Abo
  • Services:
Anzeige
Google Assistant läuft auf Home und den Pixel-Smartphones.
Google Assistant läuft auf Home und den Pixel-Smartphones. (Bild: Glenn Chapman/AFP/Getty Images)

Digitale Assistenten: Google Assistant schadet der Android-Plattform

Google Assistant läuft auf Home und den Pixel-Smartphones.
Google Assistant läuft auf Home und den Pixel-Smartphones. (Bild: Glenn Chapman/AFP/Getty Images)

Google hält Google Assistant von Android fern: Der digitale Assistent wird nur auf Google-eigenen Geräten wie den Pixel-Smartphones oder dem Home-Lautsprecher laufen. Für die Android-Plattform ist das ein Rückschlag und könnte auch für Google einer werden.
Eine Analyse von Ingo Pakalski

Ausschließlich für die eigenen Geräte will Google seinen Assistant anbieten. Er ist der Nachfolger des digitalen Assistenten Google Now und erscheint zunächst nur auf den gestern vorgestellten beiden ersten Pixel-Smartphones. Anfang nächsten Jahres sollen deutsche Kunden dann auch Google Home kaufen können, auf dem Google Assistant die zentrale Anwendung sein wird. Home wird mit Sprachbefehlen gesteuert und reagiert mit gesprochenen Auskünften und Antworten.

Anzeige

Mit seiner Entscheidung, Google Assistant nicht in sein Betriebssystem Android zu integrieren, schwächt die Android-Plattform. Es könnte aber langfristig auch Vorteile haben - allerdings nicht für Google, sondern für die Kunden: Wenn andere Hersteller zu Eigenentwicklungen gezwungen werden, könnte eine gesunde Konkurrenz zu Google entstehen.

Als Google Assistant im Mai auf der Google I/O das erste Mal vorgestellt wurde, war keine Rede davon, dass der digitale Assistent vom Android-Ökosystem abgekoppelt würde. Nun will Google nicht einmal die Nexus-Geräte mit dem Assistenten versorgen, wie ein Android Police vorliegendes Changelog belegt. Wer sich vergangenes Jahr ein Nexus-Smartphone gekauft hat, wird von den neuen Entwicklungen abgeschnitten.

Das Auskoppeln des Google Assistant aus dem Android-Ökosystem könnte der Plattform langfristig schaden: Hersteller von Android-Geräten haben mit ihren Produkten einen Wettbewerbsnachteil, wenn sie ein Gerät ganz ohne digitalen Assistenten auf den Markt bringen. Auf anderen Mobilplattformen ist dieser durchaus üblich, auch wenn er nicht immer den Leistungsumfang von Google Assistant erreicht.

Was ist mit Google Now?

Google hält sich derzeit noch bedeckt, wenn es um die Zukunft von Google Now geht. Da Assistant eigentlich als Nachfolger von Now vorgestellt wurde, wäre es nur logisch, dass Now nicht länger angeboten wird. Ob Google das so durchzieht, ist aber eben offen. Es wäre auch denkbar, dass Google Now auf Nicht-Pixel-Geräten weiterhin enthalten ist, damit grundlegende Funktionen eines digitalen Assistenten vorhanden sind.

Aber selbst, wenn Google Now in neuen Android-Versionen nicht mehr enthalten ist, wird es erstmal dauern, bis das bei den Geräten von Drittanbietern durchschlägt. Denn bis es Smartphones mit Android 7.1 geben wird, die nicht von Google stammen, wird es noch viele Monate dauern. Die negativen Folgen für die Android-Plattform werden also nicht sofort greifbar, sondern zeigen sich erst in einiger Zeit.

Fragen rund um den Datenschutz sind im Moment auch noch nicht geklärt. Google Now musste bisher immer erst aktiviert werden, wer also das Datensammeln von Google an der Stelle eindämmen wollte, konnte das bei der Aktivierung machen oder den Assistenten gar nicht erst aktivieren. Ob das bei Google Assistant auch so sein wird, ist noch offen.

Tummeln sich bald viele digitale Assistenten auf dem Markt?

Selbst wenn Google Now doch langfristig ein Bestandteil von Android bleiben sollte, setzt es Hersteller wie Huawei, Lenovo, LG, Samsung und Sony trotzdem unter Druck, eigene Assistenzdienste aufzubauen, um mit den Google-eigenen Geräten mithalten zu können. Google will Assistant in den kommenden Monaten erweitern, so dass damit deutlich mehr Dinge erledigt werden können, als es mit Google Now der Fall sein wird.

