Das Weltall fertig erkundet

Drei Wochen nach Weihnachten geht damit eine der unserer Meinung nach besten Sci-Fi-Serien der letzten Jahre zu Ende: The Expanse bringt die Geschichte um die Crew der Rocinante nach sechs Staffeln zu einem Abschluss. Die sechs Episoden werden derzeit wöchentlich auf Amazon Prime Video veröffentlicht. Das Serienfinale folgt am 14. Januar 2022.

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Dabei hätte das Aus für die Serie bereits viel früher kommen können. Nach Ende der dritten Staffel erneuerte der damalige Auftraggeber Sy-Fy die Serie nicht weiter. Mit viel Community-Aufwand wurde Amazon auf das Projekt aufmerksam. Kurze Zeit später konnten sich Fans über drei weitere Staffeln freuen.

Das Universum von The Expanse ist mit dem Ende der Hauptserie aber nicht zu Ende erkundet. Weitere Spin-Off-Serien, ein Film und ein Adventure-Rollenspiel von Telltale Games erweitern die Geschichte. Möglicherweise werden Fans bekannte Gesichter wiedersehen. Sicher ist das aber nicht.

Lycamobile ist pleite

Die deutsche Tochter des britischen MVNO-Konzerns namens Lycamobile muss ihr Geschäft einstellen. Das Unternehmen hat Ende August ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Weltweit hat Lycamobile nach eigenen Angaben etwa 15 Millionen Kunden. Das konnte die deutsche Abspaltung allerdings nicht vor der Pleite retten.

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Hierzulande verwendet Lycamobile das D2-Netz von Vodafone mit der Vorwahl 01521 mit. SIM-Karten von Lycamobile-Kunden sollen derweil weiterhin funktionsfähig bleiben. Als virtueller Netzanbieter kauft das Unternehmen Kapazitäten beim Carrier Vodafone ein und verteilt diese an die eigenen Kunden.

Schon 2016 war der Betreiber im Fokus von Finanzbehörden. Er habe Umsatzsteuern nicht ordnungsgemäß abgeführt und wurde deshalb auf 70 Millionen Euro Ersatzleistungen verklagt. Das Unternehmen verlor den Prozess im Februar 2021. Infolgedessen benannte sich Lycamobile um und verwischte die eigenen Spuren, um einer hohen Steuerlast zu entgehen.

Trojanerhersteller geht bankrott

Wo kaufen Unternehmen, Angreifer und Staaten Malware und Trojaner ein? Bei Software-Firmen wie der Finfisher GmbH beispielsweise. Das Unternehmen stellt unter anderem nachgewiesenermaßen Spyware und Trojaner für deutsche Behörden her. Allerdings musste das Team Anfang Dezember 2021 Insolvenz anmelden.

Die Community auf Twitter hat die Neuigkeit um die Insolvenz schnell begrüßt, da die Firma von vielen Seiten für dubiose Geschäfte kritisiert wird. Im Oktober 2020 gab es etwa eine Untersuchung bei Finfisher. Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, Schadsoftware illegal exportiert zu haben - unter anderem an die türkische Regierung, die das Spionageprogramm Finspy gekauft habe.

Die Finfisher Holding, Besitzer des Softwareunternehmens, hat sich mittlerweile in Vlicius Holding umbenannt. In der Community gibt es den Verdacht, dass die Softwareschmiede so heimlich abgewickelt werden könnte. Schadsoftware könnte dann unter einem anderen Namen einfach weiterentwickelt werden. Dann würde sich an den Machenschaften von Finfisher nicht viel ändern, nur eben der Name auf der Rechnung.

DHL eignet sich nicht als Lebensmittellieferant

Im März 2020 hatte der Paketdienstleister DHL einen Spezialauftrag erhalten: Lebensmittel von Supermärkten direkt vor die Haustür zu liefern. 37.000 Haushalte konnten auf die Essenslieferung per Post vertrauen - zu Pandemiezeiten. Zunächst war das als Pilotprojekt im Bundesland Nordrhein-Westfalen geplant. Die Einkäufe wurden auf Basis von Bestellformularen getätigt, die die Deutsche Post DHL zuvor verteilt und anschließend eingesammelt hatte.

Das stellte sich jedoch als zu große Herausforderung heraus. "Die Lebensmittellogistik mit ihren Anforderungen an Kühlung und Lieferzeiten ist eine Herausforderung, die sich in ein Massengeschäft, wie wir es mit Briefen und Paketen betreiben, nur mit extrem hohen Aufwand integrieren lässt", sagt Thomas Schneider, Chef der Sparte Post & Pakete in Deutschland. Gerade die Kühlung und Aufbewahrung von Lebensmitteln unterliege strengen Regeln, die die DHL mit den eigenen Fahrzeugen nicht einhalten konnte.

2021 wurde vor allem durch eines bestimmt: die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen durch Regierungen und Lieferengpässe bei Elektronikprodukten. Nicht umsonst legen Hersteller teils ihre Produktionen still, entlassen Mitarbeiter in Teilzeit - oder können die Playstation 5 noch immer nicht ausliefern.

Ob sich das 2022 ändern wird, ist ungewiss. Bisher sieht es nicht danach aus. Aber wer weiß: Vielleicht gehört die Pandemie im nächsten Jahr zu den Dingen, die auf der Golem.de-Liste der eingestellten und beendeten Dinge stehen. Das können wir uns nur wünschen.

Anmerkung

Dieser Artikel ist Teil einer Serie, in der Golem.de jedes Jahr gescheiterte und eingestellte Projekte, Unternehmen, Produkte und andere wichtige Ereignisse vorstellt. Hier eine Liste mit den Artikeln der letzten Jahre:

Artikel von 2020: Was 2020 eingestellt und geschlossen wurde

Artikel von 2019: Was 2019 eingestellt und geschlossen wurde

Artikel von 2018: Was 2018 eingestellt und geschlossen wurde

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