Digitale Agenda: Die drei Männer von der Internet-Tankstelle

Peinlicher Auftritt auf der Cebit: Die Minister Dobrindt, Gabriel und de Maizière scheitern bei dem Versuch, die digitale Agenda der Regierung zu erklären.

Artikel veröffentlicht am ,
Motto: Subscription failed
Motto: Subscription failed (Bild: www.bundesregierung.de/Screenshot: Golem.de)

Aus dem groß angekündigten Auftritt ist am Ende eine Lachnummer geworden. Bei dem Versuch der Bundesregierung, auf einer Cebit-Pressekonferenz die digitale Strategie bis 2017 zu erklären, ging nach gut 20 Minuten im Internet nichts mehr. Weil die Minister Sigmar Gabriel (SPD), Alexander Dobrindt (CSU) und Thomas de Maizière (CDU) über 20 Minuten zu spät zu dem Termin erschienen waren, wurde der Livestream der Übertragung pünktlich zum vorgesehenen Ende der Konferenz um 15:00 Uhr abgeschaltet. Der Datentsunami, von dem Dobrindt in seinem Statement zuvor gesprochen hatte, blieb den Interessierten außerhalb des Messegeländes erspart. "Motto ist 'Subscription failed'", spottete Netzpolitik.org auf Twitter unter Anspielung auf die Fehlermeldung des Livestreams.

Stellenmarkt
  1. Data Scientist (m/w/d) für parametrische Versicherungen
    Hannover Rück SE, Hannover
  2. Softwareentwickler für Embedded Systems (m/w/d)
    MRU Messgeräte für Rauchgase und Umweltschutz GmbH, Neckarsulm-Obereisesheim
Detailsuche

In den drei vorbereiteten Statements hatten die drei Minister zuvor ihre eigenen Aufgaben innerhalb der Digitalstrategie erläutert, wobei Gabriel von sechs, de Maizière sogar von sieben Handlungsfeldern sprach. Für Wirtschaftsminister Gabriel ist die Verschmelzung der Informationstechnologie mit der klassischen Industrie die wichtigste Aufgabe.

Mit Blick auf das Zuständigskeitsgerangel innerhalb der Regierung sagte Innenminister de Maizière, dass für den Straßenbau ebenfalls nicht ein einzelner Minister zuständig sein könne. Eine solche Vorstellung sei "abwegig". Der Staat müsse in den kommenden Jahre innovative Konzepte entwickeln, um das Internet für Bürger nutzbar zu machen. Dazu gehörten An- und Abmeldungen des Wohnortes über das Netz oder auch die Zulassung von Fahrzeugen. Dazu sei aber Vertrauen in die Sicherheit des Internets wichtig. "Eine Fixierung auf die NSA wird der Sache nicht gerecht", sagte der Minister mit Blick auf die Massenüberwachung des Internetverkehrs durch die Geheimdienste. "Wenn die NSA morgen aufhören würde, wäre nicht viel gewonnen." Nötig sei ein Schutz mit drei Aspekten: durch Recht, Technik sowie Vorsicht und Umsicht. Der Staat könne ein Tagebuch in der Cloud nicht so schützen wie im verschlossenen Schreibtisch, sagte de Maizière.

Dobrindt erwartet Datentsunami

Nach Ansicht von Infrastrukturminister Dobrindt wird die Digitalisierung "so ziemlich alle Lebensbereiche umfassen". Dabei stoße die Technik auf eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. "Ein Tsunami an Datenmengen kommt auf uns zu", sagte Dobrindt. Daher könne das Ziel, bis 2018 eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit 50 MBit/s, nicht der "Fixpunkt" sein. Dies sei lediglich der Anfangspunkt einer weiteren Entwicklung. Es reiche nicht aus, große Bandbreiten in großen Städten zu garantieren.

Golem Akademie
  1. Netzwerktechnik Kompaktkurs
    8.-12. November 2021, online
  2. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  3. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
Weitere IT-Trainings

Wirtschaftsminister Gabriel reagierte zurückhaltend auf eine Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), deutsche Startups vor der Übernahme durch ausländische Firmen schützen zu wollen. Es gehe vor allem darum, mehr Risikokapital bereitzustellen, damit die Expansion aufstrebender Firmen finanziert werden könne.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
M1 Pro/Max
Dieses Apple Silicon ist gigantisch

Egal ob AMD-, Intel- oder Nvidia-Hardware: Mit dem M1 Pro und dem M1 Max schickt sich Apple an, die versammelte Konkurrenz zu düpieren.
Eine Analyse von Marc Sauter

M1 Pro/Max: Dieses Apple Silicon ist gigantisch
Artikel
  1. Displayreinigung: Apple bringt 25-Euro-Poliertuch mit Kompatibilitätsliste
    Displayreinigung
    Apple bringt 25-Euro-Poliertuch mit Kompatibilitätsliste

    Fast unbemerkt hat Apple den eigentlichen Star des Events von Mitte Oktober 2021 in seinen Onlineshop aufgenommen: ein Poliertuch.

  2. Virtualisierung: Parallels Desktop für Mac unterstützt Windows 11
    Virtualisierung
    Parallels Desktop für Mac unterstützt Windows 11

    Das neue Parallels Desktop 17.1 kann unter einem Mac mit Intel oder Apple-Silicon-Prozessor eine Maschine für Windows 11 samt vTPM bereitstellen.

  3. Best Practices zur Absicherung der Cloud
     
    Best Practices zur Absicherung der Cloud

    Welchen Risiken und Bedrohungen ist die Unternehmens-IT bei der Nutzung von Cloud-Services ausgesetzt? Der Online-Workshop der Golem Akademie liefert wertvolle Konzepte für die IT-Praxis.
    Sponsored Post von Golem Akademie

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 360€ auf Gaming-Monitore & bis zu 22% auf Be Quiet • MSI 27" Curved WQHD 165Hz HDR 479€ • Alternate (u. a. Team Group PCIe-4.0-SSD 1TB 152,90€) • LG-TVs & Monitore zu Bestpreisen (u. a. Ultragear 34" Curved FHD 144Hz 359€) • Bosch-Werkzeug günstiger [Werbung]
    •  /