• IT-Karriere:
  • Services:

Dieter Zetsche: Daimler-Chef lässt das Apple-Auto kalt

Dieter Zetsche hat sich zu Gerüchten geäußert, nach denen Apple ein eigenes Auto bauen will. Der Daimler-Chef glaubt nicht daran, sollte es aber dennoch passieren, sieht er aufgrund der mangelnden Erfahrung kaum Chancen für Apple. Das sehen auch andere Autobauer so.

Artikel veröffentlicht am ,
Daimler-Chef Dieter Zetsche bleibt beim Apple-Car gelassen.
Daimler-Chef Dieter Zetsche bleibt beim Apple-Car gelassen. (Bild: Ralph Orlowski/Reuters)

Daimler-Chef Dieter Zetsche erwartet kein Auto von Apple. Sollte es dennoch dazu kommen, würde Zetsche Apple viel Erfolg wünschen und den neuen Wettbewerber begrüßen.

Stellenmarkt
  1. SAXOVENT Ökologische Investments GmbH & Co. KG, Berlin Charlottenburg
  2. Hays AG, Salzgitter Thiede

In einem Interview mit der Zeitung "Welt am Sonntag" bemerkte er trocken: "Wir haben lange Erfahrung im Automobilbau, wir haben das Auto erfunden. Und Erfahrung ist in einem so komplexen Geschäft wie dem Automobilbau mit entscheidend.". Diese Erfahrung fehle Apple, weshalb er dem Unternehmen wenig Chancen einräumt. "Wenn wir morgen ankündigten, dass Daimler künftig Smartphones baut, würde das Apple nicht beunruhigen oder aus der Bahn werfen. Und das gilt auch für uns", sagte Zetsche.

Zum Handelsblatt sagte Zetsche zur gleichen Thematik: "Ich würde es für wahrscheinlicher halten, dass es bei Apples mutmaßlichen Autoplänen nicht so kommt, wie es heißt". Es könnte also etwas ganz anderes hinter den Gerüchten zum Projekt "Titan" stecken als angenommen.

Vergangene Woche berichteten Wall Street Journal und Financial Times, dass Apple im Geheimen an einem Elektroauto arbeiten würde. Zahlreiche Ingenieure aus dem Bereich Fahrzeugbau und Elektrotechnik seien abgeworben worden, um ein iCar zu bauen. Ein Akku-Unternehmen klagt gar gegen Apple und Ex-Mitarbeiter, weil man ihnen Personal abgeworben habe, das eigentlich ein Konkurrenzverbot auferlegt bekommen habe.

Zetsche sieht aber noch ganz andere Probleme als nur technische Hindernisse, die Apple überwinden müsste. Einerseits sei es nicht mehr üblich, Unternehmen als Konglomerate zu betreiben, die vollkommen unterschiedliche Geschäftszwecke verfolgten. "Zweitens entscheiden auch die Investoren, ob sie sich lieber in schnelllebigen Consumer-Produkten oder in langfristigen Investitionsprodukten engagieren wollen.".

Wenn er sich irren sollte, dann würde Daimler den neuen Wettbewerber aber mit Respekt behandeln. "Und wenn das eine Firma ist, die einen wirtschaftlich starken Hintergrund hat, ist das zweifellos eine potenzielle Stärke eines Wettbewerbers". Es gebe weltweit mehr als hundert Automarken. Für den Daimler-Chef sei es erst einmal irrelevant, ob es da nun eine mehr oder weniger gebe.

Zetsche warnte vor dem Hintergrund der Annäherung von IT- und Autosektor jedoch vor einer Missachtung des Datenschutzes. Probleme könnte es zum Beispiel beim autonomen Fahren geben. "Wir müssen sehr genau hinsehen, wann welche Daten zu welchem Zweck generiert werden", warnte Zetsche im Handelsblatt. "Das Vertrauen, das der Kunde auf uns beim Thema Sicherheit setzt, gilt ganz besonders für die Sicherheit seiner Daten."

Dan Akerson, ehemaliger Chef von General Motors, ging mit seiner Meinung über ein angebliches iCar einen Schritt weiter: "Die haben keine Ahnung, in was sie geraten, wenn sie das versuchen". In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg warnte Akerson vor den regulatorischen Hürden und Zulassungsverfahren, die Autos durchlaufen müssten. "Eine Menge Leute, die nie in der Autoindustrie waren, tendieren dazu, sie zu unterschätzen," so Akerson.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Lenovo Yoga Slim 7i Evo 14 Zoll i5 8GB 512GB SSD für 799€, Motorola moto g9 plus 128GB...
  2. (u. a. Samsung UE-50TU7170 50 Zoll LED für 449€, HP EliteBook 840 G1 generalüberholt 14 Zoll i5...
  3. 39,99€ + 2,99€ Versand oder kostenlose Marktabholung
  4. 79,49€ inkl. Direktabzug

User_x 24. Feb 2015

der weg zum erfolg des ios: datenflat mit telefon... hatten andere nicht so gut und...

User_x 24. Feb 2015

mag sein... deswegen ist der tesla ja auch so verbreitet (*hust*)... was bringts dir, in...

tingelchen 23. Feb 2015

Könnte man so stehen lassen. Wären da nicht zwei Unterschiede :) 1) Schaut Mercedes nicht...

vulkman 23. Feb 2015

GENAU das haben die Handyhersteller damals halt auch gesagt, deswegen müssen ja jetzt...

vulkman 23. Feb 2015

Ja, du hast vorher die Fakten nicht gecheckt und erzählst jetzt nebulöses Zeug um davon...


Folgen Sie uns
       


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /