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Ubers autonome Fahrzeuge bleiben stehen

Der 18. März 2018 war ein Rückschlag für den Bereich autonomes Fahren. Während eines Tests kam es zu einem Unfall zwischen einem selbstfahrenden Uber-Taxi und einer Passantin. Das Fahrzeug erfasste die Frau und verletzte sie tödlich. Für den Gouverneur des US-Bundesstaates Arizona war das ein Grund, dem Unternehmen weitere Testfahrten zu untersagen - das ist erst einmal das Aus für die Technik.

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Uber musste aus dem Unfall, über den weltweit in den Medien berichtet wurde, Konsequenzen ziehen: Noch im Sommer 2018 entließ das Unternehmen 100 Testfahrer für autonome Fahrzeuge. Und trotzdem: Die Autos sind wieder auf Straßen unterwegs, werden aber von einem Menschen gelenkt. Uber will mit diesen Testfahrten weitere Daten sammeln - denn ausgereift ist das KI-System offensichtlich noch nicht.

Intel baut keine modische Datenbrille mehr

Intels Datenbrille Vaunt wurde erst im Jahr 2017 der Öffentlichkeit präsentiert, im April 2018 wurde bekannt, dass der Chiphersteller sein Projekt einstellt. Im Gegensatz zu Produkten wie Google Glass hatte die Vaunt keine integrierten Mikrofone und Kameras, was Datenschutzbedenken aus dem Weg räumen sollte. Das Bild wurde mit einem Laserprojektor auf das Auge geworfen.

Für eine Datenbrille war die Vaunt ungewöhnlich modisch. Bis auf die etwas dickeren Tragebügel sah sie einer herkömmlichen Brille sehr ähnlich. In das Gestell hätten Brillenträger auch Gläser mit Stärke einbauen können. Aus nicht näher bekannten Gründen stellte Intel das an sich vielversprechende Konzept allerdings ein. Der Markt habe einfach keine weiteren Investitionen gerechtfertigt.

Trotz des geringen Preises eine Pleite für C.H.I.P.

Next Thing Co. hatte mit dem C.H.I.P. einen kleinen Bastelcomputer entwickelt, der nur 9 US-Dollar kostete. Trotzdem war dem Unternehmen kein Erfolg vergönnt, wie offengelegte Insolvenzdokumente im April 2018 zeigten. C.H.I.P. bot mit einer Allwinner-CPU, 512 MByte Arbeitsspeicher und 4 GByte Flashspeicher einen funktionstüchtigen Linux-Computer auf einer kleinen Platine. Der Hersteller verkaufte auf Kickstarter zudem eine Art Handheld-Gehäuse für sein Produkt.

Ein Rätsel bleibt, wie das durch Crowdfunding gesammelte Kapital, 2 Millionen US-Dollar, eingesetzt wurde. Offensichtlich wurden aber Prioritäten falsch gesetzt. Das bringt den mehr als 35.000 Unterstützern allerdings wenig.

Ein Ende der Datensammelei durch Cambridge Analytica

Mit Hilfe von Facebooks fahrlässigem Umgang mit Nutzerdaten konnte das Unternehmen Cambridge Analytica Persönlichkeitsprofile erstellen und damit theoretisch Menschen in Kenntnis deren genauer Vorlieben und - wichtig - Ängste beeinflussen. Diverse Politiker sollen diese Dienste in Anspruch genommen haben, darunter auch der amtierende US-Präsident Donald Trump. Facebooks Chef Mark Zuckerberg musste sich dafür vor Gerichten und Nationen verantworten. Auch die Aktie des sozialen Netzwerkes sank teilweise stark ab.

Cambridge Analytica musste seine Geschäfte komplett einstellen, nachdem der britische Fernsehsender Channel 4 News mit verdeckten Videoaufnahmen die fragwürdigen Methoden des Unternehmens aufgedeckt hatte. Im Mai 2018 wurde bekannt, dass die Firma insolvent gegangen ist. Für Facebook ist der Imageschaden groß, denn viele Nutzer vertrauen dem sozialen Netzwerk nicht mehr.

