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Oliver Samwer, Angela Merkel, Cherno Jobatey und Eduard Sailer (v.l.n.r.)
Oliver Samwer, Angela Merkel, Cherno Jobatey und Eduard Sailer (v.l.n.r.) (Bild: www.cdu.de/Screenshot: Golem.de)

Unentwegt die gleiche Werbung serviert

Allerdings fühlt sie sich selbst durch personalisierte Werbung im Internet verfolgt: "Einmal irgendwo was gekauft im Internet, du wirst verfolgt. Ich kaufe ganz wenig im Internet, dadurch werde ich noch mehr verfolgt. Wenn Sie ganz wenig kaufen, sind Sie ja der Extremfall. Deswegen kriegen Sie auch unentwegt die gleiche Werbung serviert", beschwerte sich Merkel, die offenbar noch nie im Leben ihre Browser-Cookies gelöscht hat. Allerdings ließ sie sich von Moderator Cherno Jobatey nicht entlocken, welche Werbung sie dauernd zu sehen bekommt. "Ich bin doch nicht blöd", sagte Merkel, wobei nicht klar war, ob sie damit bewusst auf den Slogan der Media-Markt-Werbung anspielte.

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Von Oliver Samwer ließ sich Merkel erläutern, wo die Probleme für Startups in Deutschland liegen. Der Geschäftsführer von Rocket Internet verwies darauf, dass es in den USA deutlich mehr Risikokapital gebe. Zudem sei es sehr schwierig, ausländische IT-Experten nach Deutschland zu holen. Der Abstand zwischen den Gründern in Deutschland und den USA sei nicht so groß, allerdings seien die Expansionschancen für US-Firmen deutlich besser.

Allein mit deutschem Kapital habe Rocket Internet nicht aufgebaut werden können, sagte Samwer. Der Internetunternehmer wünschte sich dabei eine Art Anschubfinanzierung vom Staat: "Der Anschub soll nicht wie eine Subvention aussehen, sondern am Ende: ein Euro von der Regierung für vier oder fünf Euro Privatgeld."

Indirekte Kritik an Zalando

Merkel äußerte sich hingegen etwas despektierlich über das Geschäftsmodell vieler Startups, die zunächst nichts verdienten, sondern nur Versprechungen für die Zukunft abgäben. Im Gegensatz dazu seien Familienunternehmen wie Miele nicht dafür bekannt, "dass sie sich bis über die Halskrause verschuldet haben und schon gar nicht, dass sie über Jahre Unternehmen betreiben, die nie einen Gewinn einfahren und immer von der Erwartung leben". Das würde man "in der Realwirtschaft nie bekommen". Merkel sagte: "Ich verfolge das immer, wie Zalando da steht." Die Kanzlerin ließ dabei offen, warum sie zwischen Internet- und "Realwirtschaft" unterscheidet.

Konkrete Versprechungen, wie sie der Digitalwirtschaft in Deutschland helfen will, gab Merkel nicht ab. Auf die Forderung des Miele-Vertreters, sogenannte intelligente Strommesssysteme für alle Haushalte verpflichtend zu machen, um Smart-Grid-fähige Geräte besser verkaufen zu können, reagierte Merkel zurückhaltend. In Kürze wird ein Verordnungsentwurf erwartet, der Vorgaben für den Einbau von Smart Metern macht. Merkel deutete zumindest an, über eine allgemeine Einbaupflicht für Smart Meter noch einmal nachdenken zu wollen.

 Digitale Agenda: Merkel fühlt sich im Neuland verfolgt

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furanku1 14. Nov 2014

Hmm ... ist das in Internetforen nicht der Normalzustand? Da doziert doch jeder, der...

Pwnie2012 08. Nov 2014

Was genau willst du uns damit sagen?

N1nsun 07. Nov 2014

In meiner rosaroten Welt ist der Wirtschaftsminister ein erfolgreicher Geschäftsmann, der...

mnementh 07. Nov 2014

Typische Ad-Hoc-Netzwerke. Aber die Autos kommunizieren untereinander. Warum sollte Auto...

mnementh 07. Nov 2014

Es ist sogar mehr als das. Wenn bei sicherheitskritischen Echtzeitanwendungen von...



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