Letzte Nachricht bei Ginlo

Der Messenger Ginlo sollte eine Alternative zu Whatsapp und anderen Chatprogrammen sein. Der Entwickler Brabbler musste im November 2019 allerdings dessen Ende bekanntgeben. Nicht nur das: Auch der Entwickler selbst hatte nach einer gewissen Zeit kein Geld mehr, und weitere Investoren wurden nicht gefunden. Bis Ende Dezember 2019 könnten User den Dienst noch für das Versenden von Nachrichten verwenden. Anfang 2020 geht das System offline.

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Ginlo und das Entwicklerstudio Brabbler wurden von den GMX-Gründern Karsten Schramm, Peter Köhnkow und Eric Dolatre gegründet. Der Messenger sollte eine sichere Whatsapp-Alternative sein, die verschlüsselt war und strenge deutsche Datenschutzregeln befolgte. Die Verbreitung der Software blieb allerdings gering. Gerade einmal 500.000 Menschen haben sie im Play Store von Google heruntergeladen. 10.000 Nutzer entschieden sich für die Business-Version. Zum Vergleich: Whatsapp Business konnte mehr als 100 Millionen Downloads vermelden.

Comtech.de geht offline

Der Elektronikfachhändler Comtech musste nach rund 15 Jahren Betrieb sein Geschäft einstellen. Das Insolvenzverfahren wurde bereits im September 2019 eingeleitet, im November 2019 gingen die Server offline. Etwa 20 Mitarbeiter des Unternehmens verkaufen Restbestände aus den Lagern weiter, während parallel das Geschäft abgebaut wird. Dabei hat der Online-Shop bereits erhebliche monatliche Kosten verursacht.

Die Insolvenz kommt allerdings eher unerwartet, da das Unternehmen im Geschäftsjahr 2018 immerhin 140 Millionen Euro umsetzen konnte - ein Wachstum von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Gewinn belief sich auf 900.000 Euro. Möglicherweise war die Schließung aber nicht allein die Entscheidung der Gründer, denn das Unternehmen gehörte seit 2015 der norwegischen Elektronikkette Komplett Group.

Battleborn gibt den Kampf auf

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Schon zu seinem Release im Jahr 2016 musste sich das Moba-Spiel Battleborn mit dem optisch ähnlichen, aber spielerisch komplett unterschiedlichen Mehrspieler-Hit Overwatch vergleichen lassen. Lange fristete die Community ein Nischendasein, Spieler verließen das Game für andere Titel und das Matchmaking dauerte entsprechend lange. Im November 2019 gab Entwickler Gearbox deshalb das Ende von Battleborn bekannt.

Ganz am Ende ist der Titel aber noch nicht: Erst ab Februar 2020 werden keine Mikrotransaktionen mehr angenommen. Spieler können sich dann keine Skins oder andere Gegenstände mehr kaufen. Die Mehrspielerserver werden noch etwa ein Jahr lang weiterlaufen. Im Januar 2021 ist dann endgültig Schluss. Die wenigen verbliebenen Spieler haben also noch ausreichend Zeit, sich ein neues Game zu suchen.

Hoster weg, Geld weg

Gleich mehrere kleine und preiswerte Webhoster gingen im Dezember 2019 offline. Irgendetwas stimmte daran allerdings nicht: Nutzer erhielten von verschiedenen Anbietern identische E-Mail-Benachrichtigungen. Sie befürchteten deshalb, dass hinter den Angeboten eine oder mehrere identische Personen stecken, die sich mit dem bezahlten Geld davongemacht haben. Diese Betrugsmethode wird auch Exit Scam genannt.

Verstärkt wurden diese Befürchtungen durch weitere Untersuchungen: Die hinter den Seiten steckenden Unternehmen hatten keine gültige physikalische Adresse angegeben. Für Supportanfragen wurde für alle Anbieter ein ähnliches Formularsystem eingesetzt. Einen direkten E-Mail-Kontakt gab es nicht. Für Nutzer ist dieser Betrug besonders ärgerlich, denn kurz vor dem Vorfall wurden Kunden noch durch vergünstigte Tarife bei Black-Friday- und Cyber-Monday-Angeboten angelockt.

Das Jahr 2019 hat das Ende für viele Ideen, Produkte und Unternehmen bedeutet. Auch 2020 werden wir wieder berichten, wenn Pläne nicht so verlaufen wie erhofft. Einen Anfang wird wohl das Ende des Supports für Windows 7 machen, welcher bereits im Januar 2020 ausläuft. Es wird sich zeigen, wovon wir uns noch alles verabschieden müssen.

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 Kein Google Play für Huawei
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Arsenal 14. Jan 2020

AEG ist halt eine Marke von Electrolux geworden, die Geräte von Electrolux sind jetzt...

gott_vom_see 10. Jan 2020

Mir fehlt am meisten die automatische Inbox, bei der sinnfreies "sicher" aussortiert...

Aki-San 10. Jan 2020

Also Deepnude war nicht unbedingt nur wegen "moralischer" Bedenken seitens der Entwickler...

nici619 31. Dez 2019

Polizei im Bunker: War doch Share online, oder? R.I.P Share online, wir werden dich...

Mithrandir 30. Dez 2019

Hm, nicht ganz. Anki hatte Pläne (und Patente) für einen Vector 2.0 - DEN könnte man als...



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