Der letzte Flug des Dragon-Frachters

Die Mission wurde im April 2020 abgeschlossen. Der Dragon-Frachter transportierte zum 22. und letzten Mal Güter von der Erde zur Internationalen Raumstation ISS. Für SpaceX stellen die Kapsel und die dazugehörige Trägerrakete Falcon den ersten großen finanziellen Erfolg dar.

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Der Projektstart und die Milliardenfinanzierung durch die Nasa bewahrte das private Raumfahrtunternehmen vor der Insolvenz. Aber auch für die US-Weltraumbehörde war der Dragon von Vorteil: So konnten laut Schätzungen etwa zwei Drittel der Kosten des zuvor eingestellten Space-Shuttle-Programms eingespart werden. Insgesamt war der Dragon ein Erfolg, obwohl eine von insgesamt 22 Missionen schiefgegangen ist und das Raumschiff zerstört wurde. Aus dem Dragon werden weitere Raumschiffe hervorgehen - darunter der Crew Dragon und der nicht wiederverwendbare DragonXL.

Kein Geld mehr für die GVU

Nicht vor der Insolvenz bewahrt wurde hingegen die GVU. Nach 35 Jahren musste die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzung (GVU) endgültig Insolvenz anmelden. Der Grund: Geldgeber aus der Film- und Musikindustrie hatten ihre Unterstützung gekappt. Sie gehörten zu den hauptsächlichen Investoren des Vereins, der selbstständig agierte und keine eigenen Einahmen machte. Ziel der Organisation war es, Unternehmen bei der Untersuchung illegaler Streamingdienste oder Schwarzkopien im Internet zu unterstützen.

Die Ermittlungsmethoden der GVU waren umstritten und deren Unabhängigkeit von staatlichen Apparaten wurde angezweifelt. Trotzdem konnte der Verein einige Ergebnisse vorweisen. Bekannt wurde etwa die Ermittlung gegen die Streaming-Plattform Kino.to, die Filme und Serien illegal im Netz verbreitet hatte. Auch das alternative Streaming-Portal Movie4K wurde mithilfe der GVU abgeschaltet.

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Die Webpräsenz und der E-Mail-Server des Vereins wurden im Laufe des Jahres und während des Insolvenzverfahrens nacheinander abgeschaltet. Es ist wahrscheinlich, dass die GVU in ihrer bisher bekannten Form nicht weiter existieren wird.

Kein Satelliteninternet durch Intelsat mehr

14,5 Milliarden US-Dollar Schulden waren dann doch zu viel für den Satellitenbetreiber Intelsat: Auch dieses Unternehmen musste Insolvenz anmelden, im Mai 2020. Für die Pleite gibt es einige Gründe, wobei die Einschränkungen durch Covid-19 ihren Teil dazu beigetragen haben. Das Unternehmen stellte Satelliten-Internetdienste für autarke Systeme wie Kreuzfahrtschiffe und Ölplattformen bereit, Branchen, die ihrerseits mit starken Einbußen zu kämpfen haben.

Da ein Teil des C-Frequenzbandes für 5G geräumt werden musste, brach zudem ein Übertragungsmedium für das Satelliteninternet für den Betreiber ein. Als Folge musste das Unternehmen mehr als eine Milliarde US-Dollar investieren, die zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht mehr verfügbar waren. Die Pleite folgte kurz darauf.

Speedlink entgeht dem Verschwinden

Ob Headsets, Mäuse oder Tastaturen: Speedlink war für preiswertes PC-Zubehör bekannt. Umso überraschender war es, als der Markenbesitzer Jöllenbeck im Mai die Insolvenz ankündigen musste. Das niedersächsische Unternehmen konnte seine 50 Mitarbeiter durch Geld der Bundesagentur für Arbeit weiter bezahlen. Zudem zeigten sich die Firmenleiter optimistisch, als zwischenzeitlich Einschränkungen für den Einzelhandel aufgelockert wurden.

Die Marke selbst konnte letztlich durch einen Kauf im August 2020 gerettet werden. Das Logistikunternehmen Zeitfracht, das unter anderem Mediamarkt und Saturn beliefert, wird die Produkte künftig weiter anbieten. Zeitfracht hatte bereits den langjährigen Jöllenbeck-Partner First Wave gekauft. Mitarbeiter sollen ihren Arbeitsplatz behalten.

Wirecard fliegt auf

Die prominenteste Insolvenz des Jahres war wohl die von Wirecard: Nachdem bereits lange im Voraus Berichte um gefälschte Bilanzberichte und andere Dokumente veröffentlicht wurden, musste das Unternehmen im Juni 2020 schließlich Insolvenz anmelden. 1,9 Milliarden Euro sollten auf philippinischen Bankkonten hinterlegt sein, das Geld gab es aber in der Realität nicht und die Betrugsanschuldigungen stellten sich als wahr heraus.

Der Wert von Wirecard sank schlagartig von 150 auf 10 Euro, was für diverse Investitionen ein enormes Problem wurde. Kurz vor der Insolvenz wurden bereits Ermittlungen gegen das Management des Dax-Konzerns eingeleitet, unter anderem wurde der bereits vorher zurückgetretene CEO Markus Braun festgenommen. Er konnte sich gegen eine Kaution von fünf Millionen Euro freikaufen. Später wurden die Privatvermögen von Braun und anderen Managern eingefroren.

Der Skandal um Wirecard fordert nachträglich einige Opfer, denn von dem Wirecard-Niedergang wurden auch diverse andere Unternehmen in Mitleidenschaft gezogen.

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 Dienste, Programme, Unternehmen: Was 2020 eingestellt und geschlossen wurdeWirecard nimmt Getnow mit in die Pleite 
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us61170 03. Jan 2021

jo, wir lassen gerade eine React Website entwickeln. 75% CPU ohne User Interaktionen ...

quineloe 01. Jan 2021

Also nochmal das größte Problem bei Wirecard zusammengefasst, und wo es *keine...

Lutze5111 29. Dez 2020

... oder wie die Firma heißt. Oder irre ich mich da?



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