In naher Zukunft wäre es also denkbar, dass Huawei, Lenovo, LG, Samsung und Sony jeweils eigene Assistenzdienste anbieten. Google bekäme also mehr unliebsame Konkurrenz. Für die Kunden ist es der Gewinn, dass der Markt dann mehr Auswahl bietet. Allerdings werden die Möglichkeiten digitaler Assistenten weiter zunehmen, so dass eine direkte Vergleichbarkeit für Kunden auch immer schwerer wird. Amazons Alexa-Dienst etwa kann derzeit mit mehr als 3.000 sogenannten Skills erweitert werden. Da fällt es Nutzern schon schwer, zu erkennen, wo welcher Dienst die für sie wichtigen Vorzüge bietet.


eye home zur Startseite
Atalanttore 09. Okt 2016

Zumindest für mich und alle anderen auf Datenschutz bedachten Nutzer.

Pjörn 06. Okt 2016

In Kombination mit Now on tap ist es sogar derzeit vollkommen identisch...

Menplant 06. Okt 2016

so wie Cloud, Google Glass, IoT, VR, Chatbots? Viele Leute finden es immer noch...

FreiGeistler 06. Okt 2016

Du meinst Android. Google hat auf meinem Gerät nichts zu bestimmen. Unter Android kann...

thekonfus 05. Okt 2016

Ich habe es so verstanden, dass Google das SDK für den Assistant nächstes Jahr zur...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Duerenhoff GmbH, Raum Frankfurt am Main
  2. über Hays AG, München
  3. NORD-MICRO GmbH & Co. OHG, Frankfurt am Main
  4. über Duerenhoff GmbH, Raum Kamen


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und Assassin´s Creed Origins gratis downloaden
  2. und Destiny 2 gratis erhalten

Folgen Sie uns
       


  1. Elektroauto

    VW will weitere Milliarden in Elektromobilität investieren

  2. Elektroauto

    Walmart will den Tesla-Truck

  3. Die Woche im Video

    Ausgefuchst, abgezockt und abgefahren

  4. Siri-Lautsprecher

    Apple versemmelt den Homepod-Start

  5. Open Routing

    Facebook gibt interne Plattform für Backbone-Routing frei

  6. Übernahme

    Vivendi lässt Ubisoft ein halbes Jahr in Ruhe

  7. Boston Dynamics

    Humanoider Roboter Atlas macht Salto rückwärts

  8. Projekthoster

    Github zeigt Sicherheitswarnungen für Projektabhängigkeiten

  9. Sicherheitslücke bei Amazon Key

    Amazons Heimlieferanten können Cloud Cam abschalten

  10. Luftfahrt

    China plant Super-Windkanal für Hyperschallflugzeuge



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Universal Paperclips: Mit ein paar Sexdezillionen Büroklammern die Welt erobern
Universal Paperclips
Mit ein paar Sexdezillionen Büroklammern die Welt erobern
  1. Disney Marvel Heroes wird geschlossen
  2. Starcraft 2 Blizzard lästert über Pay-to-Win in Star Wars Battlefront 2
  3. Free to Play World of Tanks bringt pro Nutzer und Monat 3,30 Dollar ein

Star Wars Battlefront 2 im Test: Filmreife Sternenkrieger
Star Wars Battlefront 2 im Test
Filmreife Sternenkrieger
  1. Star Wars EA entfernt Mikrotransaktionen aus Battlefront 2
  2. Electronic Arts Community empört über freischaltbare Helden in Battlefront 2
  3. Star Wars Mächtiger Zusatzinhalt für Battlefront 2 angekündigt

Coffee Lake vs. Ryzen: Was CPU-Multitasking mit Spielen macht
Coffee Lake vs. Ryzen
Was CPU-Multitasking mit Spielen macht
  1. Custom Foundry Intel will 10-nm-Smartphone-SoCs ab 2018 produzieren
  2. ARM-Prozessoren Macom verkauft Applied Micro
  3. Apple A11 Bionic KI-Hardware ist so groß wie mehrere CPU-Kerne

  1. Re: Zum scrollen.

    unbuntu | 13:28

  2. Re: Deutlich Verbessert!

    jo-1 | 13:22

  3. Re: Nicht für den Straßenverkehr

    quineloe | 13:21

  4. Re: Schau dir doch an, wie Björn im Norwegischen...

    Eheran | 13:17

  5. Re: naja ...ich setze da auf altbewährtes

    ha00x7 | 13:16


  1. 12:22

  2. 10:48

  3. 09:02

  4. 19:05

  5. 17:08

  6. 16:30

  7. 16:17

  8. 15:49


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel