Dienste, Programme, Unternehmen: Was 2020 eingestellt und geschlossen wurde

Das Support-Ende von Windows 7 ist 2020 der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Schlusspunkten gewesen, unter anderem von Wirecard, Crucible und der Playstation 4.

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2020 brachte  für einige Programme und Unternehmen das Ende.
2020 brachte für einige Programme und Unternehmen das Ende. (Bild: Pixabay.com)

Das Jahr 2020 ist für viele Unternehmen eine Feuertaufe gewesen, durch Covid-19, Quarantänemaßnahmen und die teils erheblichen Einschränkungen in Logistik, Verkauf und Remote-Arbeit. Da ist es klar, dass auch in den vergangenen zwölf Monaten wieder Unternehmen, Dienste und Produkte eingestellt werden mussten. Wir geben eine Übersicht über einige davon.

Inhalt:
  1. Dienste, Programme, Unternehmen: Was 2020 eingestellt und geschlossen wurde
  2. Der letzte Flug des Dragon-Frachters
  3. Wirecard nimmt Getnow mit in die Pleite
  4. Kleiner Linux-Shop muss schließen

Im Januar zeigte das Jahr noch wenig Anzeichen einer Quarantäne: In Las Vegas konnten sich Fachbesucher und Medien noch auf der jährlichen Consumer Electronics Show persönlich mit Firmenvertretern treffen und dort diverse Produkte ausprobieren. Einen Monat später sah es bereits anders aus: Die für Barcelona wirtschaftlich wichtige Messe Mobile World Congress 2020 wurde abgesagt.

Viele andere Firmen folgten dem, sie nahmen ihre Einladungen an Experten und Pressevertreter zurück und wandelten Präsenz-Veranstaltungen in Online-Meetings um. Größere Messen, wie die Google I/O, wurden komplett abgesagt. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte fand auch die Berliner Ifa 2020 in einem wesentlich kleineren Umfang und parallel als Online-Veranstaltung statt.

Auch 2021 wird sich das vorerst nicht ändern. So wird es Anfang Januar etwa keine physische CES 2021 geben.

Die Ära von Windows 7 geht zu Ende

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Doch zurück ins Jahr 2020: Schon zu Beginn dieses Jahres fand nämlich das beliebte Betriebssystem Windows 7 endgültig ein Ende - zumindest seitens Microsoft. Das Unternehmen gab zum 14. Januar 2020 das Support-Ende für das OS bekannt, übrigens auch für die Server-Version Windows Server 2008. Bis dahin konnten Geschäftskunden noch einen kostenpflichtigen erweiterten Support buchen, der über diesen Zeitpunkt hinaus anhielt.

Das Angebot haben etwa deutsche Behörden gerne in Anspruch genommen. 800.000 Euro zahlt der Bund an Microsoft, um ein Jahr lang weitere essenzielle Sicherheitsupdates zu erhalten. Anfang 2020 war Windows 7 auch bei einigen Privatanwendern noch beliebt - und das, obwohl der Umstieg auf Windows 10 von Microsoft teils aggressiv angereizt wurde. Windows 7 ist aber für die Privatnutzung ein Sicherheitsrisiko und sollte ersetzt werden.

GMX und Web.de ohne Mail-App

Mit fast 2.000 guten Bewertungen im Januar 2020 sah die Zukunft der GMX-Mail-App eigentlich gut aus. Letztlich kam es jedoch anders, denn GMX und Web.de erklärten bald darauf das Aus für die App im Microsoft Store. Bis zum 31. März konnten E-Mails noch gesichert werden. Dann wurden die Server abgeschaltet und Konten waren unerreichbar.

Die United-Internet-Firmen stellten parallel einige Alternativen vor: So sollen GMX- und Web.de-Mailcheck eine ähnliche Funktionalität haben. Die Programme werden im Browser oder für Windows 10 angeboten. Die ursprünglich für Windows 10 Mobile entworfene Mail-App wird es - wie das Smartphone-Betriebssystem selbst - nicht mehr geben.

Streetscootern geht die Akkuladung aus

Eigentlich wollte die Deutsche Post mit Streetscootern die eigene Lieferfahrzeugflotte umweltfreundlicher gestalten. Die Transporter mit Elektromotor haben aber offensichtlich mehr Probleme geschaffen, als sie gelöst haben. Im Februar 2020 stellte die Deutsche Post die Annahme neuer Bestellungen vorerst ein.

Das Projekt, das vom Bund mit 50 Millionen Euro gefördert wurde, hat einige Rückschläge erlitten. Im Juli 2020 mussten die Fahrzeuge wegen Brandgefahr zurückgerufen werden.

Allerdings sei dies kein Grund, das Thema Elektromobilität zu vernachlässigen, teilte die Post mit. Der bisherige Bestand von 11.000 Fahrzeugen soll auf 15.000 erhöht werden. Ende des Jahres 2020 sollten weitere Screetscooter gebaut werden - trotz offensichtlicher Mängel.

Oneweb insolvent

Ebenfalls nicht gut sah es im März 2020 für das Satellitenprojekt Oneweb aus. Der Betreiber musste Insolvenz anmelden, nachdem der selbst in finanzielle Schwierigkeiten geratene japanische Investor Softbank kein weiteres Geld mehr in das Projekt geben wollte. Oneweb sollte ein planetenumspannendes Netzwerk aus mindestens 650 Satelliten bilden und darüber eine möglichst latenzarme Internetverbindung herstellen.

Ganz vorbei ist es für das Projekt indes nicht. Die britische Regierung und ein indischer Netzbetreiber wollen das Vorhaben weiterhin verfolgen. Für Geschäftspartner wie Arianespace könnte das bedeuten, dass doch kein wichtiger Kunde und damit viele Einahmen verlorengehen. Astronomen sehen Oneweb hingegen kritisch, da deren Satelliten teilweise in 1.100 Kilometern Höhe platziert werden und dadurch Weltallobservationen beeinträchtigen könnten.

Oneweb ist also noch nicht am Ende, eine andere Weltraummission hingegen schon. 2020 ist nämlich der Dragon-Frachter von SpaceX ein letztes Mal zur ISS geflogen.

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Der letzte Flug des Dragon-Frachters 
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us61170 03. Jan 2021

jo, wir lassen gerade eine React Website entwickeln. 75% CPU ohne User Interaktionen ...

quineloe 01. Jan 2021

Also nochmal das größte Problem bei Wirecard zusammengefasst, und wo es *keine...

Lutze5111 29. Dez 2020

... oder wie die Firma heißt. Oder irre ich mich da?



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