Danke, Merkel

Zum Ende des Jahres ging außerdem eine prägende Ära der jüngeren deutschen Geschichte zu Ende: Nach 16 Jahren endete die Kanzlerschaft von Angela Merkel, Nachfolger ist Olaf Scholz von der SPD. Die neue Bundesregierung ist eine Koalition aus SPD, FDP und Grünen, sie löst die langjährige Große Koalition und Merkel-Regierung ab. Das bringt einige Veränderungen mit sich. Beispielsweise wird das Ministerium für Verkehr und Digitales in das Ministerium für Digitales und Verkehr umgewandelt. Der Fokus soll mehr auf digitaler Infrastruktur - also Mobilfunknetze, Glasfasernetze und mehr - liegen.

Stellenmarkt
  1. Quality Engineer* Natural Mainframe
    Software AG, Darmstadt
  2. Fachinformatiker (m/w/d) für die Antriebstechnikproduktion
    Beckhoff Automation GmbH & Co. KG, Verl
Detailsuche

Chef des Ministeriums ist der FDP-Politiker Volker Wissing, der mit seinem Amt zusätzliche Kompetenzen aus dem Wirtschaftsministerium und Kanzleramt erhält. Der Fokus liege dabei auf den "Zuständigkeiten für operative Vorhaben der Digitalpolitik". Der Bereich E-Government, also die Digitalisierung des Verwaltungsapparates der Bundesregierung, obliegt allerdings weiterhin dem Innenministerium, geleitet von Nancy Faeser (SPD).

Die Bundesregierung will 32 Projekte zur Halbleiterproduktion in Deutschland fördern. Diese sollen laut Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) 20 Milliarden Euro an Investitionen erhalten. "Wir wollen die Chipproduktion in Deutschland und Europa stärken und unabhängiger von internationalen Lieferketten werden. Dabei setzen wir auf innovative, energieeffiziente und klimafreundliche Technologien, um die Transformation unserer Industrie in Richtung CO2-Neutralität voranzutreiben", sagt Habeck.

Google-Router wird nicht weiter unterstützt

Nicht weiter vorantreiben wird Google hingegen seinen Onhub-Router. Er sollte 2015 eine Kombination aus Smarthome-Hub und Standard-Router werden. Google hatte das Produkt groß als modernes Equipment beworben. Ende 2021 ändert der Konzern allerdings seine Meinung: Onhub wird ab Ende 2022 nicht mehr mit Updates versorgt. Das System gilt dann als obsolet, wenn nicht gar als Sicherheitsrisiko innerhalb des eigenen Netzwerks.

Golem Akademie
  1. Scrum Product Owner: Vorbereitung auf den PSPO I (Scrum.org): virtueller Zwei-Tage-Workshop
    3.–4. März 2022, virtuell
  2. Unreal Engine 4 Grundlagen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    28. Februar–2. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Grund für die Einstellung des Supports ist ein Strategiewechsel bei Google. Das Unternehmen will künftig ausschließlich auf Mesh-Systeme setzen. Zu diesem Zweck werden die Nest-Wi-Fi-Router verkauft, die diese Nische füllen sollen. Allerdings sind auch sie nicht unbedingt auf dem aktuellen Stand der Technik, sie unterstützen etwa kein Wi-Fi 6, sondern nur Teilaspekte davon (etwa WPA 3). Es wäre nicht verwunderlich, wenn Google im nächsten Jahr weitere Nest-Wi-Fi-Geräte ankündigt.

OLED ersetzt LCD

Noch Anfang 2021 hatte Samsung weitere Ressourcen für die Produktion von LC-Panels in den eigenen Fabriken eingesetzt - allerdings nur, um die aktuell schwierige Lage während der Pandemie zu überbrücken und den anhaltend hohen Bedarf an günstigen Displays zu decken. Denn: 2021 ist das letzte Jahr, in dem Samsung primär LCDs produzieren wird. Umstellungen auf die eigens entwickelte OLED-Technik laufen bereits, 2022 sollen fast ausschließlich OLED-Panels aus Samsung-Fabriken kommen.

