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Open-Xchange und Thunderbird

Die Ablösung von Microsoft Exchange durch Open-Xchange musste in Schleswig-Holstein deshalb gleichzeitig mit dem Umstieg auf Libre Office abgewickelt werden. "Die Notwendigkeit, parallel zur Bereitstellung der Weboberfläche von Open-Xchange auch Thunderbird als Desktop-Client bereitzustellen, wurde erst relativ spät erkannt und musste dann unter großem Zeitdruck umgesetzt werden" , heißt es dazu aus dem Büro des Digitalministeriums.

Wesentliche Gründe für den Umstellungsdruck auf Thunderbird war die Notwendigkeit des "Offline-Zugriffs auf Postfächer und Funktionalitäten, wie Drag & Drop von E-Mails in andere Anwendungen wie die elektronische Akte." Diese Funktionen werden nun plangemäß in Open-Xchange integriert. Besonders komplex aber war die Umstellung der Netzwerk- und Benutzerverwaltung.

Active X Directory und Debian-Middleware

"Die Anbindung über den Univention Corporate Server an die bestehende zentrale Benutzerverwaltung, nämlich an ein zentrales Microsoft Active Directory" habe sich sich "als technisch sehr komplex erwiesen" , so das Digitalministerium weiter. Konkret sei es darum gegangen, "Benutzerinformationen und Berechtigungen samt Informationen wie Stellvertreterberechtigungen und Funktionspostfach-Zugriffsberechtigungen korrekt an Open-Xchange zu übermitteln."

Dieses Problem machte "intensive Konzeptarbeit zwischen den beteiligten IT-Dienstleistern, nämlich Dataport, der Open-Xchange AG und der Univention GmbH" nötig. Der Univention Corporate Server ist eine auf Debian Linux basierende Server-Middleware, die durch die Integration von Samba 4 auch die von MS Active X Directory bereitgestellten Funktionen für die Verwaltung von Windows-PCs unterstützt.

Asterisk und Kamailio

Die Ablösung des bestehenden VoIP-Telefoniesystems von Cisco machte überhaupt eine Eigenentwicklung nötig. Dafür wurde "eine Open-Source-Kommunikationsarchitektur (Oskar)(öffnet im neuen Fenster) entwickelt. Zum Einsatz kommen beispielsweise Asterisk und Kamailio," heißt es dazu aus dem Büro des Digitalministeriums. Oskar wird "an einigen Hochschulstandorten in Schleswig-Holstein pilotiert und parallel weiterentwickelt." Ziel sei die mittelfristige Einführung dieses Telefonsystems auf allen Arbeitsplätzen der Landesverwaltung Schleswig-Holsteins.


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