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Big Chill und Big Rip: Kältetod oder der ultimative Riss

Beim Big Chill, auch Big Freeze oder Big Whimper genannt, expandiert das Universum auf ewig ins Unendliche. Die Entfernung zwischen den einzelnen Galaxien beziehungsweise Galaxiengruppen wird immer größer.

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Irgendwann sind die Entfernungen so groß, dass wir am Nachthimmel nur noch Sterne unserer Galaxie und vielleicht benachbarte Galaxien aus unserer Galaxiengruppe sehen können, weil bei solchen (aus kosmischer Sicht) geringen Distanzen die Gravitation noch dominieren wird. Im großen kosmischen Maßstab hat jedoch die dunkle Energie gesiegt und das Universum wird immer kälter, mit abnehmender Dichte von Masse und Energie.

Übrig bleiben nur einzelne Teilchen, wenn überhaupt

Der Big Rip geht noch weiter: Hier nimmt die Expansionsgeschwindigkeit des Universums so stark zu, dass auf lange Sicht die Galaxiengruppen zerrissen werden. Daraufhin werden auch die einzelnen Galaxien zerrissen. Irgendwann kann die Gravitationskraft nicht einmal mehr die Sternensysteme zusammenhalten und die Planeten können nicht mehr von den Sternen auf deren Umlaufbahnen gehalten werden.

Auf sehr lange Sicht würden sogar Atome zerrissen werden, ja vielleicht sogar Protonen und Neutronen, weil sogar die Kernbindungskräfte in den Atomen vor der dunklen Energie kapitulieren müssten. Falls es elementare Teilchen gibt, die nicht zerfallen können, so bleiben sie allein und können mit keinen anderen Teilchen interagieren, weil der Raum zwischen ihnen mit Überlichtgeschwindigkeit expandiert.

Als Möglichkeit für Interaktion verbleiben lediglich quantenphysikalische Effekte, die die Lichtgeschwindigkeit austricksen können, auf die hier jedoch nicht näher eingegangen werden soll. Letztendlich wäre das Universum aus unserer makroskopischen Sicht auf die Welt nicht mehr existent.

Ob Big Rip oder Big Chill: Beide Szenarien sind mehr oder weniger finster. Es gibt aber noch ein anderes, neues kosmologisches Modell, das sogenannte CCC-Modell. Es eröffnet eine ganz andere Betrachtungsweise auf das Universum.

Alles über Astronomie: Die Wunder des Weltalls, Sterne und Planeten beobachten

CCC: Zyklisches Modell trotz ewiger Expansion

Die konforme zyklische Kosmologie (englisch: Conformal Cyclic Cosmology, kurz CCC) ist ein relativ neues Modell, das der Kosmologe Roger Penrose in seinem Buch Cycles of Time: An Extraordinary New View of the Universe im Jahre 2010 vorgestellt hat. Penrose zählt zu den bekanntesten Kosmologen der Welt und hat sich unter anderem einen guten Ruf bei der theoretischen Modellierung von schwarzen Löchern erarbeitet.

Das Besondere an der Conformal Cyclic Cosmology ist, dass sie die scheinbar widersprüchlichen Betrachtungsweisen eines ewig expandierenden Universums und eines Universums mit wiederkehrenden Zyklen in sich vereint. Das CCC-Modell beschreibt ein Universum, das mit einem Knall entsteht, danach ins Unendliche expandiert und nach sehr langer Zeit einen Zustand erreicht, der weder Zeit noch Raum kennt und in dem auch keine Materie mehr existiert.

Dieser Zustand ist vergleichbar mit jenem vor dem Urknall des Standardmodells der Kosmologie und aus diesem Zustand heraus kommt es zu einem neuen Knall, mit dem ein neuer Zyklus beginnt. Das Elegante am CCC-Modell ist, dass es im Gegensatz zum Standardmodell der Kosmologie keine kosmische Inflation benötigt, weil es eine andere Betrachtungsweise von Raum, Größen und Zeit hat.

Das mag widersprüchlich und unvorstellbar klingen. Um den Widerspruch aufzulösen, muss man zuerst die konforme Geometrie verstehen.

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 Beobachtet wird: Die Expansion wird schnellerKonforme Geometrie: Größe ist irrelevant 
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fein-beobachtet 26. Okt 2020 / Themenstart

Zitat von Seite 4: "Nach einigen Minuten war das Universum kühl genug und es entstanden...

megazocker 17. Okt 2020 / Themenstart

füllt ein Glas mit Wasser, wobei das Glas das MAX des Universum ist. Ein paar Zutaten wie...

Golg 16. Okt 2020 / Themenstart

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GwhE 14. Okt 2020 / Themenstart

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ConstantinPrime 14. Okt 2020 / Themenstart

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