Dienste, Programme, Unternehmen: Was 2019 eingestellt und geschlossen wurde

Ob kleine Unternehmen oder große Konzerne: 2019 war wieder ein Jahr der Fehlschläge und Pleiten. Golem.de gibt einen Überblick über gescheiterte Airlines, Betrugsversuche und unterschätzte Projekte, die in diesem Jahr aufgefallen sind.

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Auch 2019 gab es wieder einige Fehlschläge.
Auch 2019 gab es wieder einige Fehlschläge. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Eigentlich fing das Jahr gut an: Im Januar 2019 mussten weder Unternehmen schließen noch Dienste beendet werden. Allerdings sollte sich dies schnell ändern. Dabei waren es nicht nur kleine Unternehmen und Startups, denen das Geld ausging - auch Konzerne wie Google, Amazon und Microsoft mussten sich von einigen Dingen trennen. Golem.de blickt auf ein Jahr voller gescheiterter und dennoch spannender Projekte zurück.

Kein Anschluss unter dieser Nummer

Inhalt:
  1. Dienste, Programme, Unternehmen: Was 2019 eingestellt und geschlossen wurde
  2. Server nicht gefunden
  3. Musiklautstärke stummschalten
  4. Kein Google Play für Huawei
  5. Letzte Nachricht bei Ginlo

Erst im September 2018 hatte sich Mypio gegründet. Das österreichische Startup wollte mit seiner virtuellen sekundären Telefonnummer ohne SIM- oder Voice-over-IP-Dienst Profit machen. Der Plan ging nicht auf und das Unternehmen stellte abrupt seinen Dienst ein. Kunden seien nicht darüber informiert worden, berichteten Golem.de-Leser im Februar.

Besonders skurril: Sämtliche Dienste, einschließlich der Webseite und der mobilen App, funktionierten innerhalb kurzer Zeit nicht mehr. Mypio hatte wohl etwa 6,5 Millionen Euro Kapital zur Verfügung. Bei einem monatlichen Verlust von etwa 100.000 Euro verwundert das Scheitern rückblickend wenig. Den Kunden hat dies seinerzeit nicht geholfen.

Vorbei mit Google Fiber

Nur wenig später schaltete Google Fiber seinen Glasfaserdienst in der US-Stadt Louisville ab. Dies war der Anfang vom Ende des Dienstleisters. Eigentlich wollte Google mit seinem Angebot ein möglichst günstiger Provider sein: Für 80 US-Dollar im Monat hätte es 1 GBit/s Datenrate gegeben.

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Obwohl Google die Abschaltung sicherlich schon vorher geplant hatte, war der Vorwand recht simpel: In Louisville hatten die Techniker Kabel mit Shallow Trenching viel zu flach im Boden verlegt. Das resultierte in beschädigten Leitungen und hätte eigentlich nur durch ein komplettes Neuverlegen behoben werden können. Stattdessen schaltete Google den Standort ab.

Zwar existiert Google Fiber als Dienst in den USA noch, allerdings hat der Konzern seit Langem keine neuen Projekte mehr dafür in Planung. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Produkt auch in anderen Standorten abgeschaltet wird.

Amazon drückt den roten Knopf für Dash-Buttons

Anfang März 2019 hat Amazon sich dazu entschieden, seine Dash-Buttons weltweit vom Markt zu nehmen. Zuvor hatte der Konzern vor dem Oberlandesgericht München verloren, denn das Produkt verstieß gegen Datenschutzgesetze. Da half auch eine Berufung nicht weiter. Mit den vernetzten Bestellknöpfen konnten Kunden ohne vorige Bestellbestätigung bestimmte Amazon-Produkte buchstäblich auf Knopfdruck bestellen.

Allerdings hat Amazon seine Dash-Buttons wohl nicht wegen Gerichtsentscheidungen vom Markt genommen, sondern begründete dies mit einer geringen Nachfrage. Zum Zeitpunkt der Meldung konnten Nutzer ihre Knöpfe weiterhin verwenden. Im August 2019 wurden auch im Umlauf befindliche Dash-Buttons funktionslos gemacht und das Produkt endgültig eingestellt.

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Arsenal 14. Jan 2020

AEG ist halt eine Marke von Electrolux geworden, die Geräte von Electrolux sind jetzt...

gott_vom_see 10. Jan 2020

Mir fehlt am meisten die automatische Inbox, bei der sinnfreies "sicher" aussortiert...

Aki-San 10. Jan 2020

Also Deepnude war nicht unbedingt nur wegen "moralischer" Bedenken seitens der Entwickler...

nici619 31. Dez 2019

Polizei im Bunker: War doch Share online, oder? R.I.P Share online, wir werden dich...

Mithrandir 30. Dez 2019

Hm, nicht ganz. Anki hatte Pläne (und Patente) für einen Vector 2.0 - DEN könnte man als...



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