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Kauflands Online-Lieferservice geht offline

Der Online-Lieferdienst der Supermarktkette Kaufland sollte als Konkurrenz zu Rewe und Co., aber auch zu Amazon Fresh antreten. Das Geschäft lief jedoch nicht sehr gut. Das Unternehmen gibt am 8. Dezember bekannt, dass es die 300 zuständigen Mitarbeiter entlassen muss. Rund 80 von ihnen finden einen neuen Job innerhalb der Kette. Der Dienst läuft schließlich noch bis zum 23. Dezember und ist damit nie über die Pilotphase in der Bundeshauptstadt Berlin hinausgekommen.

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Ein Problem des Dienstes war sicherlich, dass er nur eingeschränkt genutzt werden konnte. Der Mindestbestellwert lag bei 40 Euro. Dazu kamen bis zu 4,75 Euro Versandkosten, die erst ab einem Warenwert von 100 Euro wegfielen. In Brandenburg ansässige Einkäufer konnten den Dienst größtenteils gar nicht nutzen, da in das Umland von Berlin nicht geliefert wurde.

Die USA schaffen die Netzneutralität ab

Am 14. Dezember verlieren die USA die Netzneutralität - eine seit 2002 geltende Philosophie der Gleichberechtigung aller Internetnutzer. Die US-Internetaufsicht FCC beschließt, dass Netzanbieter Kunden unterschiedlich behandeln dürfen, und hebt Beschränkungen und Regeln auf. Die Anschlüsse von US-Bürgern können fortan gedrosselt oder komplett abgeschaltet werden. Gegen Bezahlung ist sogar eine Priorisierung von Traffic möglich. Die Entscheidung liegt beim Anbieter selbst.

Für Heavy User, die hohe Datenlasten verursachen, und Anbieter von Online-Inhalten wie Netflix könnte das in Zukunft zusätzliche Kosten zur Folge haben. Selbst Unternehmen wie Google, Facebook und Paypal sehen Probleme, schließlich verursachen deren Online-Plattformen besonders viel Last auf der Netzwerkleitung. Aus diesem Grund kündigt die Internet Association, zu der die erwähnten Unternehmen gehören, rechtliche Schritte gegen den Beschluss an.

Die letzte Nachricht für den AOL Instant Messenger

Das letzte Überbleibsel des ehemaligen Internetanbieters AOL wird am 15. Dezember abgeschaltet. Der Mutterkonzern Oath, vormals Yahoo, nennt keine spezifischen Gründe. Er verweist lediglich auf den technischen Fortschritt und die Veränderung der Kommunikationsgewohnheiten.

Vermutlich ist die Konkurrenz in Form von Facebook, Twitter und Whatsapp schlicht zu groß gewesen. E-Mail-Adressen mit der Endung @aim.com sollen weiterhin verwendet werden können. Das gilt jedoch nicht für Chatverläufe und Freundeslisten. Diese Daten werden am 15. Dezember gelöscht. Der AOL Instant Messenger bestand bis zu seiner Abschaltung 20 Jahre lang.

Der letzte Tango fürs Projekt Tango

Zwar läuft es noch bis März 2018 weiter, doch Google kündigt bereits am 16. Dezember das Ende von Project Tango an. Das Software Development Kit ist für Augmented-Reality-Applikationen auf Smartphones seit 2014 im Einsatz. Allerdings müssen Geräte darauf zugeschnittene Sensoren aufweisen, so dass Tango bis heute ein Nischenprodukt ist.

Daher hat Google im August das System ARCore vorgestellt, das einen ähnlichen Zweck erfüllen soll. Es soll jedoch in Zukunft auf bis zu 100 Millionen Endgeräten laufen können, solange diese Googles Betriebssystem Android 7.0 oder neuere Versionen nutzen. ARCore nutzt dazu bereits verfügbare Sensoren wie etwa die Kamera des Hostsmartphones und soll auch zu anderen AR-Systemen wie Apples ARKit kompatibel sein. Tango existiert also als verbesserte Version weiter.

2017 hat einmal mehr gezeigt, dass auch große Unternehmen wie Google und Microsoft oft Projekte einstellen müssen. Selbst Regierungen können zum Scheitern verurteilt sein. Für das kommende Jahr können aus Schließungen aber auch neue Möglichkeiten entstehen: Sehen wir die große Koalition 2018? Wird es einen Nachfolger für Windows 10 Mobile geben? Wird Google das Internet per Ballon bringen? Golem.de wird berichten.

 Unity geht, Gnome kommt und sieht aus wie Unity
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skeks 28. Dez 2017

Mehr davon. Auch der clevershuttle Artikel sowie die e-Golf Story waren sehr gut...

Voutare 28. Dez 2017

Die kannst du normale weise ausstellen oder so umstellen dass er immer noch vorschlage...

zonk 25. Dez 2017

Zumindest die Kaufversion

noname_user 23. Dez 2017

Falsch. Er nimmt das, was ihm vorgegeben wurde.

Sharra 23. Dez 2017

Ich fand auch Vista war klasse. Man hatte einen prima Grund, nicht für die ganze...


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