Dieselaffäre: Audi sieht die Zukunft elektrisch
Audi-Chef Rupert Stadler wollte auf der Jahrespressekonferenz den Blick in die Zukunft richten und die Neupositionierung des Autoherstellers(öffnet im neuen Fenster) erklären, doch die Staatsanwaltschaft und Beamte des bayerischen Landeskriminalamts durchsuchten zum gleichen Zeitpunkt im Rahmen einer Razzia die Konzernzentrale in Ingolstadt. Grund waren Ermittlungen im Rahmen des VW-Dieselskandals um manipulierte Abgassoftware, in den auch Audi verwickelt sein soll.
Den Diesel haben VW und Audi zwar noch nicht ganz abgeschrieben, doch die Ausrichtung des Unternehmens in Richtung Elektroautos ist mittlerweile erkennbar. 2018/2019 soll das erste reine Elektroauto mit den vier Ringen auf den Markt kommen, das keinen zusätzlichen Verbrennungsmotor besitzt. Es soll sich um ein SUV mit 500 km Reichweite handeln. Zwei weitere Elektroautos sollen bis Ende 2020 folgen. Dazu zählen ein Sportwagen und ein Kompaktfahrzeug, wie Stadler schon im Vorfeld gegenüber Autoexpress(öffnet im neuen Fenster) verriet.
Der Elektrosportwagen soll es mit dem BMW i8 aufnehmen und das Kompaktfahrzeug dürfte auf dem vom Mutterkonzern Volkswagen vorgestellten Elektroauto I.D. basieren, das je nach Akkuausstattung 400 bis 600 Kilometer weit fahren soll und mit einem 170-PS-Elektromotor angetrieben wird. Er basiert auf dem neu entwickelten Modularen Elektrobaukasten (MEB).
Stadler verriet, dass Audi in den vergangenen drei Jahren mehr als 6.000 Mitarbeiter für den Umgang mit Hochvolt-Technik geschult hat und sich am Aufbau der öffentlichen Schnellladeinfrastruktur beteiligt. Das Ladenetz soll auf dem CCS-Standard (Combined Charging System) basieren.
Automatisierte Fahrfunktionen will Audi im neuen A8 anbieten(öffnet im neuen Fenster) , wobei nur eine Level-3-automatisierte Fahrfunktion für Geschwindigkeiten bis 60 km/h integriert wird.
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