Dieselgate: Elon Musk will Volkswagen zu mehr E-Autos zwingen
Elon Musk und weitere Manager haben der kalifornischen Umweltbehörde Carb einen ungewöhnlichen Vorschlag zum Umgang mit dem Volkswagen-Emissionsskandal zukommen lassen. Statt einer Ausbesserung der Dieselmotoren sollte die Behörde VW dazu bringen, die Herstellung von Elektroautos zu verstärken. Die zu erwartende Strafzahlung sollte in die Forschung und Entwicklung oder in Investitionen in Produktionskapazitäten gesteckt werden, schlagen die Unterzeichner des Briefs vor, der beim Handelsblatt online (PDF(öffnet im neuen Fenster)) einsehbar ist.
Die Idee stammt aber nicht von Elon Musk, der nur der bekannteste Unterzeichner sein dürfte, sondern von Ion Yadigaroglu vom New Yorker Investmentfonds Capricorn, einem ehemaligen Tesla-Investor. Zu den Unterzeichnern gehört zudem der ehemalige Ebay-Manager Jeff Skoll, ein Ex-Deutsche-Bank-Manager sowie diverse Investoren und Vertreter von Nachhaltigkeitsinitiativen. Auch der Strom für Elektroautos wird in der Regel aber nicht emissionsfrei erzeugt.
Die Umweltbehörde will in der nächsten Woche darüber entscheiden, ob sie dem Rückrufplan von Volkswagen zustimmt. Eventuell ist der Vorschlag der Initiative sogar im Sinne Volkswagens. Auf der CES 2016 in Las Vegas will VW Anfang 2016 ein neues Elektrokonzeptfahrzeug vorstellen. Nach Ansicht des Unternehmens wird der Automobilmarkt künftig von der Elektromobilität bestimmt. VW ist kein Neuling im Bereich Elektroautos. Das Unternehmen bietet aktuell fünf E-Autos an, wobei nur zwei ohne zusätzlichen Verbrennungsmotor ausgerüstet sind.
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