Digitale Assistenten: Verzahnung von Alexa und Cortana verzögert sich

Die für vergangenes Jahr versprochene Verzahnung von Alexa und Cortana wird erst mit Verspätung erscheinen. Weder Amazon noch Microsoft wollen sich derzeit auf einen neuen Termin festlegen.

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Amazons Alexa verzahnt sich bald mit Microsofts Cortana.
Amazons Alexa verzahnt sich bald mit Microsofts Cortana. (Bild: David Becker/Getty Images)

Der Zeitplan wurde nicht eingehalten. Als Amazon und Microsoft im Herbst 2017 eine Verzahnung von Alexa und Cortana angekündigt hatten, war davon die Rede, dass Kunden den Dienst bis Ende 2017 werden nutzen können. Daraus ist allerdings nichts geworden, weiterhin gibt es keine Schnittstelle zwischen den digitalen Assistenten von Amazon und Microsoft.

Verzahnung soll bald erscheinen

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Auf Nachfrage von Thurrott.com erklärten beide Unternehmen, dass die versprochene Verbindung beider digitaler Assistenten "bald" verfügbar sein werde. Nähere Details gibt es dazu nicht und es ist unklar, ob die Funktion in einigen Wochen oder erst in einigen Monaten erscheinen wird.

Das Ziel ist es, dass der jeweils andere digitale Assistent über den Basisdienst verwendet werden kann. Alexa könnte also Aufgaben von Cortana erledigen lassen und Cortana würde Alexa-Funktionen ausführen. Wenn ein Alexa-Nutzer Cortana benutzt, soll das Muster für den Aufruf so aussehen: "Alexa, öffne Cortana". Danach folgt der Befehl, der für Cortana gedacht ist. Für Cortana-Nutzer heißt es dann: "Cortana, öffne Alexa", gefolgt vom entsprechenden Alexa-Befehl. Ob es am Ende genau so umgesetzt wird, ist nicht bekannt.

Alexa ist vor allem auf smarten Lautsprechern zu finden

Alexa profitiert derzeit von einer großen Auswahl an Skills, um dem digitalen Assistenten neue Funktionen beizubringen. Diese Alexa-Skills wären dann auch mit Cortana nutzbar. Für Amazon ergeben sich Vorteile durch Cortanas enge Verzahnung mit Microsoft-Diensten, um diese über Sprachbefehle verwenden zu können.

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Cortana ist durch die Integration in das Windows-Betriebssystem vor allem auf Notebooks und Computern verbreitet, während Alexa vor allem auf smarten Lautsprechern zum Einsatz kommt. Auch auf Smartphones kann Alexa genutzt werden, die Fire-TV-Geräte nutzen Alexa ebenfalls. Mit der Kombination beider Dienste würden beide Assistenten die Menge der unterstützten Geräte erheblich ausweiten.

Nach wie vor ist offen, ob die geplante Alexa-Cortana-Verzahnung dann gleich international für Kunden bereitstehen wird. Bei neuen Alexa-Funktionen dauert es oft viele Monate, bis diese auch in Deutschland freigeschaltet werden. Unklar ist derzeit auch, ob die Cortana-Nutzung für alle Alexa-fähigen Geräte angeboten wird.

Alexa-Plattform ist fragmentiert

Die Alexa-Plattform leidet derzeit darunter, dass viele nützliche Alexa-Neuerungen wie etwa die Anrufmöglichkeit oder die Multiroom-Funktion ausschließlich auf Amazons eigenen Echo-Geräten zur Verfügung stehen. Wer sich also einen Alexa-Lautsprecher zulegt, erhält nur dann bereits den vollen Funktionsumfang, wenn es ein Echo-Modell ist. Amazons erklärtes Ziel ist es, dass alle Alexa-Funktionen für jedes Gerät zur Verfügung stehen werden. Bis wann dieses Ziel erreicht wird, ist offen.

Im Herbst 2017 teilte Amazon-Chef Jeff Bezos mit, dass er sich eine solche Zusammenarbeit auch mit Apple und Google vorstellen könne. Er würde beide willkommen heißen, hatte allerdings bis zum Herbst 2017 deswegen mit keinem der beiden Unternehmen gesprochen. Eine Zusammenarbeit mit Google erscheint derzeit allerdings alles andere als wahrscheinlich, denn zwischen Amazon und Google herrscht zurzeit ein veritabler Kleinkrieg.

Sonos One soll parallel zu Alexa den Google Assistant bekommen

Eine Sonderstellung kann hier irgendwann der Sonos-Lautsprecher One einnehmen. Dieser läuft mit Alexa und soll dieses Jahr auch den Google Assistant erhalten. Wann genau die Integration von Google Assistant verfügbar sein wird und wie sich der Lautsprecher mit zwei digitalen Assistenten verwenden lassen wird, ist noch nicht bekannt.

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