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Digital Markets Act: Diese Tech-Firmen gelten in der EU als Gatekeeper

Thierry Breton nennt die Unternehmen, die unter den Digital Markets Act der EU fallen. Neben Meta und Apple gehört auch Samsung dazu.
/ Daniel Ziegener
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Thierry Breton und die sieben Gatekeeper (Bild: Reuters/Monasse T/Andbz)
Thierry Breton und die sieben Gatekeeper Bild: Reuters/Monasse T/Andbz

In einem Video hat EU-Kommissar Thierry Breton die Namen der Unternehmen verkündet, die unter dem Digital Markets Act in der EU als sogenannte Gatekeeper eingestuft(öffnet im neuen Fenster) werden: das Google-Mutterunternehmen Alphabet, Amazon, Apple, Tiktok-Betreiber Bytedance, der Facebook- und Whatsapp-Konzern Meta, Microsoft und Samsung.

Die Unternehmen mussten sich selbst bei der EU melden, wenn sie unter die Kriterien fallen. Die Deadline dafür lief am 3. Juli 2023 ab. Das Reiseportal Booking.com kündigte bereits an, im kommenden Jahr die Kriterien zu erfüllen.

Die sieben genannten Firmen haben demnach mindestens in den vergangenen drei Jahren 7,5 Milliarden Euro Umsatz in der EU gemacht oder eine Marktkapitalisierung von mehr als 75 Milliarden Euro erreicht. Außerdem müssen sie den Kriterien nach in mindestens drei Mitgliedsstaaten der EU aktiv sein und entweder mehr als 45 Millionen monatlich aktive Endnutzer oder 10.000 jährlich aktive Geschäftskunden haben.

Die Liste ist noch nicht final. Breton kündigte an, dass die EU die Erklärungen der Unternehmen bis zum 6. September 2023 prüfen wird. Danach haben die Gatekeeper sechs Monate Zeit, um die Vorschriften des Digital Markets Act (g+) umzusetzen.

Der chinesische Tiktok-Betreiber Bytedance reihte sich entsprechend den Kriterien zwar in die Liste ein, kritisierte aber die Bezeichnung als Gatekeeper, wie Reuters berichtete.

7 companies have notified the 🇪🇺 Commission that they meet the #Gatekeepers(öffnet im neuen Fenster) thresholds under the Digital Markets Act ( #DMA(öffnet im neuen Fenster) ):

Alphabet
Amazon
Apple
ByteDance
Meta
Microsoft
Samsung

🔜 Following our review process, official designation will be announced no later than 6 September pic.twitter.com/1qr5Scly0S(öffnet im neuen Fenster)

— Thierry Breton (@ThierryBreton) July 4, 2023(öffnet im neuen Fenster)

Eine der deutlichsten Konsequenzen könnte die Öffnung von iOS für alternative Appstores sein , auch wenn Sicherheitsexperten das kritisch sehen . Das Sideloading könnte bereits mit iOS 17 eingeführt werden – zumindest für Nutzer in der EU.

Auch Entwickler des Messengers Signal äußerten sich kritisch über die möglichen Folgen der im DMA vorgesehenen Interoperabilität zwischen verschiedenen Diensten.


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