Digital Car: BMW plant neues Infotainment-System für seine Autos
BMW will sein Infotainment-System OS7 abschaffen und künftig ein noch namenloses System einführen, an dem 4.000 Softwareentwickler arbeiten. Als Basis dient aber nach wie vor Linux. Zuerst soll das neue System im Elektro-SUV BMW iX verwendet werden, berichtet das Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) . Das Fahrzeug erscheint 2021. Die restliche Modellpalette soll ebenfalls zügig davon profitieren. Das System soll sich über Bildschirme und Sprachbefehle steuern lassen. Der iX soll mit 5G ausgerüstet werden und kann auch Over-the-Air-Updates empfangen.
Das ist auch schon bei OS7 möglich. Ein großes Update hat BMW darüber bereits veröffentlicht. Die neuen Funktionen umfassen bei manchen Modellen zum Beispiel eine Türöffnungsmöglichkeit per Smartphone oder ein cloudbasiertes Navigationssystem, heißt es beim Handelsblatt. Großes Vorbild für die Branche ist Tesla mit seinem Betriebssystem, das kontinuierlich Updates und auch neue Funktionen beinhaltet.
BMW lässt auch Android Auto und Apples CarPlay zu, Google Automotive Services hat BMW allerdings ausgeschlossen. Letzteres ist ein eigenständiges Infotainment-System von Google, bei dem die Daten auch an das US-Unternehmen fließen. Es wird von Polestar beim Elektroauto Polestar 2 verwendet. Künftig wird auch General Motors Googles Auto-Betriebssystem nutzen.

Auch ein anderer großer Autokonzern sieht Software als zentralen Erfolgsfaktor : Volkswagen bündelt in der im Juli 2020 gegründeten Einheit Car.Software.Org die Softwareentwicklung des Konzerns. Sie soll unter anderem das firmeneigene Betriebssystem VW.OS entwickeln. Laut VW-Chef Herbert Diess konnte Volkswagen für die neue Organisation in den vergangenen Monaten zahlreiche Mitarbeiter gewinnen: "Wir haben in den letzten Monaten um die 500 neue IT-Spezialisten eingestellt. Wir kaufen auch ganze Firmen hinzu. Bis zum Jahresende werden wir fast 6.000 Leute in der Car.Software.Org haben."
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