadtwerke Krefeld AG, Krefeld
  2. IT-Koordination / Anwendungssystembetreuung als Stadtamtfrau / Stadtamtmann bzw. Tarifbeschäftigte ... (m/w/d)
    Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin, Berlin
Detailsuche

Nach der Fusion verfügen Telefónica (O2) und E-Plus über fast zwei Drittel der Frequenzanteile im 1.800-MHz-Band. Daher besteht nach Ansicht der Netzagentur "kurzfristiger frequenz-regulatorischer Handlungsbedarf". Das Vergabeverfahren soll noch in diesem Jahr beginnen, "um allen Wettbewerbern unmittelbar nach der Freigabe der Fusion die Möglichkeit zum Erwerb nichtdiskriminierender Frequenzausstattungen für einen Breitbandausbau zu geben". Zwar laufen die Lizenzen erst Ende 2016 aus, jedoch müssen die fusionierenden Unternehmen die Frequenzbereiche schon nach der Versteigerung freiräumen. Die eigentliche Versteigerung werde voraussichtlich im kommenden Jahr starten, sagte der Sprecher der Bundesnetzagentur, René Henn, auf Anfrage. Zur Dauer der Versteigerung und mögliche Einnahmen wollte sich die Behörde nicht äußern. Die jüngste Versteigerung im Jahr 2010 dauerte rund fünf Wochen und erzielte 4,4 Milliarden Euro.

Keinen "Handlungsbedarf" sieht die Netzagentur hingegen bei den Frequenzbereichen 800 MHz, 2 GHz (ungepaart), 2,6 GHz und 3,5 GHz. Geprüft werde aber der Bereich 2 GHz (gepaart), allerdings "im Rahmen einer Gesamtbetrachtung" nach der Neuvergabe der 900/1.800-MHz-Bänder.

Das Vergabeverfahren soll es auch Neueinsteigern ermöglichen, Frequenzbereiche zu erwerben. "Mit einer möglichen Bereitstellung des 700-MHz-Bandes stehen auch für Neueinsteiger zusätzliche wertvolle Frequenzen für den kosteneffizienten und schnellen flächendeckenden Auf- und Ausbau hochleistungsfähiger Telekommunikationsnetze zur Verfügung", schreibt die Agentur. Infrastrukturminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte bei der Gründung der Netzallianz für Deutschland angekündigt, der größte Teil der Erlöse aus der künftigen Funkfrequenzversteigerung werde für den Breitbandausbau verwendet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Mett 02. Apr 2014

Was haben die Kundenzahlen damit zu tun? Es geht darum, dass aus zwei Anbietern einer...

Braineh 02. Apr 2014

Tun sie auch, unterm Bild steht's auch richtig mit o2 und e-plus... ;-)

Icestorm 02. Apr 2014

Welche Mobilgeräte oder stationäre Geräte können die neu freigegebenen Frequenzen...

Anonymer Nutzer 01. Apr 2014

^^



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Telekom-Internet-Booster
Hybridzugang für über 600 MBit/s inhouse kommt

Der Hybridzugang, bei dem der Router die Datenrate aus Festnetz und 5G-Mobilfunknetz aggregiert, wurde schon lange erwartet. Jetzt liefert die Telekom.

Telekom-Internet-Booster: Hybridzugang für über 600 MBit/s inhouse kommt
Artikel
  1. Luftfahrt: Boeing zeigt Konzept eines Tarnkappen-Transportflugzeugs
    Luftfahrt
    Boeing zeigt Konzept eines Tarnkappen-Transportflugzeugs

    Um weniger angreifbar zu sein, sollen militärische Transportflugzeuge künftig mit Tarnkappentechnik ausgestattet werden, wie Boeing zeigt.

  2. Quartalsbericht: IBM streicht 3.900 Stellen
    Quartalsbericht
    IBM streicht 3.900 Stellen

    Auch nach der Ausgründung sind die Techies bei Kyndryl nicht vor einem Stellenabbau sicher. IBM macht es wie die übrige Techbranche.

  3. Pinecil im Test: Ein toller Lötkolben mit RISC-V-Prozessor
    Pinecil im Test
    Ein toller Lötkolben mit RISC-V-Prozessor

    Günstig, leistungsstark und Open Source: Das macht den Lötkolben Pinecil interessant und er überzeugt im Test - auch im Vergleich mit einer JBC-Lötstation.
    Ein Test von Johannes Hiltscher

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RAM & Grakas im Preisrutsch • PS5 ab Lager bei Amazon • MindStar: MSI RTX 4090 1.899€, Sapphire RX 7900 XT 949€ • WSV: Bis -70% bei Media Markt • Gaming-Stühle Razer & HP bis -41% • 3D-Drucker 249€ • Kingston SSD 1TB 49€ • Asus RTX 4080 1.399€ • Razer bis -60% [Werbung]
    •  /