Das Aus für Navigon-Apps

Weit verbreitete kostenlose Software wie Google Maps sind wohl daran beteiligt, dass der Navigationssystemhersteller Garmin seine Navigon-Apps zu Mitte Mai 2018 komplett eingestellt hat - nach 25 Jahren Produktgeschichte. Die Ankündigung kam recht rasch und hatte nur einen Vorlauf von etwa einem Monat. Allerdings war das Ergebnis in Anbetracht des sich rapide ändernden Markts für Navigationssysteme abzusehen, schließlich haben Besitzer von Smartphones ihr GPS-fähiges Gerät immer dabei.

Garmin, der Besitzer der Marke Navigon, teilte Golem.de mit, dass davon auch ältere Navigon-Hardware betroffen sei, die seit 2012 nicht mehr verkauft werde. Mittlerweile baut das Unternehmen Smartwatches für den Outdoor-Bereich und setzt auf professionelle Kartenplotter und Echolotgeräte. Für die Marke heißt es also noch nicht: "Sie haben ihr Ziel erreicht."

Bluesmart-Koffer waren zu smart für Flugkontrollen

GPS, App-Anbindung und ein elektronisches Schloss: Reisekoffer des Herstellers Bluesmart hatten viele Funktionen, darunter einen ziemlich großen, nicht ohne Weiteres ausbaubaren Akku. Der wurde dem Unternehmen zum Verhängnis, nachdem die USA einen Bann auf große Energiespeicher in Flugzeugfrachträumen ausgesprochen hatten. So musste das Unternehmen im Mai 2018 Insolvenz anmelden, obwohl es 2 Millionen US-Dollar durch Crowdfunding erhalten hatte.

Statt den Produktmangel zu beheben, lamentierte der damalige CEO Tomi Perucci darüber, dass die neuen Regelungen eine absolute Frechheit seien. Dabei hatte das Unternehmen fast ein halbes Jahr Zeit für Änderungen gehabt, nachdem das Verbot von diversen Fluglinien im Januar 2018 ausgesprochen worden war. So bleibt der 600 US-Dollar teure Koffer eine Erinnerung.

Das fliegende Internet hebt nicht mehr ab

Facebooks Solardrohne Aquila war ein interessantes Konzept: Das Fluggerät sollte solarbetrieben drei Monate lang in der Luft bleiben können und von dort aus als Internet-Access-Point in schlecht angebundenen Gebieten dienen. Der 40 Meter spannende Nurflügler wog 400 kg und hatte vier Propellertriebwerke. Ein erster Prototyp konnte bereits erfolgreich getestet werden.

Allerdings erzielte das Projekt anscheinend kein zufriedenstellendes Ergebnis und Facebook stellte Aquila im Juni 2018 ein. Stattdessen wolle sich das Unternehmen auf andere "regulatorische und technische Herausforderungen für die HAPS-Konnektivität" konzentrieren. Schade um ein beeindruckendes Projekt, das aber von anderen Unternehmen in ähnlicher Form ebenfalls durchgeführt wird - beispielsweise vom Flugzeughersteller Airbus mit der Solardrohne Zephyr.

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Hacky 06. Jan 2019

Hallo Ich weis jetzt nicht ob ich hier richtig bin, wenn nicht löschen. Ich habe folgende...

Strassenflirt 02. Jan 2019

Nachdem ich nach Jahren einmal einen Link zu einem kritischen Beitrag gepostet habe und...

Strassenflirt 02. Jan 2019

Ich habe es jetzt schon so oft erlebt, dass Produkte von Firmen, die von einer anderen...

bnoob 28. Dez 2018

Technisch gesehen sind sie insolvent, STK hat aber wohl Assets und Markenrechte aufgekauft

goldeneyeonline 27. Dez 2018

Naja, der Anbieter selbst ist es ja nicht, der ist pleite ;-) Aber die Community für...


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