Digitale Assistenten: Apple wird wegen Siri verklagt

Kläger kritisieren, dass Siri ohne Autorisierung Gespräche am Smartphone aufgenommen hat. Apple wollte die Klage abweisen.

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Klage gegen Apple wegen Siri bewilligt
Klage gegen Apple wegen Siri bewilligt (Bild: Piero Cruciatti/AFP via Getty Images)

Apple wird sich bald vor Gericht für Siri verantworten müssen. Ein Richter hat eine Klage in den USA gegen Apple zugelassen, in der dem Unternehmen vorgeworfen wird, mittels Siri unrechtmäßig Gespräche aufgezeichnet zu haben, berichtet die Washington Post. Apple hatte versucht, die Klage abzuweisen. Der Antrag wurde vom Gericht zurückgewiesen.

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Der Großteil der Klage wurde vom Richter Jeffrey S. White vom US-Bundesbezirksgericht in Oakland zugelassen. Nur in der Frage des wirtschaftlichen Schadens der Kläger wurde ein Teil der Klage abgewiesen. Die laufende Klage soll zu einer Sammelklage werden. Die Kläger machen geltend, dass Siri sich unaufgefordert aktiviert und Gespräche aufgezeichnet habe.

Die Kläger betonen, dass die Gespräche nicht hätten aufgezeichnet werden dürfen. Zudem werfen sie Apple vor, die Daten aus den unrechtmäßig aufgenommenen Gesprächen an Dritte weitergegeben zu haben. Dadurch sei die Privatsphäre der Kläger verletzt worden. "Diese Gespräche fanden in ihrer Wohnung, in ihrem Schlafzimmer und in ihrem Auto sowie an anderen Orten statt, an denen die Klägerinnen Lopez und A. L. allein waren oder eine angemessene Erwartung an die Privatsphäre hatten", heißt es in der Klageschrift.

Digitale Assistenten reagieren auf Signalwörter

Digitale Sprachassistenten wie Apples Siri und Alexa von Amazon sowie Google Assistant sind so konzipiert, dass sie vor allem auf smarten Lautsprechern auf Zuruf aktiviert werden können. Dazu muss ein spezielles Signalwort gesagt werden. Auch Smartphones aktivieren sich dann, wenn die jeweiligen digitalen Assistenten freigeschaltet und das Signalwort gesagt wurde.

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Sobald digitale Assistenten aktiv sind, werden die Sprachbefehle über Server der Anbieter geleitet, um die Anfrage durchzuführen. Alles, was dann gesagt wird, landet auf den Servern von Apple, Amazon oder Google. Alle drei Unternehmen versichern, dass digitale Assistenten erst dann zuhören, wenn sie aktiviert wurden.

Es passiert immer wieder mal, dass sich digitale Assistenten ungewollt aktivieren, weil etwas gesagt wurde, das die Systeme als Signalwort verstanden haben. Für Nutzer der digitalen Assistenten ist es dann so, dass sich die Assistenten aktiviert haben, ohne dass dies gewollt war.

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