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Digiskopie: Nähe aus der Entfernung
Digiskopie: Nähe aus der Entfernung (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Die Ausrüstung zum Digiskopieren

Da ist zunächst natürlich das Spektiv selbst. Es gibt zwei Klassen: Die kleineren haben ein Objektiv mit einem Durchmesser von 60 bis 65 Millimetern, die größeren einen von 80 bis 100 Millimetern. Anders als Objektive werden Spektive nicht nach ihrer Brennweite benannt, sondern nach dem Durchmesser der vorderen Linse.

  • Löwe im Tierpark Hagenbeck: Geht es noch größer? (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Klar! Mit dem Spektiv auf der Kamera. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Dösende Tiere eignen sich gut zum Digiskopieren. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Digiskopie schafft Nähe aus der Entfernung. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Wie nah darf es denn sein? (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Zum Digiskopieren wird ein Spektiv mit Hilfe eines speziellen Adapters... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... an eine Kamera montiert. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Damit lassen sich dann Motive in großer Entfernung fotografieren. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Spektiv holt die Tiere nahe heran. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das von uns getestete Spektiv hat einen Brennweitenbereich von 900 ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • .... bis 2.100 Millimeter Kleinbildäquivalent. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Allerdings vergrößert das Spektiv nicht nur das Motiv, sondern auch alles dazwischen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • An warmen Tagen vor allem Hitzeflimmern, das dem Foto eine impressionistische Anmutung gibt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Fokussiert wird manuell, was nicht ganz einfach ist. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Schärfebreich ist sehr klein. Der Schärfepunkt wird schnell verpasst. Hier liegt er hinter dem Auge. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Mit etwas Geduld und Übung klappt es aber. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Dann gelingen schöne Aufnahmen - im Zoo, ...  (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... auf dem Deich ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... oder im Gebirge. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Da der Digiskopierer weit genug von der Gams weg ist, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... stört er sie nicht. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Auch die Murmeltiere... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... kümmern sich nicht um den Menschen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Digiskopieren lassen sich aber auch andere Motive: Bäume im Nebel zum Beispiel. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Oder der Mond. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Zum Digiskopieren wird ein Spektiv mit Hilfe eines speziellen Adapters... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Die 60er- oder 65er-Spektive sind relativ klein und leicht. Allerdings ist ihre Blende kleiner als die der 80er- bis 100er-Klasse. Vorteil der kleinen Spektive ist ihre relativ kurze Naheinstellungsgrenze von knapp über zwei Metern. Die großen brauchen einen größeren Abstand vom Motiv. Bei unserem 95er-Spektiv etwa sind das 4,8 Meter. Die großen Spektive sind nicht nur deutlich schwerer. Sie sind auch teurer, weil die Herstellung der großen Linsen sehr aufwendig ist. Dafür bieten sie eine gößere Blende.

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Zum Spektiv gehört ein Okular

Mit dem Objektiv allein ist wenig anzufangen: Erst das Okular macht das Spektiv komplett. Auf dem Markt gibt es viele Hersteller. Kretzschmar rät allerdings zu einem Spektiv von einem der Premiumhersteller. Neben Swarovski sind das Zeiss, Leica, Nikon oder Kowa. Swarovski habe gerade einen Vorteil, weil die Österreicher bei der Entwicklung ihrer neuen Spektive die Digiskopie einbezogen haben. Er glaubt allerdings, dass die anderen Hersteller nachziehen.

Wichtig ist, dass die Linsen apochromatisch korrigiert sind, damit es keine Farblängsfehler gibt, die sich auch mit Bildbearbeitungssoftware kaum retuschieren lassen. Bei den genannten Herstellern ist das Standard. Leica etwa nennt diese Linsen Apo-Televid, Nikon ED, Swarovski HD und Zeiss Diascope. Ganz günstig ist die Digiskopie nicht: Ein 65er-Spektiv mit Weitwinkel-Zoom-Okular und Adapter kostet etwa 2.000 Euro. Soll es ein Spektiv der großen Kategorie sein, wird es gut 1.000 bis 1.300 Euro teurer.

Die Kamera sitzt an einem Adapter

Die Kamera wird mit einem Adapter an das Spektiv geflanscht. Es gibt mechanische Adapter, mit denen einfache Kameramodelle einfach an das Spektiv geklemmt werden. Selbst für einige Smartphones werden passende Adapter angeboten. Für eine DSLR ist das in der Regel ein Linsenadapter, der über das Okular gestülpt wird. Ein solcher Adapter hat ein Gewinde für T2-Adapter, die es für alle gängigen Bajonetttypen gibt. Wir haben mit einer Canon-DSLR und mit einer MFT-Kamera von Olympus digiskopiert.

Bei einer solchen Brennweite ist das Fotografieren aus der Hand kaum möglich. Ein winziger Schubs an der Kamera verwackelt das weit entfernte Motiv schon immens. Spektiv und Kamera sollten deshalb auf ein stabiles Stativ gesetzt werden. Am besten eignen sich Holzstative, da sie schwingungsarm sind. Der Stativkopf sollte einen Fluid-Neiger haben. Eine Balanceschiene mit zwei Auflagepunkten unter dem Spektiv sorgt für mehr Stabilität als die Stativschelle, die relativ weit vorn am Objektiv sitzt.

Ein Sack ersetzt das Stativ

Kretzschmar selbst spart sich oft die Stativschlepperei und digiskopiert aus der Hand oder setzt einen Beanbag ein. Das ist ein mit Reis, Bohnen, Erbsen oder Ähnlichem gefüllter Sack, den er auf eine Mauer, einen Zaun oder einem Ast auflegt und der dann das Spektiv und die Kamera trägt. Allerdings, sagt er, sei Halbfreihand- oder Freihand-Digiskopie nichts für Anfänger.

Wackeln ist bei einer Brennweite jenseits der 1.000 Millimeter aber nicht die einzige Schwierigkeit, mit der sich der Digiskopierer konfrontiert sieht.

 Digiskopie ausprobiert: Ich schau dir in die Augen, Wildes!Scharfstellen ist nicht so einfach 

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zu Gast 31. Aug 2015

Na, das ist eigentlich nicht der übliche Einsatzbereich. Immer mehr Verbreitung findet...

zu Gast 31. Aug 2015

Ziemlicher Preis, nur.....bei schlechtem Licht kommst mit dem kleinen...

neustart 31. Aug 2015

Wohl wahr ... Durch die Redundanz in der Manpower ist es dann auch zu verschmerzen, wenn...

namenloser22 31. Aug 2015

Stimmt, selbst kleine Drohnen könnten das Gewicht heben. Die Frage nach der Akkulaufzeit...

Arestris 31. Aug 2015

Ich bin ehrlich, solche Parks würde ich meiden. Bisher war ich allerdings nur bei uns in...



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