Dienstwagen-Check 2026: Das 800-Volt-Problem der elektrischen Luxusklasse
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Während bundesweit die Zulassungszahlen von E-Autos stark steigen, stagniert deren Nutzung durch deutsche Spitzenpolitiker. Aus dem Dienstwagen-Check 2026 der Deutschen Umwelthilfe geht hervor, dass der Anteil der vollelektrischen Dienstwagen im Jahresvergleich leicht von 36,6 auf 36,1 Prozent gesunken ist. "160 von 249 Dienstwagen überschreiten mit ihrem realen CO2-Ausstoß den EU-Flottengrenzwert und erhalten eine rote Karte", schreibt die Organisation(öffnet im neuen Fenster).
Kritisch bewertet die DUH in ihrem Vergleich den Anstieg von Plug-in-Hybriden, die inzwischen 42 Prozent der Dienstwagen von Ministern in Bund und Ländern ausmachten. "Vollelektrische Dienstwagen verursachen im Durchschnitt 62 Gramm CO2 je Kilometer. Plug-in-Hybride kommen auf 179 Gramm und stoßen damit fast dreimal so viel CO2 aus", heißt es zur Begründung.
Umstieg auf Plug-in-Hybride und Diesel
Der DUH zufolge haben die drei Staatsminister aus dem Auswärtigen Amt ihre bisherigen Elektrofahrzeuge durch Plug-in-Hybride ersetzt. Auch die Hamburger Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) und Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) sowie der sächsische Umweltstaatsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) hätten ihre Elektroautos gegen einen Plug-in-Hybrid getauscht.
Im Februar 2026 wurde bereits bekannt, dass Politiker wie der nordrhein-westfälische Finanzminister Marcus Optendrenk von ihrem elektrischen Dienstwagen auf einen Diesel umgestiegen sind. Zur Begründung sagte der CDU-Politiker: "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Elektrofahrzeug im Alltagsbetrieb im politischen Düsseldorf gut funktioniert, aber bei einem engen Terminkalender und langen Fahrten durch ein Flächenland wie Nordrhein-Westfalen stoßen sie an Grenzen."
Ob dieses Argument tatsächlich zutrifft, sei dahingestellt. Schließlich nutzen vier NRW-Minister weiterhin einen BMW i7 xDrive60, mit dem Optendrenk nicht zufrieden war. Der bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU), der dasselbe Modell nutzt, sagte im Februar 2026 dem Spiegel(öffnet im neuen Fenster) (Paywall), dass er noch nie eine Situation erlebt habe, "bei der ich befürchten musste, dass wir stehen bleiben". Laut Bernreiter ist es keine Frage der Infrastruktur, die Tankstelle gegen die Ladesäule zu tauschen, sondern der Organisation.
Allerdings bleibt festzuhalten, dass elektrische Politikerdienstwagen wie der BMW i7 oder der Mercedes-Benz EQS in Sachen Ladeleistung nicht auf der Höhe der Technik sind.
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