Kein Herr der Ringe von Amazon

Im Jahr 2019 konnten sich Herr-der-Ringe-Fans noch auf ein neues MMORPG im Reich von Mittelerde freuen. Das von Amazon gegründete Spielestudio Amazon Game Studios sollte an dem Projekt arbeiten, in Kooperation mit dem chinesischen Studio Leyou. Später kaufte Tencent den chinesischen Partner und Amazon musste die Konditionen neu aushandeln. Offenbar kamen die beiden Parteien aber nicht auf einen Nenner und Amazon stellte die Entwicklung des Projekts stattdessen ein.

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"Wir lieben den Stoff zu Herr der Ringe und sind enttäuscht, dass wir dieses Spiel nicht zu den Kunden bringen werden", sagte das Team dazu. Das MMORPG war das zweite Spiel von Amazon Game Studios, das während der Entwicklung eingestellt wird. Ein Jahr zuvor schaffte es der Mehrspieler-Shooter Crucible nicht aus der Beta-Phase heraus. Aktuell betreibt das Studio zumindest ein Spiel: das Rollenspiel New World.

Günstiges E-SUV fährt nie

Auch die deutsche Niederlassung des chinesischen Start-ups Byton hatte große Pläne. Gegründet von ehemaligen BMW-Managern, sollte das Unternehmen ein möglichst günstiges Elektro-SUV bauen. Das Fahrzeug sollte 500 km weit reichen und für etwa 40.000 Euro verkauft werden. Dabei richtete sich die Firma größtenteils an den chinesischen Markt.

Anfangs lief es gar nicht schlecht. 2018 zeigte das Team einen ersten Prototyp des geplanten SUV. Erste Fahrzeuge sollten Anfang 2020 verkauft werden. Allerdings wurde daraus nichts, der Verkaufsstart wurde immer weiter verschoben. 2019 verließ Mitgründer Carsten Breitfeld das Unternehmen. Später folgte auch Kollege Daniel Kirchert.

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Byton hat zumindest in den USA mit Foxconn einen Investor gefunden. Dort werden nun weiter Elektro-SUVs produziert. Die deutsche Niederlassung hatte weniger Glück und musste im April 2021 schließen.

Langsamer Tod des Smach Z

Eine Handheld-Konsole mit AMD-Prozessor, Windows und eingebauten Joysticks: Das klang 2016 noch nach einem interessanten Produkt. Der Smach Z sollte Mobile Gaming reformieren. Allerdings hatten Golem.de und andere Redaktionen bei der Vorstellung des Prototyps bereits ihre Zweifel. Der Handheld sollte noch zwei weitere Jahre in der Entwicklung verbringen. Ein geplanter Launch im Jahr 2017 wurde verschoben.

2018 kamen dann Neuigkeiten: Der Smach Z sollte Anfang 2019 in Produktion gehen - jetzt aber wirklich! Schon zu dieser Zeit war aber eigentlich klar, dass daraus nichts werden würde. Das Unternehmen nahm dann unter anderem die Corona-Krise im Jahr 2020 als Vorwand, um das Aus des Projektes im Mai 2021 zu verkünden. Mit ihm verschwinden 1,1 Millionen Euro aus Crowdfunding-Kampagnen. Das Geld werden die Unterstützer niemals wiedersehen.

Das Konzept des Gaming-Handhelds wurde allerdings von Unternehmen wie Valve aufgegriffen. Das Steam Deck wird 2022 kommen. Valve hat auch die finanziellen Ressourcen und die Erfahrung, das wirklich umzusetzen.

Auf Wiedersehen, 3G

Trotz Corona-Krise und anderer Faktoren wie der Chip-Knappheit hat die Deutsche Telekom ihren Plan nicht aus den Augen verloren: Das Unternehmen stellte zum 1. Juli 2021 das UMTS-Netz ab. 3G-Empfang wird seitdem bundesweit mittels LTE-Masten realisiert. Die Frequenzen im 2.100-Mhz-Bereich werden für weitere LTE-Kapazitäten freigemacht.

UMTS wurde als Nachfolger von GPRS/Edge großflächig in Deutschland eingesetzt. Die Technik ermöglichte erstmals Datenraten für das Übertragen von Videos in SD-Qualität, den schnellen Download von Spielen und Bildern und für generell latenzärmeres Surfen im Web. Das wurde im Zeitalter der Smartphones und des Wandels des konventionellen Telefons zur Internetkonsumplattform immer wichtiger.

LTE (4G) ist der Nachfolger von UMTS und deckt einen ähnlichen Bereich ab. Der Ausbau des 4G-Netzes ist durch leistungsfähigere Knotenpunkte kostspieliger. Allerdings werden die erhöhten Datenraten gebraucht. Kunden wollen mittlerweile Videos in 4K streamen und ihre Arbeit in der Cloud erledigen. Dazu kommen Techniken wie Edge Computing und Big-Data-Analysen im großen Stil. Für solch ressourcenaufwendige Tasks ist UMTS schlicht nicht mehr ausgelegt.

Vodafone und O2 sind dem Vorbild der Telekom gefolgt und haben ihre eigenen UMTS-Netzwerke ebenfalls auf 4G umgestellt. Mittlerweile existiert die Technik hierzulande nur noch in den Geschichtsbüchern. Die Zukunft für die meisten Mobilfunkkonzerne ist 5G, das Datenraten noch einmal erhöht.

Während 4G in Deutschland 3G ersetzt hat, haben eigene ARM-Prozessoren die x86-Architektur im Apple-Ökosystem vollständig ersetzt. Dafür sorgt Apples M1 Max.

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 Dienste, Programme, Unternehmen: Was 2021 eingestellt und geschlossen wurdeARM statt Intel 
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