Kommission soll große Anbieter kontrollieren

Diese sind "sehr große Online-Plattformen" oder "sehr große Suchmaschinen" mit "mehr als 10 Prozent der 450 Millionen Verbraucher in der EU". Sie müssen einmal jährlich eine Risikoabschätzung erarbeiten, die einschätzen soll, welche Gefahren für die Verbreitung illegaler Inhalte sowie die Missachtung von Grundrechten wie Meinungsfreiheit und deren Manipulation durch den Dienst drohen. Dazu sollen die Dienste auch die Auswirkungen ihrer Systeme für die Moderation und Empfehlung von Inhalten sowie die Auswahl und Darstellung von Anzeigen berücksichtigen.

Stellenmarkt
  1. IT-Projektleiter (m/w/d)
    Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg, Karlsruhe
  2. IT-Administration / Systemadministration für Einrichtung / Betrieb / kontinuierliche Wartung ... (m/w/d)
    reflact AG, Oberhausen
Detailsuche

Die großen Plattformen müssen zudem "vernünftige, angemessene und wirksame Maßnahmen" ergreifen, um die erkannten Risiken zu minimieren. Das betrifft beispielsweise die Inhaltemoderation oder die Empfehlungssysteme. Die EU-Kommission soll demnach in Zusammenarbeit mit dem Koordinator "allgemeine Richtlinien" erlassen, um die Risiken zu minimieren.

Firmen müssen für ihre Kontrollen bezahlen

Was ebenfalls wichtig ist: Künftig obliegt es der EU-Kommission, sehr große Online-Plattformen und Suchmaschinen direkt zu kontrollieren. Damit will man den Fehler der EU-Datenschutzgrundverordnung vermeiden, die kleinen Datenschutzbehörden wie in Irland oder Luxemburg aufgrund des Firmensitzes die Kontrolle der großen Konzerne überlässt.

Ebenfalls neu: Die großen Konzerne müssen künftig eine Aufsichtsgebühr zahlen. Mit diesem Geld soll die Überwachung der neuen Regelungen durch die Behörden finanziert werden. Dies dürfte ebenfalls eine Lehre aus der DSGVO-Umsetzung sein. Denn die Kontrolle der Datenschutzregeln scheitert häufig an personell und finanziell zu schlecht ausgestatteten Behörden.

Text liegt noch nicht vor

Golem Karrierewelt
  1. Azure und AWS Cloudnutzung absichern: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    22./23.09.2022, virtuell
  2. C++ Programmierung Grundlagen (keine Vorkenntnisse benötigt): virtueller Drei-Tage-Workshop
    01.-03.08.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Diese Rolle sollen im Falle des DSA künftig nationale Digitale-Dienste-Koordinatoren übernehmen. Bei dieser Behörde soll auch das außergerichtliche Schlichtungsverfahren bei strittigen Löschverfahren angesiedelt werden. Zudem soll der Koordinator sogenannte vertrauenswürdige Lotsen ("trusted flagger") bestimmen können, deren Löschhinweise "ohne Verzögerung" bearbeitet und entschieden werden sollen.

Erschwert wird eine Einschätzung der neuen Verordnung allerdings durch die Tatsache, dass der endgültige Text der Einigung noch nicht vorliegt. Ohnehin zeigen die Trilog-Verhandlungen ein weiteres Mal die problematische Struktur des europäischen Gesetzgebungsverfahrens.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Digitale-Dienste-Gesetz: Was die Einigung zum DSA bedeutetNeuer Krisenmechanismus beschlossen 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
30 Jahre Alone in the Dark
Als der Horror filmreif wurde

Alone in the Dark feiert Geburtstag. Das Horrorspiel war ein Meilenstein bei der filmreifen Inszenierung von Games. Wie spielt es sich heute?
Von Andreas Altenheimer

30 Jahre Alone in the Dark: Als der Horror filmreif wurde
Artikel
  1. Update-Installation dauert: Störungen bei Kartenzahlungen im Einzelhandel bleiben
    Update-Installation dauert
    Störungen bei Kartenzahlungen im Einzelhandel bleiben

    Es gibt ein Update, um die Zahlungsstörungen mit Giro- oder Kreditkarte zu beseitigen. Die Verteilung des Updates braucht aber noch Zeit.

  2. Bundesverkehrsministerium: Begleitende Marktforschung zum 9-Euro-Ticket geplant
    Bundesverkehrsministerium
    Begleitende Marktforschung zum 9-Euro-Ticket geplant

    Das Bundesverkehrsministerium beabsichtigt, mit Nutzungsdaten zum 9-Euro-Ticket den öffentlichen Personennahverkehr zu verbessern.

  3. Optibike: E-Bike mit 480 km Reichweite kostet 17.000 Euro
    Optibike
    E-Bike mit 480 km Reichweite kostet 17.000 Euro

    Das E-Bike Optibike R22 Everest setzt mit seinen zwei Akkus auf Reichweite.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Alternate (ASUS VG30VQL1A QHD/200 Hz 329€ statt 399,90€ im Vergleich) • Apple iPhone 12 128 GB 669€ statt 699€ im Vergleich• Prime Video: Filme leihen für 0,99€ • Gigabyte RTX 3080 12 GB ab 1.024€ • Mindstar (u. a. MSI MPG X570 Gaming Plus 119€ statt 158,90€ im Vergleich) [Werbung]
    •  /