Der Konzern entwickelt dafür eine eigene Technik namens Quantum Dot (QD). Dabei werden ausschließlich blau strahlende OLED-Lampen verwendet, die am stärksten leuchten können. Mithilfe einer Filterschicht wird das blaue Licht in die typischen roten, grünen und blauen Spektren aufgeteilt. Traditionelle OLED-Panels nutzen dafür jeweils eigene OLEDs, was den Fertigungsprozess komplizierter und teurer macht.

Erste Fabriken wie der Standort Asan produzieren bereits OLED-Panels, zunächst in den Größen von 55, 64 und 34 Zoll. Später sollen auch größere Panels entstehen, die dann in 70-Zoll-Fernsehern zum Einsatz kommen.

Comet Lake wird eingestellt

Während Apple die Produktion von M1-Chips ankurbelt, beendet Intel die Ära der Comet-Lake-SoCs bereits nach wenigen Jahren. Die Chips der Core-i-10000H-Reihe wurden vor allem in leistungsstarken Workstation-Notebooks verwendet. Allerdings wurden die Chips nicht mehr nachgefragt, wodurch Intels Entscheidung, sie einzustellen, nur bekräftigt wurde.

Bis zum März 2022 können aber weiterhin Comet-Lake-Chips beim Hersteller geordert werden. Bestellungen sieht Intel am 1. Juli 2022 dann als final und als nicht rücknehmbar an. Bis zum 30. September 2022 will Intel die letzten Chargen ausliefern. Bis dahin dürfte der Konzern bereits neue Mobil-SoCs auf Basis der Alder-Lake-Plattform auf den Markt gebracht haben, während Apple und AMD ihre eigenen Konkurrenzprodukte entwickeln.

2021 geht auch eine beliebte Science-Fiction-Serie in ihre letzte Runde: The Expanse endet nach sechs Staffeln.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 ARM statt IntelDas Weltall fertig erkundet 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bundesservice Telekommunikation
Schlecht getarnte Tarnorganisation praktisch enttarnt

Inzwischen ist offensichtlich, dass der Bundesservice Telekommunikation zum Bundesamt für Verfassungsschutz gehört.

Bundesservice Telekommunikation: Schlecht getarnte Tarnorganisation praktisch enttarnt
Artikel
  1. Digitalisierung: 500-Euro-Laptops für Lehrer leistungsfähig und gut nutzbar
    Digitalisierung
    500-Euro-Laptops für Lehrer "leistungsfähig und gut nutzbar"

    Das Land NRW hat seine Lehrkräfte mit Dienst-Laptops ausgestattet. Doch diese äußern deutliche Kritik und verwenden wohl weiter private Geräte.

  2. Volkswagen Payments: VW entlässt Mitarbeiter wohl wegen Cybersicherheits-Bedenken
    Volkswagen Payments
    VW entlässt Mitarbeiter wohl wegen Cybersicherheits-Bedenken

    Volkswagen entlässt einem Bericht nach einen Mitarbeiter, nachdem dieser Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit von Volkswagen Payments äußerte.

  3. Frequenzen: Bundesnetzagentur erfüllt Forderungen der Mobilfunkkonzerne
    Frequenzen
    Bundesnetzagentur erfüllt Forderungen der Mobilfunkkonzerne

    Jochen Homann könnte vor seinem Ruhestand noch einmal Vodafone, Deutsche Telekom und Telefónica erfreuen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3080 Ti 12GB 1.699€ • Intel i9-10900K 444,88€ • Huawei Curved Gaming-Monitor 27" 299€ • Hisense-TVs zu Bestpreisen (u. a. 55" OLED 739€) • RX 6900 1.449€ • MindStar (u.a. Intel i7-10700KF 279€) • 4 Blu-rays für 22€ • LG OLED (2021) 77 Zoll 120Hz 2.799€ [Werbung]
    •  /