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Musiklautstärke stummschalten

Schon im Juni 2019 war es eigentlich bereits sicher: Apple würde seinen Musikdienst iTunes nicht weiterentwickeln. So wurden zu diesem Zeitpunkt bereits Social-Media-Auftritte für den Dienst gelöscht. Anzeichen für das Verschwinden von iTunes waren auch Weiterleitungen von bekannten Links. Mit der MacOS-Version Catalina war es dann offiziell: Apples Software war ab Herbst 2019 nicht mehr Teil des Betriebssystems, was bis zu diesem Zeitpunkt immer der Fall gewesen war.

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Dabei hatte Apple noch 2017 versucht, iTunes zu überarbeiten und das Programm einfacher zu gestalten. Version 12.7 bewirkte allerdings eher das Gegenteil, da wichtige Funktionen gestrichen wurden. Kurz darauf wurden einige Features wie der App-Store und die App-Verwaltung wieder zurückgebracht. Danach wurde die Software nicht nennenswert weiterentwickelt, was den Anfang vom Ende von iTunes bedeutete. Zwar kann der Dienst noch genutzt werden, allerdings wird er obsolet.

Deepnude war zu viel für die Entwickler

Mit Machine Learning bekleidete Frauen auszuziehen, schien viele Anwender zu interessieren. Die Software Deepnude konnte genau diesen Effekt erreichen und erzielte etwa 500.000 Downloads. Mitte des Jahres stellten die Entwickler das Projekt allerdings ein. "Die Welt ist noch nicht bereit für Deepnude", erklärten sie im Juni auf Twitter. Offenbar hatte sie das Gewissen eingeholt, so dass sie ihr Programm nicht weiter anboten.

Das hinter Deepnude stehende neuronale Netzwerk wurde anhand von Internetpornos trainiert. Die Software funktionierte nur mit weiblichen Körpern. Männliche Geschlechtsteile seien schwierig darzustellen, meinten die Entwickler. Sicherlich wäre ein Training aber auch mit Männern möglich gewesen. Kunden, die sich das Programm gekauft hatten, konnten ihr Geld zurückerhalten. 50 Euro hat es gekostet. Dass die Entwickler die Software nicht mehr anbieten, dürfte allerdings nicht verhindern, dass diese weiter auf anderen Wegen im Internet verbreitet wird.

Microsofts Buchhandlung schließt

Seit Juli 2019 konnten Nutzer keine E-Books mehr über den Microsoft Store erwerben. Das Unternehmen stellte seinen Dienst relativ unerwartet ein, indem die Lizenzserver abgeschaltet wurden. Auch nahm Microsoft die gesamte Kategorie offline. Seitdem konnten keine digitalen Bücher mehr gekauft werden. Kunden konnten ihre bisher gekauften E-Books allerdings zurückgeben und den Kaufpreis zurückerhalten.

Microsofts Abkehr vom E-Book-Store hat einen offensichtlichen Grund: Die Nachfrage für die Bücher war zu niedrig, als dass sich das für das Unternehmen noch rentiert hätte. Trotzdem warf das für einige Publikationen Fragen auf: Die Abschaltung von DRM-Servern kann Produkte schnell unbrauchbar machen. Das Magazin Wired nannte dies "die dunkle Seite von DRM".

Ausgeklingelt

Die smarte Türöffnung Nello One konnte sich nicht durchsetzen und der Hersteller Locumi Labs GmbH musste Insolvenz einreichen. Dem Startup war das Geld ausgegangen und die Suche nach weiteren Investoren scheiterte. Nello One konnte als cloudangebundene Gegensprechanlage aus der Ferne Haustüren öffnen. Das sollte etwa bei der Anlieferung von Paketen hilfreich sein. Dabei war das Produkt mit einigen gängigen Smart-Schlössern wie dem Yale Entr, dem Danalock V3 und dem Nuki Combo 2.0, kompatibel - eigentlich eine gute Voraussetzung für den Erfolg des Gerätes.

Sicher weniger gut war die Tatsache, dass zur Montage der Gegensprechanlage einige Elektronikkenntnisse vorausgesetzt wurden. So mussten Nutzer das System an den offenen Kabeln der Anlage selbst anschließen. Allein dies schloss viele potenzielle Kunden bereits aus. Auch der Sicherheitsaspekt war eine Frage, zumal es bei vielen Smarthome-Geräten vorkommt, dass Sicherheitslücken nicht geschlossen und Firmwares nicht aktualisiert werden. All dies könnten Gründe für den Fehlschlag des Konzeptes gewesen sein.

Zu viel Kritik an PHP-Konferenz

Eigentlich sollte vom 4. bis zum 6. Oktober 2019 die Entwicklerkonferenz PHP Central Europe Conference abgehalten werden. Allerdings wurde diese bereits im August vorzeitig abgesagt. Der Grund: Es wurde kritisiert, dass ausschließlich Männer auf den Bühnen der Veranstaltung Vorträge halten sollten. Dagegen hatte nur eine einzige Frau einen eigenen Vortrag eingereicht - unter 250 Einsendungen. Diese fehlende Diversität wurde sogar von Rednern selbst kritisiert. Einige boten ihre zweiten Bühnenzeiten einer potenziellen Rednerin an.

Die Gelegenheit dazu bot sich allerdings nie. Vorwürfe in der Entwicklercommunity führten letztlich dazu, das Event abzusagen, da die schlechte Medienresonanz auch für schleppende Ticketverkäufe und wenig Interesse sorgte. Dabei hat sich der Veranstalter wohl nicht aktiv um eine bessere Geschlechterverteilung gekümmert. Stattdessen verwies man auf die bereits abgelaufene Frist für das Einreichen von Vorträgen.

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Arsenal 14. Jan 2020

AEG ist halt eine Marke von Electrolux geworden, die Geräte von Electrolux sind jetzt...

gott_vom_see 10. Jan 2020

Mir fehlt am meisten die automatische Inbox, bei der sinnfreies "sicher" aussortiert...

Aki-San 10. Jan 2020

Also Deepnude war nicht unbedingt nur wegen "moralischer" Bedenken seitens der Entwickler...

nici619 31. Dez 2019

Polizei im Bunker: War doch Share online, oder? R.I.P Share online, wir werden dich...

Mithrandir 30. Dez 2019

Hm, nicht ganz. Anki hatte Pläne (und Patente) für einen Vector 2.0 - DEN könnte man als...


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