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Digitalbits: Fußballvereine erhalten kein Geld vom Kryptosponsor

Inter Mailand und die AS Rom sind letzte Woche mit ungewöhnlichen Trikots aufgelaufen – ohne den bisherigen Krypto -Sponsor. Grund sind ausbleibende Zahlungen.
/ Tobias Költzsch
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Die Brust ist leer: Matteo Darmian von Inter Mailand ohne Trikotsponsor (Bild: Marco Luzzani/Getty Images)
Die Brust ist leer: Matteo Darmian von Inter Mailand ohne Trikotsponsor Bild: Marco Luzzani/Getty Images

Die beiden italienischen Fußballvereine Inter Mailand und AS Rom sind in den europäischen Wettbewerben Anfang Mai 2023 mit Trikots ohne ihren bisherigen Hauptsponsor aufgelaufen. Statt den Schriftzug der Kryptowährung Digitalbits zu zeigen, blieben die Jerseys der Mailänder ohne Sponsor, auf denen der Römer stand SPQR, das Hoheitszeichen des antiken Rom.

Grund für den ungewöhnlichen Schritt sind ausbleibende Trikotzahlungen des dahinterstehenden Krypto-Finanzunternehmens Zytara, wie Sportschau.de(öffnet im neuen Fenster) berichtet. Zytara sollte Mailand bis 2026 insgesamt 85 Millionen Euro für die Trikotwerbung zahlen, die AS Rom sollte insgesamt 40 Millionen Euro erhalten.

Auf den Trikots stand bis vor kurzem noch der Name der Digitalwährung Digitalbits, die offenbar von Zytara im Rahmen der Zusammenarbeit vermarktet wurde. Stadionbesucher sollten bei Inter Mailand auch mit der Währung bezahlen können – die Verantwortlichen erhofften sich womöglich, mit der Einbindung einer Kryptowährung neue Interessengruppen ansprechen zu können.

Digitalbits sind kaum noch etwas wert

Der Kurs von Digitalbits ist allerdings seit spätestens Anfang 2022 im freien Fall. Aktuell ist 1 Digitalbit 0,0007 Euro wert – zu Höchstzeiten waren es über 70 Cent. Der Beginn der Zusammenarbeit mit den Fußballvereinen ist während dieser Hochphase zu verorten.

Die Digitalbits Foundation verweist laut Sportschau darauf, dass Zytara der Vertragspartner sei. Laut Inter Mailand ist nicht einmal die erste Tranche an Zahlungen eingegangen, auch die AS Rom erhielt keinen einzigen Euro. Die beiden Vereine müssen sich jetzt schleunigst auf die Suche nach einem neuen Sponsor machen – vor allem Inter Mailand plagen grundsätzliche finanzielle Schwierigkeiten.


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