Digital Paper DPT-RP1: Sonys neuer E-Paper-Notizblock wird 700 US-Dollar kosten

Sony hat die Preise(öffnet im neuen Fenster) rund um sein neue Digital Paper System DPT-RP1 bekanntgegeben und will den digitalen Notizblock noch im Juni 2017 ausliefern. Das gilt allerdings zunächst nur für die USA. Das kommt überraschend schnell, denn Sony hat die Kooperation mit E Ink erst vor wenigen Wochen bekanntgegeben.
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Die technischen Daten sind schon seit der ersten Ankündigung vor wenigen Wochen bekannt : Das Gerät hat eine Bildschirmdiagonale von 13,3-Zoll und bietet 2.200 x 1.650 Pixel (16 Graustufen). Intern werden 16 GByte Speicher verbaut, von denen 11 GByte zur Verfügung stehen, und für die Rechenleistung ist ein Marvell IAP140 mit vier Kernen verantwortlich. Mit rund 350 Gramm ist es laut Datenblatt(öffnet im neuen Fenster) zudem sehr leicht. Drahtlos wird das Gerät per 802.11a/b/d/n/ac oder Bluetooth 4.2 angebunden.
Chaotische Angaben zur Akkulaufzeit
Die Akkulaufzeit wird als Szenario-Laufzeit angegeben. Im typischen Einsatz erwartet Sony drei Wochen Laufzeit. Allerdings schränkt Sony dies ein: WLAN und Bluetooth müssen dafür abgeschaltet sein, und der Anwender darf nicht mehr als 30 Seiten und insgesamt 60 Minuten am Tag lesen und kritzeln, wobei der Stift nur eine Minute je Tag genutzt werden darf. Das klingt nicht unbedingt nach einen Einsatz im Beruf. Eine Minute pro Tag für die Stiftbedienung erscheint unrealistisch.
Immerhin gibt Sony die Auswirkungen durch WLAN an. Dadurch reduziert sich die Akkulaufzeit auf eine Woche. Die Anzahl der gelesenen Seiten und die Dauer verdoppeln sich dann allerdings, und der Anwender kann zehn Minuten pro Tag Notizen machen. Das klingt fast danach, als wären WLAN-Nutzer lese- und schreibfreudiger. Der Stift selbst, der auch einen Akku beinhaltet, kann einen Monat lang genutzt werden, wenn er 60 Minuten pro Tag verwendet wird.
Die Ladezeiten liegen dagegen im annehmbaren Bereich. Der Stift ist binnen drei Stunden aufgeladen. Für das Digital Paper braucht es 5,5 Stunden.
Zumindest in den USA wird das System im Juni 2017 ausgeliefert und 700 US-Dollar kosten (netto, ohne ortsabhängige Sales Tax). Ein Ersatzstift kostet 80 US-Dollar. Dieser ist mit dem Vorgängersystem, das seinerzeit für 1.000 US-Dollar verkauft wurde, nicht kompatibel.